Meta kooperiert mit den britischen Banken NatWest und Metro Bank zur Bekämpfung von Social-Media-Betrug

Meta kooperiert mit den britischen Banken NatWest und Metro Bank zur Bekämpfung von Social-Media-Betrug
Diya Poddar
02. Okt. 2024, 11:26 AM
  • 20.000 betrügerische Konten, die mit einem betrügerischen Konzertticket-Netzwerk in Verbindung standen, wurden geschlossen.
  • Die Initiative ermöglicht es Banken, betrugsbezogene Daten mit Meta zu teilen, um betrügerische Konten zu identifizieren.
  • Die britische Digitalbank Starling boykottierte 2022 die Plattformen von Meta wegen Betrugsbedenken.

Meta, die Muttergesellschaft von Facebook, hat ihre Bemühungen zur Betrugserkennung durch eine Zusammenarbeit mit NatWest und Metro Bank in Großbritannien verstärkt.

Diese Partnerschaft mit dem Namen „Fraud Intelligence Reciprocal Exchange“ (FIPE) ermöglicht es britischen Banken, wichtige Informationen direkt mit Meta zu teilen und so bei der Identifizierung und Eliminierung betrügerischer Konten zu helfen.

Die Initiative zeigt bereits erhebliche Auswirkungen: 20.000 betrügerische Konten, die Teil eines Konzertticket-Betrugsnetzwerks waren, wurden geschlossen.

Dieser Schritt stellt einen entscheidenden Schritt in Metas umfassenderen Bemühungen zur Bekämpfung von Betrug auf allen seinen Plattformen dar.

Um seine Maßnahmen zur Betrugsprävention zu intensivieren, hat Meta in Zusammenarbeit mit zwei großen britischen Banken – NatWest und Metro Bank – die Initiative FIPE eingeführt.

Durch die Zusammenarbeit können die beiden Banken wichtige betrugsbezogene Daten austauschen, sodass Meta umgehend gegen Betrüger vorgehen kann.

Durch diesen Austausch kann Meta betrügerische Konten bei Facebook, Instagram und WhatsApp besser identifizieren, was angesichts des grassierenden Betrugs auf seinen Plattformen ein notwendiger Schritt ist.

Es wird erwartet, dass die FIPE-Initiative wächst und sich in Zukunft noch mehr britische Banken anschließen werden.

20.000 betrügerische Konten geschlossen

Mithilfe der Betrugserkennungstechnologie von Meta, die auf Daten britischer Banken basiert, konnten 20.000 betrügerische Konten gelöscht werden, die Teil eines groß angelegten Konzertticketbetrugs waren.

NatWest und Metro Bank waren maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt, indem sie wichtige Informationen lieferten, die Meta anschließend dazu nutzte, seine Systeme zur Erkennung ähnlicher Betrugsmaschen zu trainieren.

Diese Zusammenarbeit unterstreicht, wie wichtig der Datenaustausch zwischen Finanzinstituten und Technologieplattformen für die wirksame Bekämpfung von Betrug ist.

Während NatWest und Metro Bank derzeit die einzigen Teilnehmer an Metas FIPE-Initiative sind, besteht die Möglichkeit, dass sich weitere britische Finanzinstitute beteiligen.

Die Zusammenarbeit von Meta mit den Banken hat sich bereits als erfolgreich erwiesen und dazu geführt, dass betrügerische Aktivitäten auf seinen Plattformen deutlich zurückgegangen sind.

Da die Wirksamkeit des Systems offensichtlich ist, könnten auch andere Finanzinstitute die Vorteile eines Beitritts zu diesem Pakt erkennen, da dadurch die Betrugsbekämpfung im größeren Stil erleichtert wird.

Auswirkungen auf den Ruf von Meta

Die Partnerschaft von Meta mit NatWest und Metro Bank ist eine Reaktion auf den wachsenden Druck britischer Banken auf das Unternehmen, stärker gegen Betrüger vorzugehen.

Die von Goldman Sachs unterstützte britische Digitalbank Starling zog 2022 ihre Werbung von den Meta-Plattformen zurück, weil sie Bedenken hinsichtlich betrügerischer Finanzanzeigen hatte.

Mit der neuen Zusammenarbeit begegnet Meta diesen Sorgen und könnte möglicherweise das Vertrauen der britischen Banken wiederherstellen, insbesondere wenn sich mehr Institute dem Betrugsaustauschprogramm anschließen.

Außerhalb Großbritanniens steht Meta schon seit Langem in der Kritik, weil es Betrügern den Missbrauch seiner Plattformen ermöglicht.

Von Betrug durch autorisierte Push-Zahlungen bis hin zu Kreditbetrug sind auf Facebook, Instagram und WhatsApp betrügerische Aktivitäten an der Tagesordnung.

Meta verfügt bereits über Richtlinien, die die Förderung von Finanzbetrug verbieten, aber diese Zusammenarbeit mit britischen Banken stellt einen Schritt in Richtung proaktiverer Präventionsmaßnahmen dar.

Das Unternehmen möchte seine Systeme mithilfe der Erkenntnisse aus dieser Partnerschaft weltweit trainieren.