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US-Milliardär Dan Friedkin erwirbt 94 % der Anteile am Everton FC: Was wir bisher wissen

US-Milliardär Dan Friedkin erwirbt 94 % der Anteile am Everton FC: Was wir bisher wissen
Diya Poddar
23. Sept. 2024, 20:58 PM
  • Der Deal bedarf der Genehmigung der Premier League, des Fußballverbands und der britischen Finanzaufsichtsbehörde.
  • Moshiri hat seit 2016 100 Millionen Pfund in den Verein investiert, aber Everton hat finanzielle Probleme.
  • Everton liegt derzeit auf Platz 19 der EPL und hat in dieser Saison noch keinen Sieg eingefahren.

Der US-Milliardär Dan Friedkin, Eigentümer des italienischen Fußballclubs AS Roma, hat einen Deal zum Erwerb eines 94-prozentigen Anteils am Everton FC abgeschlossen, einem der traditionsreichsten Clubs der englischen Premier League.

Die Friedkin Group wird den Verein vom derzeitigen Eigentümer Farhad Moshiri kaufen. Dies ist ein kritischer Moment für Everton, der jahrelang mit finanzieller Instabilität und schwacher Leistung auf dem Spielfeld zu kämpfen hatte.

Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung durch die Premier League, den englischen Fußballverband und die britische Finanzaufsichtsbehörde. Er markiert jedoch ein neues Kapitel für den Verein, der gegen den drohenden Abstieg kämpft und auf eine langfristige Erholung abzielt.

Friedkin, der für seine erfolgreiche Leitung des AS Rom bekannt ist, bringt Optimismus in die finanzielle und wettbewerbliche Wiederbelebung von Everton.

Die Übernahme umfasst den 94-Prozent-Anteil, den Moshiri seit seinem Engagement bei Everton im Jahr 2016 schrittweise aufgebaut hat.

Obwohl Moshiri über 100 Millionen Pfund in den Verein gepumpt hat, ist es ihm nicht gelungen, Everton aus den finanziellen Schwierigkeiten zu befreien.

In der letzten Saison wurde der Club wegen Verstößen gegen die Finanzvorschriften mit Sanktionen der Premier League belegt, was die dringende Notwendigkeit eines solideren Finanzmanagements unterstreicht.

Man erwartet, dass Friedkins Investition einen erheblichen finanziellen Schub bringt.

Das Engagement des Milliardärs könnte die Finanzen des Clubs stabilisieren und ihm dabei helfen, sich von den jüngsten Herausforderungen zu erholen.

Das frische Kapital kann außerdem zu Investitionen in neue Spieler und Ressourcen führen und so sowohl die Leistung des Vereins auf dem Platz als auch seinen gesamten Marktwert steigern.

Kann Friedkin Evertons Schicksal wenden?

Everton liegt derzeit auf dem 19. Platz in der Premier League, hat diese Saison noch keinen Sieg eingefahren und droht vom Abstieg.

Für einen Verein mit stolzer Geschichte sind dies harte Zeiten.

Der Einstieg von Friedkins Investmentgruppe gibt neue Hoffnung auf ein verbessertes Management und eine bessere Spielerrekrutierung.

Wenn sein Ansatz die strategischen Entscheidungen widerspiegelt, die er bei AS Roma getroffen hat, könnte er Everton zu einem Schritt in Richtung langfristigen Erfolg verhelfen.

Während der unmittelbare Fokus darauf liegt, Everton aus seiner prekären Ligaposition zu befreien, wird von Friedkins Gruppe auch erwartet, dass sie das Gesamtbild im Blick behält und langfristige Strategien umsetzt, die auf Stabilität und beständiges Wachstum ausgerichtet sind.

Friedkins Erfolg als Trainer des AS Roma könnte als Vorbild für seinen Beitrag zu Everton dienen.

Seit der Übernahme von Roma im Jahr 2020 hat sich die finanzielle Gesundheit des Vereins verbessert, die Entwicklung seiner Spieler wurde verbessert und der Fokus liegt stärker auf langfristigem Wachstum.

Zwar sind die Herausforderungen im englischen Fußball andere als in Italien, doch Everton wird von Friedkins Erfahrung als Trainer im europäischen Fußball wahrscheinlich profitieren, da er dem Klub einen umfassenden Ansatz für den Neuaufbau bietet.

Neues Stadion am Bramley-Moore Dock

Ein wichtiger Teil von Evertons Zukunft liegt in dem lange verzögerten Stadionprojekt am Bramley-Moore Dock. Finanzielle Schwierigkeiten hatten das Projekt in Gefahr gebracht, aber Friedkins angebliches Nettovermögen von 7,6 Milliarden Dollar hat gute Chancen, die Fertigstellung des Projekts sicherzustellen.

Das neue Stadion soll die Infrastruktur von Everton modernisieren und seine Einnahmequellen steigern und dem Verein so einen Wettbewerbsvorteil im nationalen und internationalen Wettbewerb verschaffen.

Mit der Fertigstellung des Stadions könnte Everton nicht nur hinsichtlich der Einrichtungen mit anderen Spitzenclubs gleichziehen, sondern auch neue Fans und Sponsoren gewinnen sowie die Einnahmen an den Spieltagen steigern.

Wer hatte noch Interesse?

Vor Friedkins Vereinbarung war Everton mit mehreren namhaften Käufern in Verbindung gebracht worden, darunter die US-amerikanische Private-Equity-Firma 777 Partners und der amerikanische Geschäftsmann John Textor.

Beide Parteien hatten großes Interesse bekundet, doch die Verhandlungen scheiterten. Anfang des Jahres hatte Friedkins Gruppe ebenfalls Gespräche über die Übernahme des Clubs geführt, zog sich jedoch zunächst zurück, nachdem die Gespräche ins Stocken geraten waren.

Der Abschluss dieses Deals, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung, bringt Klarheit über die zukünftige Eigentümerschaft von Everton.

Die Übernahme muss noch von der Premier League, dem Fußballverband und der britischen Finanzaufsichtsbehörde genehmigt werden.

Sobald die Aufsichtsbehörden grünes Licht geben, muss Friedkins Gruppe ihre Vision für den Verein darlegen und dabei wichtige Themen wie Investitionen in die Spieler, finanzielle Erholung und die Fertigstellung des Stadions ansprechen.

Der Erwerb Friedkins durch Everton wird als Wendepunkt angesehen, der den Club aus seinen derzeitigen finanziellen und wettbewerbsbezogenen Schwierigkeiten befreien und einer der ältesten Fußballinstitutionen Englands eine bessere Zukunft bieten könnte.