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US-Behörden beschlagnahmen drei mit Russland verbundene Krypto-Börsen im Rahmen einer Geldwäsche-Aktion im Wert von 800 Millionen Dollar

US-Behörden beschlagnahmen drei mit Russland verbundene Krypto-Börsen im Rahmen einer Geldwäsche-Aktion im Wert von 800 Millionen Dollar
Diya Poddar
27. Sept. 2024, 11:19 AM
  • Cryptex verarbeitete Transaktionen im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar; 31 % der Transaktionen standen im Zusammenhang mit Straftaten.
  • Über 158 Millionen Bitcoin stehen im Zusammenhang mit Betrug, Ransomware und Drogenhandel.
  • Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen Sergej Iwanow und schließt ihn vom Finanzsystem aus.

In einem umfassenden Schritt zur Bekämpfung der globalen Geldwäsche hat das US-Justizministerium (DOJ) die Kontrolle über drei Kryptowährungsbörsen übernommen, die mit russischen Geldwäschesystemen in Verbindung stehen.

Die Plattformen – UAPS, PM2BTC und Cryptex – wickelten angeblich illegale Transaktionen im Wert von über 800 Millionen US-Dollar ab, die mit cyberkriminellen Aktivitäten in Verbindung stehen, darunter Ransomware und Drogenhandel im Darknet.

Zu den Maßnahmen des Justizministeriums gehörte auch die Beschlagnahmung der Domänen dieser Börsen. Dies stellt einen wichtigen Schritt in den Bemühungen der Regierung dar, die illegale Verwendung digitaler Währungen einzudämmen.

Diese Beschlagnahmung ist Teil einer groß angelegten Kampagne gegen die Rolle von Kryptowährungen in der internationalen Kriminalität. Ziel der Behörden ist es, Kanäle für Geldwäsche zu schließen.

UAPS, PM2BTC und Cryptex wurden beschuldigt, im Auftrag russischer Cyberkrimineller Krypto-Transaktionen im Wert von 1,15 Milliarden US-Dollar abgewickelt zu haben, wobei Cryptex allein Transaktionen im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar abwickelte.

Unglaubliche 31 % der Aktivitäten von Cryptex standen im Zusammenhang mit illegalen Operationen wie Ransomware-Angriffen und Betrug.

Das Fehlen von Know-Your-Customer-Protokollen (KYC) auf der Plattform ermöglichte es Kriminellen, anonym zu agieren, was den Regulierungsbedarf im Bereich der Kryptowährungen weiter unterstreicht.

Russische Staatsangehörige betrieben UAPS, PinPays und PM2BTC

Gerichtsakten zufolge handelt es sich beim russischen Staatsbürger Sergey Ivanov, auch bekannt als „Taleon“, um UAPS, PinPays und PM2BTC, die zwischen 2013 und 2024 Transaktionen im Wert von über 1,15 Milliarden US-Dollar ermöglichten.

Diese Dienste wurden mutmaßlich von globalen Cyberkriminellen genutzt, darunter auch solchen, die an Ransomware-Angriffen und dem Verkauf von Drogen im Darknet beteiligt waren.

Darüber hinaus wurde der russische Staatsbürger Timur Shakhmametov wegen seiner Rolle bei der Leitung von Joker’s Stash angeklagt, einem berüchtigten Marktplatz für gestohlene Kreditkartendaten.

Beiden Personen drohen im Falle einer Verurteilung schwere Anklagen und lange Haftstrafen.

Einer Blockchain-Analyse des US-Justizministeriums zufolge waren 32 % der mit diesen Börsen verbundenen Bitcoin-Transaktionen mit kriminellen Aktivitäten verbunden.

Bitcoins im Wert von über 158 Millionen US-Dollar standen im Zusammenhang mit Betrug, darunter 8,8 Millionen US-Dollar aus Ransomware-Zahlungen und 4,7 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Darknet-Drogenmärkten.

Als Reaktion darauf verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen Ivanov und Cryptex, während das Außenministerium eine Belohnung von elf Millionen Dollar für Informationen ausgesetzt hat, die zur Ergreifung der an diesen Geldwäscheoperationen Beteiligten führen.

Internationale Zusammenarbeit legt russisches Krypto-Netzwerk lahm

Das US-Justizministerium arbeitete bei der Zerschlagung von Cryptex eng mit den niederländischen Behörden zusammen und konnte so Millionen von Dollar an illegalen Geldern sicherstellen.

Die Börse war dafür bekannt, dass sie Cyberkriminelle aktiv anlockte, indem sie ihre Anonymitätsdienste bewarb und die KYC-Konformität umging.

Diese internationalen Bemühungen unterstreichen die Notwendigkeit einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Kryptokriminalität.

Als Teil seiner verstärkten Bemühungen hat das US-Außenministerium eine Belohnung von elf Millionen Dollar für Informationen ausgesetzt, die zur Festnahme der Hauptakteure hinter diesen Geldwäschesystemen führen.

Bei diesen Fällen handelt es sich um einige der größten aufgedeckten Krypto-Geldwäscheoperationen und die US-Behörden sind entschlossen, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.

Angesichts des zunehmenden Einsatzes digitaler Währungen in kriminellen Machenschaften sendet das rigorose Vorgehen des US-Justizministeriums ein klares Signal: Im Kampf gegen Kryptokriminalität ist globale Zusammenarbeit von entscheidender Bedeutung.