Apollo erwägt 5-Milliarden-Dollar-Beteiligung an Intel inmitten von Marktproblemen

Apollo erwägt 5-Milliarden-Dollar-Beteiligung an Intel inmitten von Marktproblemen
Deepali Singh
23. Sept. 2024, 07:59 AM
  • Im Zuge eines starken Marktrückgangs ist der Aktienkurs von Intel in diesem Jahr um fast 60 Prozent eingebrochen.
  • Aufgrund der zunehmenden Konkurrenz steht Intels Erholung vor großen Hürden.
  • Apollo hatte zuvor einen Anteil von 49 % an Intels irischem Fertigungsunternehmen im Wert von 11 Milliarden US-Dollar erworben.

Apollo Global Management, eine namhafte US-Vermögensverwaltungsgesellschaft, bereitet sich angeblich darauf vor, bis zu 5 Milliarden Dollar in Intel zu investieren, berichtete Bloomberg am Montag.

Die potenzielle Investition erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Intel eine Phase erheblicher Marktrückgänge durchmacht; der Aktienkurs des Unternehmens ist seit Jahresbeginn um fast 60 Prozent gefallen.

Der Bericht legt außerdem nahe, dass Apollo bereit sei, eine eigenkapitalähnliche Investition in Intel zu tätigen, ein Deal, der dem einst dominierenden Chiphersteller einen finanziellen Schub verleihen könnte.

Die Einzelheiten wurden laut Bloomberg von einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle weitergegeben.

Intel erwägt Apollos Vorschlag trotz finanzieller Probleme

Intel, einst das wertvollste Halbleiterunternehmen der Welt, musste in den letzten Monaten eine Schwächung seiner Marktposition hinnehmen.

Seit Patrick P. Gelsinger die Geschäftsleitung übernommen hat, hat Intel einen kostspieligen Umbau in Angriff genommen, der auf die Diversifizierung seines Produktangebots und seiner Kundenbasis abzielt.

Diese Bemühungen haben jedoch bislang zu keinen positiven finanziellen Ergebnissen geführt; es gab eine Reihe enttäuschender Ergebnisberichte.

Dies hat das Vertrauen der Anleger geschwächt und zu einem starken Rückgang des Marktwertes von Intel geführt, was zu einem Verlust von mehreren zehn Milliarden Dollar führte.

Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs steht die Erholung des Unternehmens nun vor erheblichen Herausforderungen.

Während das Unternehmen den Vorschlag von Apollo abwägt, ist klar, dass die Investition in einer schwierigen Zeit als Rettungsanker dienen könnte.

Die Gespräche befänden sich noch in der Anfangsphase und es bestehe keine Gewissheit, dass der Deal zustande käme, heißt es in dem Bericht.

Die Höhe der Investitionen könnte sich ändern oder die Verhandlungen könnten gänzlich scheitern.

Intel hat jedoch keinen öffentlichen Kommentar zu dem möglichen Deal abgegeben.

Früherer Intel-Deal signalisiert Apollos Interesse am Halbleitersektor

Dies ist nicht Apollos erster Schritt in Bezug auf Intel.

Anfang des Jahres erwarb Apollo einen 49-prozentigen Anteil an einem Joint Venture im Zusammenhang mit Intels neuer 11 Milliarden Dollar teurer Produktionsanlage in Irland.

Das Interesse an einer Ausweitung der Partnerschaft signalisiert Apollos strategischen Fokus auf die Halbleiterindustrie.

Qualcomm erwägt auch die Übernahme von Intel

Die Schwierigkeiten von Intel haben die Aufmerksamkeit anderer großer Akteure im Technologiesektor erregt.

Berichten zufolge hat Qualcomm erst vor wenigen Tagen Interesse an einer möglichen Übernahme von Intel bekundet.

Qualcomm-CEO Cristiano Amon ist persönlich an den Verhandlungen im Frühstadium beteiligt, doch einem solch bahnbrechenden Deal stehen noch erhebliche Hindernisse im Weg.

Qualcomm hatte bereits zuvor die Möglichkeit einer Übernahme von Teilen der Chipdesign-Sparte von Intel geprüft, was darauf schließen lässt, dass das Interesse des Konzerns an dem Unternehmen nicht neu ist.

Während diese Diskussionen ihren Lauf nehmen, bleiben die Zukunft von Intel und seine Position auf dem globalen Halbleitermarkt ungewiss.