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US-Erdgaspreise steigen nach Störungen durch Hurrikan Helene auf 2,9 USD/MMBtu

US-Erdgaspreise steigen nach Störungen durch Hurrikan Helene auf 2,9 USD/MMBtu
Noris Soto
30. Sept. 2024, 16:17 PM
  • Da der Hurrikan weiterhin die Energieversorgungsketten beeinträchtigt, prognostizieren Experten anhaltende Volatilität.
  • Die Produktion im Golf von Mexiko wurde um 20 % eingestellt, Millionen Menschen waren ohne Strom.
  • Das US-amerikanische Bureau of Safety and Environmental Enforcement meldete einen Produktionsrückgang in der Region um 20 %.

Nach den Auswirkungen des Hurrikans Helene sind die Erdgaspreise in den USA auf ein Dreimonatshoch von 2,9 Dollar pro Million British Thermal Units (MMBtu) gestiegen.

Die durch den Sturm verursachten Produktionsunterbrechungen im Golf von Mexiko und die großflächigen Stromausfälle im gesamten Südosten haben zu einer erhöhten Nachfrage und damit zu höheren Preisen geführt.

Da der Hurrikan weiterhin die Energieversorgungsketten beeinträchtigt, prognostizieren Experten anhaltende Volatilität auf dem Erdgasmarkt.

Auswirkungen des Hurrikans Helene auf die Erdgasproduktion

Der Hurrikan Helene hat die Erdgasproduktion im Golf von Mexiko, einem wichtigen Lieferanten für den US-Markt, erheblich beeinträchtigt.

Das US-amerikanische Bureau of Safety and Environmental Enforcement meldete einen Produktionsrückgang in der Region um 20 %, was direkte Auswirkungen auf die Energieversorgung des Landes hat.

Der Stromausfall für Millionen Menschen in Florida, Georgia und den Carolinas hat die Situation nur noch schlimmer gemacht und den Bedarf an zuverlässigen Energiequellen erhöht.

Aufgrund der Produktionseinschränkungen und der steigenden Nachfrage kam es zu einem starken Anstieg der Erdgaspreise.

Die Nachwirkungen des Sturms werden voraussichtlich noch lange anhalten. Das National Hurricane Center prognostiziert, dass die Überreste von Helene weiter über Tennessee und Kentucky ziehen werden.

Diese anhaltenden Störungen werden voraussichtlich zu weiterer Volatilität auf dem Erdgasmarkt führen, da Händler in den kommenden Tagen mit anhaltenden Versorgungsengpässen und Preisschwankungen rechnen.

Exportwerke und Nachfragedynamik

Der Preisanstieg wurde durch die starke Nachfrage nach Flüssigerdgas-Exporten (LNG) noch verschärft.

Das Plaquemines LNG-Exportterminal von Venture Global in Louisiana, das einen erheblichen Teil des US-Gasmarktes beliefert, ist Mitte August derzeit mit einer Kapazität von 35 Millionen Kubikfuß pro Tag in Betrieb.

Obwohl dies nur einen Bruchteil der Gesamtkapazität des Terminals von 1,8 Milliarden Kubikfuß darstellt, unterstreicht es die entscheidende Rolle, die LNG-Exporte für den Ausgleich des Marktes spielen.

Trotz der umfangreichen Schäden durch Hurrikan Helene blieben die meisten LNG-Exportanlagen in Betrieb, sodass die Nachfrage nach US-Erdgas weiter anhält.

Diese Beständigkeit bei den Exporten könnte jedoch die inländische Versorgung belasten, insbesondere da kältere Temperaturen den Heizbedarf steigern.

Analysten warnen, dass die Preise aufgrund der zunehmenden Konkurrenz zwischen Exportnachfrage und Inlandsbedarf kurzfristig weiter steigen könnten.

Was steht für US-Erdgas bevor?

Die Erdgaspreise steigen voraussichtlich zum sechsten Mal in Folge wöchentlich; allein in der vergangenen Woche wurde ein Anstieg von 18 % gemeldet.

Da die Nachfrage weiterhin das Angebot übersteigt, beobachten Marktexperten die anhaltenden Auswirkungen des Hurrikans Helene auf Produktion und Verbraucherverbrauch, insbesondere in den östlichen und südöstlichen Regionen der USA, genau.

Da die Wetterlage weiterhin unvorhersehbar ist und die Produktion noch nicht wieder das Vorsturmniveau erreicht hat, prognostizieren Analysten, dass die Erdgaspreise den ganzen Herbst über hoch bleiben könnten.

Man geht davon aus, dass niedrigere Temperaturen den Heizbedarf weiter erhöhen und den Druck auf den bereits angespannten Energiemarkt weiter erhöhen werden.