Meta-Aktien legten in 2 Jahren still und leise um 348 % zu, während sich die Märkte auf Nvidia und Apple konzentrierten

Meta-Aktien legten in 2 Jahren still und leise um 348 % zu, während sich die Märkte auf Nvidia und Apple konzentrierten
Harsh Vardhan
24. Okt. 2024, 06:08 AM
  • Die Meta-Aktien stiegen in zwei Jahren um 348 %, nur übertroffen von Nvidias Anstieg von 1.052 %.
  • Investitionen in KI und Kostensenkungsmaßnahmen treiben die finanzielle Erholung von Meta voran.
  • Meta plant, KI-Dienste durch Anzeigen zu monetarisieren und so das langfristige Wachstum anzukurbeln.

Die Aktien von Meta Platforms, der Muttergesellschaft von Facebook, sind in den letzten zwei Jahren um 348 Prozent gestiegen und haben damit ihre Position als herausragender Performer unter den großen Technologieunternehmen gefestigt.

Dieser kometenhafte Aufstieg wird nur von Nvidia übertroffen, dessen Aktien im gleichen Zeitraum um 1.052 % stiegen.

Die Erholung von Meta markiert eine deutliche Wende gegenüber der Unsicherheit, mit der das Unternehmen Ende 2022 konfrontiert war, als Bedenken hinsichtlich des Wettbewerbs, der Datenschutzbeschränkungen und der betrieblichen Identität die Aussichten des Unternehmens schwer belasteten.

Von der Talsohle zum Höhenflug: Metas Aktien-Turnaround

Die Meta-Aktien erreichten am 4. November 2022 einen Tiefstand von 88,09 $, da das Unternehmen mit einer schrumpfenden Nutzerbasis, der Konkurrenz durch TikTok und den Datenschutzrichtlinien von Apple zu kämpfen hatte, die sich auf die Ausrichtung der Werbung auswirkten.

Durch die Konzentration auf Kostensenkungen und strategische Investitionen erlebte Meta jedoch eine deutliche Erholung und die Aktie stieg kürzlich um über 560 % auf 582,01 USD.

Ausschlaggebend für diese Trendwende waren Metas erneuerte Finanzdisziplin und die Hinwendung zu künstlicher Intelligenz (KI).

Strategische Kostensenkungen und KI-Investitionen befeuern Metas Wiederaufstieg

CEO Mark Zuckerberg erklärte das Jahr 2023 zum „Jahr der Effizienz“ des Unternehmens. Als Reaktion auf steigende Verluste reduzierte Meta die Ausgaben drastisch, die im Jahr 2021 um 34 % und im Jahr 2022 um 23 % gestiegen waren.

Die Investitionsausgaben sanken 2023 um 13 %, nachdem sie in den Vorjahren stark angestiegen waren. Meta führte außerdem Entlassungen durch und stoppte die Einstellung neuer Mitarbeiter, wodurch Tausende von Stellen und offenen Stellen abgebaut wurden.

Gleichzeitig erhöhte Meta die Anzeigeneinblendungen auf seinen Plattformen – Facebook, Instagram und WhatsApp – und steigerte die Anzeigenimpressionen um 28 %, während das Benutzerengagement um 8 % zunahm.

Ein wichtiger Teil dieser Strategie war Reels, Metas Antwort auf TikTok, das zu mehr Engagement auf Instagram beitrug.

Metas KI-Wette: Open-Source-Innovation mit Llama-Modellen

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern verfolgt Meta für seine KI-Modelle einen Open-Source-Ansatz.

Mithilfe der Llama-Sprachmodelle konnte das Unternehmen rasch Verbesserungen durch Crowdsourcing erzielen, wodurch Meta zu einem der führenden Unternehmen im Bereich der generativen KI wurde.

Am 29. August meldete Meta 185 Millionen wöchentlich aktive Benutzer auf Meta AI und näherte sich damit den 200 Millionen Benutzern, die OpenAI für ChatGPT meldete.

Die KI-Angebote von Meta, darunter kostenlose Chatbot-Dienste und Tools zur Live-Bilderstellung, haben breite Anerkennung gefunden.

Anstatt den Benutzern diese Dienste in Rechnung zu stellen, möchte Meta das Engagement steigern und KI-Tools plattformübergreifend integrieren. Dabei verfolgt Meta eine Strategie, die seinem werbegesteuerten Social-Media-Modell ähnelt.

KI-Investitionen treiben zukünftiges Wachstum voran

Meta hat außerdem seine Investitionen in eine fortschrittliche KI-Infrastruktur erhöht und konzentriert sich dabei auf Grafikprozessoren von Nvidia.

Im April betonte Zuckerberg das Engagement des Unternehmens, den KI-Betrieb zu skalieren, und erklärte:

Während sich Konkurrenten wie OpenAI für eine Monetarisierung auf Abonnementbasis entschieden haben, setzt Meta auf Werbeeinnahmen, eine Strategie, die mit den 98 % seiner Einnahmen im Jahr 2023 übereinstimmt, die aus Werbung stammen.

Zuckerberg sagte, das Unternehmen wolle mit KI-Tools schrittweise Geld verdienen, indem es die verbesserte Interaktion über alle Plattformen hinweg ausnutze.

Gewinnerwartungen spiegeln Wachstumsdynamik wider

Die Wall-Street-Analysten sind hinsichtlich der finanziellen Entwicklung von Meta optimistisch und erwarten für den kommenden Ergebnisbericht ein Gewinnwachstum von 19 % auf 5,21 US-Dollar pro Aktie und eine Umsatzsteigerung von 18 % auf 40,2 Milliarden US-Dollar.

Analysten gehen davon aus, dass Metas KI-Strategie zusammen mit einer verbesserten Anzeigenausrichtung die Rentabilität weiter steigern wird.

Zuckerbergs Team wird bei der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen wahrscheinlich den Transformationsprozess des Unternehmens hervorheben und dabei einen starken Kontrast zu den Herausforderungen herstellen, denen sich Meta vor zwei Jahren stellen musste.

Metas Widerstandsfähigkeit und strategische Ausrichtung auf künstliche Intelligenz könnten das Unternehmen zu einem der ersten finanziellen Nutznießer im aufkommenden Bereich der generativen künstlichen Intelligenz machen.