Justizministerium warnt Musk: Millionen-Dollar-Geschenk könnte illegal sein
- Ziel des Wettbewerbs ist es, in den Swing States über eine Million Wähler anzusprechen.
- Unter Rechtsexperten besteht Uneinigkeit darüber, ob die Initiative gegen das Wahlrecht verstößt.
- Die Maßnahmen des Justizministeriums könnten Auswirkungen auf die Rechtmäßigkeit von Kampagnen zur Wählerbeteiligung haben.
Elon Musks tägliche Spendenspenden in Höhe von einer Million US-Dollar stehen auf dem Prüfstand, da das US-Justizministerium (DOJ) warnt, dass dies möglicherweise gegen das Bundeswahlgesetz verstößt.
Musk, der Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf gegen Kamala Harris aktiv unterstützt, startete diese Initiative über sein politisches Aktionskomitee America PAC.
Registrierte Wähler, die eine Petition zur Unterstützung des ersten und zweiten Verfassungszusatzes unterzeichnen, haben bei der Verlosung die Chance, täglich 1 Million US-Dollar zu gewinnen.
Diese Initiative zielt auf Wähler in sieben entscheidenden Swing States ab: Pennsylvania, Georgia, Nevada, Arizona, Michigan, Wisconsin und North Carolina.
Kurz vor dem Wahltag am 5. November kam es zu Kontroversen und juristischen Fragen hinsichtlich der Vereinbarkeit des Wahlkampfs mit dem US-Wahlrecht. Dies weckte bei den Demokraten Besorgnis und löste Forderungen nach einer Untersuchung durch das US-Justizministerium aus.
Wie rechtlich ist Elon Musks Wahlgeschenke-Geschenk zu verstehen?
Der Kern der Bedenken des US-Justizministeriums liegt in den US-Gesetzen, die Zahlungen für die Wählerregistrierung verbieten.
Diese Gesetze zielen darauf ab, unangemessenen Einfluss auf den Wahlprozess zu verhindern. Musks Geschenk ist zwar als Petitionsinitiative angelegt, erfordert aber, dass die Teilnehmer registrierte Wähler sind, was zu möglichen rechtlichen Problemen führen kann.
Die Abteilung für öffentliche Integrität des US-Justizministeriums hat sich Berichten zufolge an Musks America PAC gewandt und auf die Möglichkeit möglicher Verstöße gegen das Bundeswahlgesetz hingewiesen.
Der genaue Zeitpunkt der Mitteilung des Justizministeriums ist weiterhin unklar und das Ministerium hat sich nicht öffentlich zu der Angelegenheit geäußert.
Musks America PAC hat klargestellt, dass der Wahlkampf darauf abzielt, über eine Million Wähler in den entscheidenden Swing States zu gewinnen.
Diese Bundesstaaten, die für den Ausgang der Wahlen oft eine entscheidende Rolle spielen, könnten erheblichen Einfluss gewinnen, wenn eine beträchtliche Zahl neuer Wähler die Petition unterzeichnet.
Das PAC positionierte seine Bemühungen als Kampagne für verfassungsmäßige Rechte, insbesondere für die Meinungsfreiheit und das Recht, Waffen zu tragen.
Zwar ist für die Teilnahme keine Parteizugehörigkeit erforderlich, doch der Zeitpunkt der Veranstaltung und der Fokus auf die Swing States haben bei führenden Demokraten für Kritik gesorgt, da sie in der Verlosung einen Versuch sehen, Trumps Wählerbasis zu stärken.
Ist das Giveaway illegal?
Während einige Rechtsexperten der Ansicht sind, dass Musks Wettbewerb möglicherweise gegen Bundesrecht verstößt, meinen andere, dass dabei möglicherweise eine Gesetzeslücke ausgenutzt wird.
Das US-amerikanische Gesetz verbietet ausdrücklich die Zahlung einer Gebühr für die Wählerregistrierung oder die Stimmabgabe.
Rechtsexperten wie Paul Schiff Berman von der George Washington University argumentieren, dass die gezielte Ansprache registrierter Wähler einen Verstoß gegen diese Bestimmung darstellen könnte, was für Musk und America PAC im Falle einer Verurteilung möglicherweise Geld- oder Gefängnisstrafen bedeuten könnte.
Adav Noti vom Campaign Legal Center teilte diese Bedenken und erklärte, dass das System zivil- und strafrechtlich durch das Justizministerium geahndet werden könne.
Musk wies Vorwürfe von Rechtsverstößen auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) zurück und behauptete, der Wettbewerb stehe allen Wählern offen, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Wahlstatus.
Als Reaktion auf die zunehmende Kritik änderte America PAC die Bedingungen des Wettbewerbs und bezeichnet den Preis nun als Bezahlung für eine Rolle als Sprecher.
Die Gewinner müssen Videos erstellen, die für die Agenda des PAC werben, und die Zahlungen dürfen nicht der Wählerregistrierung, sondern Werbemaßnahmen dienen.
Trotz dieser Anpassung glauben einige Rechtsexperten, dass gegen die Werbegeschenke noch immer rechtliche Schritte eingeleitet werden könnten, da der Zusammenhang mit der Wählerregistrierung weiterhin ein potenzielles Problem im Rahmen des Wahlrechts darstellt.
Republikanische Ex-Staatsanwälte fordern Maßnahmen des Justizministeriums
Der Druck auf das Justizministerium wurde noch dadurch verstärkt, dass eine Gruppe ehemaliger republikanischer Staatsanwälte das Ministerium aufgefordert hat, den Wettbewerb zu untersuchen, und dabei auf mögliche Verstöße gegen Landes- und Bundesgesetze verwies.
Sie argumentierten, dass derartige Aktivitäten, insbesondere so kurz vor einer Wahl, einer genauen Prüfung bedürfen, auch wenn die Strafverfolgungsbehörden sich generell davor hüten, in wahlbezogenen Angelegenheiten kurz vor dem Wahltag einzugreifen.
Ihr Brief unterstreicht den beispiellosen Charakter dieses Wahlkampfs in der modernen US-Politikgeschichte und verdeutlicht seine möglichen Auswirkungen auf das Wählerverhalten in den entscheidenden Swing States.
Da der Wahltag näher rückt, könnte der Ausgang dieses Rechtsstreits erhebliche Auswirkungen auf Musks politischen Einfluss und die Aktivitäten von America PAC haben.
Sollte das Justizministerium formale Schritte einleiten, könnte der Fall einen Präzedenzfall für die Anwendung des Wahlrechts auf unkonventionelle Bemühungen zur Wählerbeteiligung schaffen.
Derzeit hält die Kontroverse an und Demokraten sowie Rechtsexperten beobachten die Entwicklungen aufmerksam.
Ob Musks Werbegeschenk rechtliche Konsequenzen haben wird oder ob er seine Wählerziele erreichen wird, bleibt ungewiss.
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