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Russische Behörden nehmen zunehmende private Krypto-Mining-Aktivitäten ins Visier

Russische Behörden nehmen zunehmende private Krypto-Mining-Aktivitäten ins Visier
Diya Poddar
30. Okt. 2024, 11:03 AM
  • Die Behörden von Nowosibirsk verhafteten einen Einwohner wegen unerlaubten Krypto-Minings und erschufen dabei über 12 Millionen Rubel.
  • Eine neue Gesetzgebung in Russland schreibt mit Wirkung zum 1. November lokale Stromobergrenzen für von zu Hause aus arbeitende Miner vor.
  • In Sibirien werden mobile Mining-Ausrüstungen in Fahrzeugen als Taktik eingesetzt, um der Entdeckung zu entgehen.

Die russischen Behörden verschärfen ihr Vorgehen gegen von zu Hause aus arbeitende Krypto-Miner. In Nowosibirsk wurde kürzlich ein Einwohner verhaftet, der in erheblichem Umfang an nicht genehmigten Mining-Aktivitäten beteiligt war.

Die Festnahme erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Kritik an Energieverbrauch und Vorschriften rund um das Mining von Kryptowährungen in den sibirischen Regionen Russlands.

Die örtlichen Gesetzeshüter behaupten, der Mann habe subventionierten Strom für den Betrieb seiner Mining-Anlagen genutzt und damit angeblich einen Gewinn von über 12 Millionen Rubel (123.000 Dollar) erzielt.

Dies ist einer der jüngsten Schritte Russlands im Bestreben, das unregulierte Krypto-Mining zu regulieren und einzudämmen. Weitere Einschränkungen sollen nächsten Monat in Kraft treten.

Durchgreifen gegen Kryptowährungen in Novosibirsk

In Nowosibirsk unterstreicht die Festnahme eines Krypto-Miners die härtere Haltung der Regierung gegenüber der unerlaubten Nutzung von Elektrizität beim privaten Mining.

Das regionale Innenministerium unter der Leitung von Vizechef Kirill Travin stellte Verstöße gegen die örtlichen Energievorschriften fest und leitete ein Strafverfahren gegen den Mann ein.

Bei einer Razzia im Bezirk Moshkovsky stellten die Behörden sechs Verwaltungsverstöße im Zusammenhang mit den Bergbauaktivitäten fest.

Der Verdächtige nutzte angeblich die regionale Strominfrastruktur zum Mining digitaler Vermögenswerte und veranlasste die Strafverfolgungsbehörden, Maßnahmen zu ergreifen, da die Mining-Aktivitäten in Wohngebieten weiterhin zunehmen.

Nach Angaben der regionalen Behörden soll der Festgenommene durch die Nutzung von subventioniertem Strom rund 12 Millionen Rubel angehäuft haben.

Dies hat zu erneuten Forderungen nach strengeren Bergbauvorschriften geführt, um eine unbefugte Energienutzung zu verhindern.

Die konkrete Kryptowährung des festgenommenen Miners ist noch nicht identifiziert, doch lokale Spekulationen legen nahe, dass Ethereum (ETH) im Spiel gewesen sein könnte.

Nowosibirsk ist nicht der einzige Ort, der mit Problemen durch unerlaubtes Krypto-Mining zu kämpfen hat. Auch aus anderen sibirischen Gebieten, darunter Irkutsk und Burjatien, werden ähnliche Fälle gemeldet.

Lokale Stromobergrenzen und neue Gesetze

Eine neue Gesetzgebung, die am 1. November in Kraft treten soll, zielt darauf ab, das „private Krypto-Mining“ zu regulieren und eine strengere Einhaltung lokaler Stromobergrenzen für Heim-Miner durchzusetzen.

Das Gesetz wurde Anfang des Monats von Präsident Wladimir Putin eingebracht und stellt Russlands zweiten Regulierungsschritt in den letzten Monaten dar, der auf den Kleinbergbau abzielt.

Quelle: Cryptonews

Obwohl das Gesetz einige Bestimmungen für private Bergbaubetriebe klarstellt, bleiben Grauzonen bestehen und viele Kleinunternehmer sind sich über ihre Rechtsstellung im Unklaren.

Energieunternehmen zielen auf nicht autorisierte Miner ab

Als Reaktion auf den steigenden Stromverbrauch in Regionen wie Nowosibirsk verstärken Energieversorger ihre Bemühungen, nicht autorisierte Krypto-Miner zu identifizieren und zu bestrafen.

Berichten zufolge wurden „illegale“ Bergbauaktivitäten in Wohngebieten, abgelegenen Wäldern und sogar in der Nähe von kommunalen Einrichtungen wie Mülldeponien und Kläranlagen entdeckt.

Die verstärkte Kontrolle folgt auf ein Jahr zunehmender Spannungen zwischen lokalen Behörden und Bergbauunternehmen, die subventionierte Energie für den privaten Gebrauch nutzen.

Um der Strafverfolgung zu entgehen, greifen einige sibirische Miner auf mobile Setups zurück und installieren „mobile Krypto-Mining-Farmen“ in Fahrzeugen.

Diese improvisierten Mining-Rigs, die in Online-Videos gezeigt werden, arbeiten diskret, um Beschränkungen zu umgehen. Mobile Operationen haben bei Kleinschürfern an Popularität gewonnen, die angesichts zunehmender Regulierung vor immer größeren Herausforderungen stehen.

Unterdessen erwägen russische Politiker die Einführung einer neuen Steuer für Bergbauunternehmen im industriellen Maßstab, die der Staatskasse möglicherweise Millionen einbringen könnte.

Die vorgeschlagene Steuer unterstreicht Russlands Bestreben, den Bergbaubetrieb in einen regulierten Rahmen zu integrieren und es der Regierung zu ermöglichen, die aufstrebende Kryptoindustrie zu überwachen und daraus Kapital zu schlagen.