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Norwegische Bank DNB übernimmt schwedische Investmentbank Carnegie für 1,14 Milliarden Dollar

Norwegische Bank DNB übernimmt schwedische Investmentbank Carnegie für 1,14 Milliarden Dollar
Diya Poddar
21. Okt. 2024, 15:15 PM
  • DNB erwartet aus der Übernahme eine Rendite von 15 % auf das investierte Kapital.
  • Carnegie verwaltet Vermögenswerte im Wert von 436 Milliarden Kronen und beschäftigt 850 Mitarbeiter.
  • Der Deal ist Teil eines breiteren Trends von Fusions- und Übernahmeaktivitäten im europäischen Bankensektor.

Norwegens größte Bank, die DNB (DNB.OL), wird die schwedische Investmentbank und Vermögensverwalterin Carnegie für 12 Milliarden schwedische Kronen (1,14 Milliarden Dollar) übernehmen.

Die mit der Private-Equity-Firma Altor und Minderheitsaktionären vereinbarte Bartransaktion soll vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung im ersten Halbjahr 2025 abgeschlossen werden.

Der Deal ist Teil der Strategie der DNB, ihre Reichweite in der nordischen Region auszuweiten und ihre gebührenbasierten Einnahmen zu steigern. Er steht im Einklang mit den Bemühungen der Bank, ihre Einnahmequellen angesichts der sich ändernden Marktdynamik zu diversifizieren und zu erhöhen.

DNB strebt bei der Übernahme von Carnegie Umsatzwachstum und keinen Stellenabbau an

DNB geht davon aus, dass die Übernahme in erster Linie zu Ertragswachstum und nicht zu Kostensynergien führen wird.

Die Finanzvorstand der Bank, Ida Lerner, betonte, dass der Schwerpunkt auf der Nutzung der vereinten Fähigkeiten beider Unternehmen liege.

DNB erwartet durch die Transaktion dank verbesserter Effizienz und eines erweiterten Kundenangebots eine Kapitalrendite von über 15 Prozent.

Im Gegensatz zu einigen anderen jüngsten Bankenfusionen sind bei dieser Übernahme keine Stellenstreichungen geplant. Dies zeigt, dass die DNB großen Wert auf die Aufrechterhaltung der Fachkompetenz und Kontinuität ihrer Geschäftstätigkeit legt.

Erneute Fusions- und Übernahmeaktivität im nordischen Bankensektor

Die Übernahme erfolgt zu einer Zeit, in der Fusionen und Übernahmen im nordischen Bankensektor an Dynamik gewinnen.

Der Kauf von Carnegie durch DNB folgt auf andere regionale Schritte, etwa die Übernahme des norwegischen Geschäfts der Danske Bank durch Nordea und den Verkauf des finnischen Geschäfts der Handelsbanken für 1,3 Milliarden Euro.

Während die europäischen Banken mit veränderten wirtschaftlichen Bedingungen und sinkenden Zinsen zu kämpfen haben, zielen Transaktionen wie die DNB darauf ab, Wachstum durch erweiterte Kundendienstleistungen und eine breitere geografische Präsenz zu sichern.

DNB erwartet durch Carnegie-Integration eine Kapitalrendite von 15 %

Durch die Integration von Carnegie, das ein Vermögen von 436 Milliarden Kronen verwaltet, plant die DNB, eine wettbewerbsfähigere nordische Bankplattform zu schaffen. Die Übernahme soll das Angebot der DNB für ihre Kunden erweitern und neue Umsatzmöglichkeiten eröffnen, was der Bank nachhaltiges Wachstum beschert.

Zu den Finanzberatern von DNB für die Transaktion gehören DNB Markets und Morgan Stanley, während Carnegie von Goldman Sachs, Carnegie Investment Bank und Lenner & Partners beraten wird.

Die Übernahme von Carnegie mit seinen 850 Mitarbeitern sieht die DNB als Chance, wertvolles Fachwissen zu integrieren und ihre Servicekapazitäten zu stärken. Die Bank betonte die kulturelle Übereinstimmung und das Potenzial zum Wissensaustausch zwischen den beiden Unternehmen und hob die strategische Natur dieser Übernahme hervor.

Angesichts der Veränderungen auf den nordischen Finanzmärkten möchte die DNB die starke Marktposition von Carnegie nutzen, um ihr Dienstleistungsangebot und ihre Kundenbeziehungen zu stärken.

Der Kauf von Carnegie steht im Einklang mit allgemeinen Trends in Europa, wo Banken zunehmend auf Fusionen und Übernahmen zurückgreifen, um ihre Einnahmequellen zu diversifizieren.

Während Giganten wie BNP Paribas und UniCredit in ihren jeweiligen Märkten ähnliche Schritte unternehmen, unterscheidet sich der Ansatz der DNB von anderen Banken durch seinen Fokus auf Ertragssynergien statt auf Kostensenkungen.

Während sich DNB auf die Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse vorbereitet, wird erwartet, dass die Übernahme ein Schlüsselfaktor bei der Gestaltung seiner Aussichten und Strategie für die kommenden Jahre sein wird.