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US-Rohölvorräte steigen um 5,5 Millionen Barrel und übertreffen damit die Erwartungen der Analysten

US-Rohölvorräte steigen um 5,5 Millionen Barrel und übertreffen damit die Erwartungen der Analysten
Sayantan Sarkar
24. Okt. 2024, 12:52 PM
  • Die US-Rohölvorräte übertrafen die Erwartungen eines Anstiegs um 900.000 Barrel.
  • Die Benzinvorräte stiegen in der Woche bis Freitag, die Destillate-Bestände sanken jedoch.
  • Die strategischen Erdölreserven der USA stiegen letzte Woche um 800.000 Barrel pro Tag.

Nach Angaben der Energy Information Administration (EIA) stiegen die Rohölvorräte in den USA in der Woche bis Freitag um 5,5 Millionen Barrel und übertrafen damit die Erwartungen der Analysten deutlich.

Analysten hatten für die vergangene Woche lediglich mit einem Anstieg der Ölvorräte in den USA um 900.000 Barrel gerechnet.

Die US-Rohölvorräte liegen nur etwa 4% unter dem Fünfjahresdurchschnitt für diese Jahreszeit, teilte die Agentur in einem Bericht mit. Die gesamten Vorräte in den USA beliefen sich am Freitag letzter Woche auf 426 Millionen Barrel.

Die Raffinerien waren letzte Woche zu 89,5 % ihrer Betriebskapazität in Betrieb.

Benzinvorräte steigen, Destillate fallen

Die Benzinvorräte stiegen letzte Woche um 900.000 Barrel auf 213,6 Millionen Barrel.

Die Destillatevorräte in den USA sanken jedoch um 1,1 Millionen Barrel auf 113,8 Millionen Barrel, hieß es in dem Bericht der EIA.

Auch die Propan- und Propylenvorräte sanken letzte Woche um 1,4 Millionen Barrel auf 101,8 Millionen Barrel, während die Lagerbestände an Heizöl um 800.000 Barrel auf 25,2 Millionen Barrel stiegen.

Unterdessen betrug die Rohölproduktion in den USA in der Woche bis Freitag durchschnittlich 13,5 Millionen Barrel pro Tag und blieb damit unverändert gegenüber der Vorwoche.

Ölimporte der USA steigen, Exporte sinken leicht

Laut EIA beliefen sich die Rohölimporte der USA in der vergangenen Woche auf durchschnittlich 6,43 Millionen Barrel pro Tag, was einem Anstieg um 902.000 Barrel pro Tag gegenüber der Vorwoche entspricht.

Der Vier-Wochen-Durchschnitt der US-Importe lag bei 6,21 Millionen Barrel pro Tag, das sind 1,3 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Was die Rohölexporte betrifft, so sanken die Lieferungen aus den USA letzte Woche lediglich um 11.000 Barrel pro Tag auf durchschnittlich 4,11 Millionen Barrel pro Tag, heißt es in dem Bericht.

In den letzten vier Wochen beliefen sich die US-Roheölexporte auf durchschnittlich 3,98 Millionen Barrel pro Tag, was einem Rückgang von 12,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Die US-Rohölimporte aus Kanada haben letzte Woche am stärksten zugenommen. Die Importe aus Kanada beliefen sich im Durchschnitt auf 3,72 Millionen Barrel pro Tag, 182.000 Barrel pro Tag mehr als in der Vorwoche.

Auch die Importe aus dem Irak stiegen letzte Woche um 167.000 Barrel pro Tag auf 237.000 Barrel pro Tag, wie aus den Daten der EIA hervorgeht. Kolumbien exportierte letzte Woche 365.000 Barrel Rohöl in die USA, 143.000 Barrel pro Tag mehr als in der Vorwoche.

Unterdessen sanken die Importe aus Saudi-Arabien am stärksten, und zwar um 163.000 Barrel pro Tag auf nur noch 150.000 Barrel pro Tag in der vergangenen Woche.

Die Rohölvorräte in Cushing, Oklahoma, sanken letzte Woche um 300.000 Barrel auf 24,7 Millionen Barrel. Cushing ist ein wichtiger Umschlagplatz, da es der Lieferpunkt für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate ist.

Die strategischen Erdölreserven der USA stiegen letzte Woche um 800.000 Barrel auf 384,6 Millionen Barrel.

Zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels lag der Preis für WTI bei 71,97 US-Dollar pro Barrel, während Brent-Rohöl bei etwa 76 US-Dollar pro Barrel lag.