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RYLD ETF: Ist dieser Russell 2000 ETF mit 12 % Rendite ein Kauf?

RYLD ETF: Ist dieser Russell 2000 ETF mit 12 % Rendite ein Kauf?
Crispus Nyaga
08. Okt. 2024, 08:26 AM
  • Der Global X Russell 2000 Covered Call ETF hat ein Vermögen von 1,4 Milliarden Dollar angehäuft.
  • Der Fonds hat eine Dividendenrendite von über 12 %, was ihn bei Einkommensinvestoren beliebt macht.
  • Historische Daten zeigen, dass die meisten dieser Covered Call ETFs eine unterdurchschnittliche Performance aufweisen.

Der Global X Russell 2000 Covered Call ETF (RYLD) hat sich zu einem der beliebtesten aktiven Fonds mit Fokus auf Small-Cap-Aktien entwickelt. Er hat über 1,4 Milliarden US-Dollar angesammelt, davon 35 Millionen US-Dollar in diesem Jahr. Ist der RYLD also eine bessere Alternative zu anderen beliebten Russell 2000-Fonds wie dem IWM?

Was ist der RYLD ETF?

Aktive Fonds haben sich in den letzten Jahren zu den am schnellsten wachsenden Branchen im Finanzdienstleistungssektor entwickelt.

Der JPMorgan Equity Premium Income ETF (JEPI) hat in den letzten drei Jahren Vermögenswerte im Wert von über 36 Milliarden US-Dollar angehäuft. Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income ETF (JEPQ) verfügt ebenfalls über ein Vermögen von über 16 Milliarden US-Dollar.

Der Global X Russell 2000 Covered Call ETF zielt darauf ab, den Erfolg von JEPI und JEPQ zu wiederholen und zielt dabei auf den Russell 2000-Index ab.

Russell ist ein sehr beliebter Index, der 2.000 kleine und mittelgroße Unternehmen in den Vereinigten Staaten abbildet. Einige der größten Unternehmen im Fonds sind Shockwave Medical, Novavax, Crocs und Roku.

Der RYLD ETF zielt darauf ab, vom Russell 2000-Index zu profitieren und gleichzeitig mithilfe von Optionen Erträge zu generieren.

Sein Ansatz ist ziemlich einfach. Zunächst investiert der Vermögensverwalter etwa 80 % seiner Gesamtmittel in Komponenten des Cboe Russell 2000 BuyWrite Index. In diesem Fall sind die größten Komponenten der Global X Russell 2000 ETF, Novartis, Inhibrx und Cartesian.

Zweitens verkauft der Fonds dann Call-Optionen auf den Russell 2000-Index und erhält die Prämie, die er als Dividende an seine Anleger ausschüttet. Eine Call-Option ist ein Derivat, das Anlegern das Recht gibt, einen Vermögenswert zu einem Ausübungspreis zu kaufen.

Dieser Handel hat große Auswirkungen auf die Funktionsweise des RYLD ETF. Im Idealfall verdient der Fonds Geld, wenn der Russell 2000 Index steigt.

Bei einem fallenden Index entfällt das Call-Element, da man zu einem günstigeren Preis kaufen kann. Steigt der Index, profitiert der Fonds vom Recht, zu dem günstigeren Preis zu kaufen.

Die Herausforderung besteht jedoch darin, dass der Index innerhalb der Haltedauer stark ansteigt. Potenzielle Gewinne sind in der Regel auf das Ausübungspreisniveau begrenzt.

Ist der RYLD ETF eine gute Investition?

In meinen letzten Artikeln habe ich gezeigt, dass aktive Fonds wie JEPI und JEPQ zwar einige der höchsten Dividenden an der Wall Street bieten, ihre Gesamtrendite jedoch oft hinter den Indizes S&P 500 und Nasdaq 100 zurückbleibt.

Dasselbe gilt für andere beliebte Einzelaktien-ETFs wie TSLY und NVDY, die den Call-Option-Ansatz verwenden, um in Tesla und Nvidia zu investieren.

Um die Performance des RYLD zu messen, vergleicht man ihn am besten mit dem iShares Russell 2000 ETF (IWM), der den Russell 2000 Index abbildet. Er verfügt über ein Vermögen von über 68 Milliarden Dollar und bildet die größten Small- und Mid-Cap-Unternehmen ab.

Die größten Bestandteile des Russell 2000 Index sind FTAI Aviation, Vaxcyte, Insmed, Sprouts Farmers Markt und Applied Industrial Technologies. Seine größten Branchen sind Gesundheitswesen, Finanzen und Industrie. Der Fonds hat eine Kostenquote von 0,19 % und eine Dividendenrendite von 1,17 %.

Die Dividendenrendite von RYLD beträgt 12,3 % und ist damit eine der besten Renditen. Bei einer Investition ist es jedoch am besten, die Gesamtrendite zu betrachten, die sich aus der Summe der Aktienrendite und der Dividende ergibt.

Die Gesamtrendite von RYLD betrug in diesem Jahr bisher 5 %, während der IWM-Fonds 9,28 % einbrachte. Der SPY-Fonds erzielte eine Rendite von 20 %.

Derselbe Trend hat sich in den letzten drei Jahren gezeigt, wobei der RYLD um 8,7 % gefallen ist, während der IWM-Fonds um 1,46 % gestiegen ist. Auch der SPY-Fonds ist im gleichen Zeitraum um über 35 % gestiegen. RYLD hat eine Kostenquote von 0,60 %, was bedeutet, dass die Inhaber für eine unterdurchschnittliche Performance zahlen.

In der Vergangenheit haben Small-Cap-Aktien schlechter abgeschnitten als ihre größeren Konkurrenten wie Amazon, Alphabet, Apple und Nvidia. Wie mehrere Studien gezeigt haben, ist es daher sinnvoll, in einfache passive Fonds statt in die sogenannten Boomer-Candy-ETFs zu investieren.