Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt Versicherungsprodukt für Verwahrungsrisiken digitaler Vermögenswerte

Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt Versicherungsprodukt für Verwahrungsrisiken digitaler Vermögenswerte
Rony Roy
13. Sept. 2024, 16:32 PM
  • Vor Kurzem erhielt Standard Chartered die behördliche Genehmigung, in den Vereinigten Arabischen Emiraten Verwahrungsdienste für Kryptowährungen anzubieten.
  • Die Versicherung wird von OneDegree unter der Marke „OneInfinity“ angeboten.
  • Das Angebot entspricht den globalen regulatorischen Anforderungen und erhöht die Sicherheit für Kryptounternehmen in den VAE.

Kryptounternehmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten können nach einer bahnbrechenden Genehmigung durch die Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate (CBUAE) jetzt auf Versicherungen zum Schutz ihrer digitalen Vermögenswerte zugreifen.

Am 12. September brachte der in Hongkong ansässige Versicherer OneDegree in Zusammenarbeit mit Dubai Insurance das erste Depotrisikoversicherungsprodukt der Region unter der Marke „OneInfinity“ auf den Markt.

Dies stellt einen wichtigen Schritt zum Schutz digitaler Vermögenswerte dar und bietet Schutz vor Risiken wie Hackerangriffen, Betrug und physischen Schäden an Speichermedien.

Nachfrage nach Versicherungen für digitale Vermögenswerte

Mit der Reifung des Kryptowährungsmarktes wird der Bedarf an robusten Versicherungen zur Risikominderung immer dringlicher.

Die Depotrisikoversicherung von OneDegree zielt darauf ab , digitale Vermögenswerte vor verschiedenen Bedrohungen zu schützen, darunter Hackerangriffe durch Dritte, interner Betrug und physische Schäden an Speichersystemen.

Diese Risiken plagen die Kryptoindustrie schon seit Jahren. Aufsehen erregende Hackerangriffe führten zu erheblichen finanziellen Verlusten, von denen sich viele Unternehmen nur schwer erholen konnten.

Auch die globale Regulierungslandschaft entwickelt sich weiter: Viele Behörden verlangen mittlerweile von lizenzierten Digital-Asset-Plattformen, dass sie eine Depotrisikoversicherung abschließen.

Zu diesen Regulierungsbehörden zählt auch die Virtual Assets Regulatory Authority (VARA) von Dubai, die Börsen, Depotbanken und Vermögensverwalter dazu verpflichtet, sich gegen Depotrisiken, Berufshaftpflicht sowie die Haftung von Direktoren und leitenden Angestellten abzusichern.

Robin Scott, General Manager von OneDegree im Nahen Osten, betonte, dass die Depotrisikoversicherung das Web3-Äquivalent zu den im traditionellen Bankwesen verwendeten öffentlichen Einlagensicherungssystemen sei und den Kunden Sicherheit vor potenziellen Verlusten biete.

Da dieses neue Produkt vor Ort erhältlich ist, ist zu erwarten, dass mehr Unternehmen in den VAE eine Depotversicherung abschließen, wenn sie sich eine Lizenz im Land sichern.

Die Krypto-Ambitionen der VAE

Diese Entwicklung erfolgt unmittelbar nach der kürzlich erteilten behördlichen Genehmigung von Standard Chartered, in Partnerschaft mit Brevan Howard Digital Verwahrungsdienste für Kryptowährungen in den VAE anzubieten.

Diese Verwahrungsdienste verbessern in Kombination mit der neu genehmigten Verwahrrisikoversicherung den Verbraucherschutz, da immer mehr Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte Niederlassungen in den VAE eröffnen.

Die VAE positionieren sich aggressiv als weltweit führender Anbieter von Kryptowährungs- und Blockchain-Innovationen, insbesondere seit der Gründung von VARA im Jahr 2022.

Das Land hat über 1.000 Unternehmen in der Wachstumsphase angezogen, indem es Anreize wie Null-Prozent-Steuer, vollständige ausländische Eigentümerschaft und Zugang zu Finanzierungen bietet – und das alles innerhalb seines starken regulatorischen Rahmens.

Während die VAE ihr Krypto-Ökosystem weiter ausbauen, dürfte die Einführung einer Depotrisikoversicherung das Vertrauen von Investoren und Unternehmen stärken und den Status des Landes als globale Drehscheibe für digitale Vermögenswerte weiter festigen.