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Aktienkurs der Tokyo Metro steigt nach Börsengang im Wert von 348,6 Milliarden Yen um 47 Prozent

Aktienkurs der Tokyo Metro steigt nach Börsengang im Wert von 348,6 Milliarden Yen um 47 Prozent
Harsh Vardhan
23. Okt. 2024, 04:57 AM
  • Der Börsengang der Tokioter Metro bringt 348,6 Milliarden Yen ein, der größte in Japan seit 2018.
  • Der Aktienkurs erreichte seinen Höchststand bei 1.768 Yen, 47 % mehr als der IPO-Preis von 1.200 Yen.
  • Das Unternehmen erwartet bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2025 ein Gewinnwachstum von 13 %.

Die Aktien der Tokyo Metro Co. stiegen bei ihrem Börsendebüt um 47 %, eröffneten bei 1.630 ¥ und erreichten einen Höchstkurs von 1.768 ¥ und lagen damit deutlich über dem IPO-Preis von 1.200 ¥.

Das öffentliche Angebot brachte 348,6 Milliarden Yen (2,3 Milliarden US-Dollar) ein und war damit Japans größter Börsengang seit der Börsennotierung von SoftBank Corp. im Jahr 2018.

Das Angebot war mehr als 15-mal überzeichnet, was auf eine starke Nachfrage seitens der Anleger schließen lässt.

Starke IPO-Nachfrage trotz vorsichtiger Marktstimmung

Die überwältigende Resonanz spiegelt das Vertrauen der Anleger in das stabile Geschäftsmodell der Tokioter Metro wider.

„Wir dachten, der IPO-Preis sei zu niedrig und der faire Wert läge bei etwa 1.600 Yen“, sagte Taku Ito, Chef-Aktienfondsmanager bei Nissay Asset Management.

Ito betonte, dass die Aktie eine verlässliche Dividendenanlage darstelle und Stabilität in einem volatilen Markt biete, allerdings sei keine schnelle Wertsteigerung zu erwarten.

Privatanleger zeigen sich begeistert, doch ausländisches Interesse wird erwartet

Obwohl das Interesse privater Anleger groß war, glauben Analysten, dass der Aktienkurs weiter steigen könnte, sobald sich ausländische Investoren engagieren.

Mitsushige Akino, Präsident von Ichiyoshi Asset Management, prognostiziert, dass der Aktienkurs um 13 Prozent auf rund 2.000 Yen steigen könnte, insbesondere wenn die Tokioter Metro in einen wichtigen Marktindex aufgenommen wird.

Reduzierung der staatlichen Beteiligung steht im Einklang mit Plänen zur Haushaltskonjunktur

Der Börsengang war Teil eines umfassenderen Plans der Regierung zur Reduzierung der Staatsverschuldung. Dieser Schritt war gesetzlich vorgeschrieben und sieht den Verkauf von Anteilen an der Tokioter Metro bis März 2028 vor.

Nach dem Angebot werden die japanische Regierung und die Stadtverwaltung Tokio ihre Anteile an dem Unternehmen halbieren.

Tokioter Metro prognostiziert Gewinnwachstum von 13 % bis März 2025

Mit mehr als 6,5 Millionen Fahrgästen täglich erwartet die Tokioter Metro bis zum im März 2025 endenden Geschäftsjahr einen Anstieg des Nettogewinns um 13 % auf 52,3 Milliarden Yen.

Das Unternehmen erwartet außerdem einen Anstieg des Betriebsergebnisses im Transportbereich um 18 %, der auf eine Erholung des Tourismus und Pendlerverkehrs zurückzuführen ist. Die Immobilienerträge werden jedoch voraussichtlich stabil bei etwa 4,5 Milliarden Yen bleiben.

Der Charakter eines öffentlichen Dienstes kann die langfristige Rentabilität einschränken

Zwar erfreut sich die Tokioter Metro einer hohen Fahrgastzahl, doch ihre Verpflichtungen im Bereich des öffentlichen Dienstes könnten ihre künftige Rentabilität einschränken.

„Es wird für die Tokioter Metro schwierig werden, die Fahrpreise zu erhöhen oder aggressive Gewinnmaximierungen anzustreben“, sagte Naoki Fujiwara, leitender Fondsmanager bei Shinkin Asset Management.

Darüber hinaus bieten die Immobilienprojekte des Unternehmens nur begrenzte Wachstumsmöglichkeiten, was auf eine stabile, aber bescheidene Zukunftsaussicht schließen lässt.

Erster großer Börsengang seit sechs Jahren signalisiert neue Marktdynamik

Die Notierung stellt eine bedeutende Entwicklung für den japanischen IPO-Markt dar und ist das erste große Angebot seit sechs Jahren.

Der starke Markteinstieg erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Neunotierungen in Japan am ersten Handelstag durchschnittliche Gewinne von 34 Prozent einbrachten.

Mit neun Linien und 180 Stationen befördert die Tokioter Metro täglich fast doppelt so viele Passagiere wie die New Yorker U-Bahn, was ihre Bedeutung für die Infrastruktur Japans unterstreicht.