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Im Oktober kam es zu 20 Krypto-Hacks mit Schäden in Höhe von 88,4 Millionen US-Dollar, berichtet PeckShield

Im Oktober kam es zu 20 Krypto-Hacks mit Schäden in Höhe von 88,4 Millionen US-Dollar, berichtet PeckShield
Diya Poddar
02. Nov. 2024, 12:03 PM
  • Durch Phishing-Betrug entstand ein Schaden von 43,5 Millionen US-Dollar. Ziel waren dabei fwDETH-Token.
  • Die sogenannten Rug Pulls kosteten die Anleger 45,7 Millionen US-Dollar und wirkten sich auf weniger bekannte Krypto-Projekte aus.
  • Nach einem schwerwiegenden Datendiebstahl konnten die US-Behörden erfolgreich 20 Millionen US-Dollar sicherstellen.

Auch im Oktober gab es im Kryptowährungssektor weiterhin Herausforderungen: Laut einem aktuellen Bericht des Blockchain-Analyseunternehmens PeckShield führten Hackerangriffe und Phishing-Betrug zu Verlusten in Höhe von 181 Millionen US-Dollar.

Obwohl es sich hierbei um einen Rückgang gegenüber den 120 Millionen US-Dollar im September handelt, unterstreichen diese Vorfälle die anhaltenden Sicherheitsprobleme bei digitalen Vermögenswerten.

Den Daten zufolge kam es zu etwa zwei Dutzend Vorfällen, darunter auch groß angelegte Datenschutzverletzungen und Betrugsfälle.

Bruch mit Radiant Capital

Der schwerwiegendste Verstoß im Oktober betraf Radiant Capital, das durch mit dem Ethereum-Netzwerk verbundene Multi-Signatur-Wallets einen Verlust von 53 Millionen US-Dollar erlitt.

In diesem Fall wurden Multi-Signatur-Wallets ausgenutzt, die mehrere private Schlüssel zur Autorisierung von Transaktionen erfordern. Dadurch wurden Schwachstellen offengelegt, die Hackern Zugriff auf die Vermögenswerte von Radiant Capital ermöglichten.

Dieser Verstoß stellt einen erheblichen Schlag für das dezentralisierte Finanzprojekt (DeFi) dar und wirft Fragen zu den Sicherheitspraktiken auf DeFi-Plattformen auf.

In einem seltenen Fall einer Wiederbeschaffung beschlagnahmten die US-Behörden 20 Millionen Dollar an illegalen Geldern und gaben die gestohlenen Vermögenswerte an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurück.

Die Beschlagnahmung signalisiert eine wachsende Zusammenarbeit zwischen Strafverfolgungsbehörden und Blockchain-Analysefirmen und erhöht möglicherweise die Chancen, gestohlene Vermögenswerte in zukünftigen Fällen wiederzuerlangen.

Rug Pulls und Phishing-Betrug tragen zu den Verlusten im Oktober bei

Daten von OKLink zeigen, dass Phishing-Betrug weiterhin eine große Bedrohung darstellt und für Schäden in Höhe von 43,5 Millionen US-Dollar verantwortlich ist.

Insbesondere gingen 35 Millionen US-Dollar in fwDETH (ein Token, das auf dezentralen Börsen verwendet wird) durch einen Phishing-Angriff verloren, bei dem eine „Permit“-Signatur zum Einsatz kam, eine betrügerische Methode, mit der die Zustimmungsanforderungen der Benutzer umgangen werden.

Diese Betrügereien unterstreichen weiterhin die Notwendigkeit einer umfassenderen Aufklärung und Sensibilisierung der Benutzer im Ökosystem der Kryptowährungen.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Verluste im Oktober war der Verlust privater Schlüssel, der sich auf 7,2 Millionen Dollar belief.

Diese Vorfälle unterstreichen eine zentrale Schwachstelle in der Kryptolandschaft, da gestohlene private Schlüssel Hackern uneingeschränkten Zugriff auf Wallets gewähren.

Um diese Risiken zu mindern, werden verbesserte Sicherheitsmaßnahmen wie Hardware-Wallets und sicheres Schlüsselmanagement immer wichtiger.

Bei Betrügereien im Rahmen des „Rug Pull“-Konzepts, bei denen Bauträger ihre Projekte aufgeben und mit dem Geld der Investoren verschwinden, handelte es sich im Oktober um Betrügereien in Höhe von 45,7 Millionen US-Dollar.

Bei diesen Vorfällen geht es typischerweise um neue Token oder DeFi-Projekte, denen es an behördlicher Aufsicht mangelt.

Dass es immer wieder zu solchen Rückschlägen kommt, ist ein Zeichen dafür, dass Investoren vor der Beteiligung an neuen Krypto-Projekten mehr Transparenz und Sorgfalt walten lassen müssen.

Obwohl die Verluste im Oktober mit 181 Millionen US-Dollar beträchtlich sind, handelt es sich dabei um einen Rückgang von 26 % gegenüber den 120 Millionen US-Dollar im September, als es im Kryptosektor zu über 20 Vorfällen kam.

Die Daten deuten auf eine teilweise Verbesserung hin, da es im Vergleich zum August, als die Gesamtschäden bei weniger Vorfällen die Marke von 300 Millionen Dollar überstiegen, weniger spektakuläre Fälle gab.

Experten weisen darauf hin, dass dieser Rückgang nicht unbedingt auf eine allgemeine Verbesserung der Sicherheit hindeutet, da weiterhin Schwachstellen in den DeFi-Protokollen, der Börsensicherheit und der Sensibilisierung der Benutzer bestehen.