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Neues Papier der Fed von Minneapolis fordert Verbot oder Besteuerung von Bitcoin zur Behebung der Primärdefizite

Neues Papier der Fed von Minneapolis fordert Verbot oder Besteuerung von Bitcoin zur Behebung der Primärdefizite
Srinibas Rout
21. Okt. 2024, 10:45 AM
  • In dem Papier heißt es, derartige Maßnahmen seien notwendig, um die Haushaltsverantwortung und eine wirksame Geldpolitik aufrechtzuerhalten.
  • Primärdefizite entstehen, wenn die Ausgaben einer Regierung ihre Steuereinnahmen und andere Einnahmequellen übersteigen.
  • Matthew Sigel, Leiter der Digital-Asset-Forschung bei VanEck, bezeichnete es als „Angriff auf Bitcoin“.

Die Federal Reserve Bank von Minneapolis hat in einem kürzlich erschienenen Arbeitspapier eine Debatte ausgelöst, indem sie den Regierungen empfahl, ein Verbot oder eine Besteuerung von Bitcoin in Betracht zu ziehen, um die anhaltenden Primärdefizite zu bekämpfen.

Das am 17. Oktober veröffentlichte Papier legt nahe, dass derartige Maßnahmen notwendig seien, um eine verantwortungsvolle Haushaltsführung und eine wirksame Geldpolitik aufrechtzuerhalten.

Die Autoren Amol Amol und Erzo GJ Luttmer behaupten, dass entweder ein gesetzliches Verbot oder eine Steuer auf Bitcoin dazu beitragen könnte, die Fähigkeit der Regierungen wiederherzustellen, dauerhafte Primärdefizite zu implementieren. Laut der Zusammenfassung des Papiers mit dem Titel „Einmalige Implementierung dauerhafter Primärdefizite?“ würde der Schritt es den Behörden ermöglichen, ihre Haushaltsstrategien besser zu steuern.

„Ein gesetzliches Verbot von Bitcoin kann die Beseitigung permanenter Primärdefizite ermöglichen, ebenso wie eine Steuer auf Bitcoin in dieser Höhe“, erklären die Autoren.

In dem 40 Seiten umfassenden Dokument wird Bitcoin durchgehend als „ausgeglichene Haushaltsfalle“ charakterisiert. Die dezentrale Natur der Kryptowährung stellt politische Entscheidungsträger, die Haushaltsdefizite durch nominale Schulden aufrechterhalten wollen, vor Herausforderungen.

Die Forscher argumentieren, dass Bitcoin als „Wertpapier des privaten Sektors“ mit fester Versorgung funktioniere und dass es ihm an echten Ressourcenansprüchen mangele. Daher empfehlen sie ein Verbot oder eine Besteuerung der Kryptowährung.

Primärdefizite entstehen, wenn die Ausgaben einer Regierung ihre Steuereinnahmen und andere Einnahmequellen übersteigen.

Der Begriff „permanentes Primärdefizit“ lässt auf die bewusste Absicht schließen, ein Haushaltsungleichgewicht langfristig aufrechtzuerhalten.

Matthew Sigel, Leiter der Digital Asset Research bei VanEck, kritisierte das Papier der Minneapolis Fed und bezeichnete es als „Angriff auf Bitcoin“.

Er argumentiert, dass das Dokument impliziere, dass Regierungen nur dann dauerhafte Defizite aufrechterhalten könnten, wenn die Verbraucher nichts von alternativen Währungen wie Bitcoin wüssten und diese auch nicht annähmen.

Sigel bezog sich auch auf den Bitcoin-Analysten Tuur Demeester, der ein Forschungspapier der Europäischen Zentralbank vom 12. Oktober kritisierte, in dem es hieß, ältere Bitcoin-Besitzer würden auf Kosten neuerer Anleger profitieren.

Demeesters Kommentare weisen auf die Notwendigkeit einer Regulierung oder eines völligen Verbots hin, um den Bitcoin-Preis zu stabilisieren.

In einem Beitrag auf X vom 21. Oktober drückte Sigel seine Bedenken aus und erklärte: „[Die Zeitung] fantasiert über ein ‚gesetzliches Verbot‘ und zusätzliche Steuern auf BTC, um sicherzustellen, dass Staatsschulden das ‚einzige risikofreie Wertpapier‘ bleiben.“

Diese Diskussion unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen der traditionellen Geldpolitik und dem wachsenden Einfluss von Kryptowährungen und wirft wichtige Fragen über die Zukunft digitaler Vermögenswerte in einer sich entwickelnden Wirtschaftslandschaft auf.