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Hacker von Radiant Capital überweist gestohlene Gelder im Wert von 52 Millionen US-Dollar an das Ethereum-Netzwerk

Hacker von Radiant Capital überweist gestohlene Gelder im Wert von 52 Millionen US-Dollar an das Ethereum-Netzwerk
Diya Poddar
24. Okt. 2024, 12:59 PM
  • Hacker haben mithilfe hochentwickelter Schadsoftware die Hardware-Wallets wichtiger Entwickler kompromittiert.
  • Radiant Capital hat Benutzern empfohlen, die Berechtigungen für betroffene Verträge über revoke.cash zu widerrufen.
  • Im September 2024 gingen durch Krypto-Hacks, darunter BingX-, Penpie- und Indodax-Vorfälle, über 120 Millionen US-Dollar verloren.

Am 24. Oktober berichtete das Blockchain-Sicherheitsunternehmen PeckShield, dass der Hacker von Radiant Capital fast alle gestohlenen Gelder von Arbitrum und Binances BNB-Chain in das Ethereum-Netzwerk transferiert hatte.

Die Mittel im Wert von etwa 52 Millionen US-Dollar beliefen sich auf insgesamt 20.500 Ether.

Diese Entwicklung folgt auf den Einbruch beim DeFi-Kreditgeber Radiant Capital am 16. Oktober, der Verluste von über 50 Millionen Dollar erlitt.

Der Angriff nutzte Schwachstellen in der Arbitrum-Kette von Radiant durch die Einschleusung komplexer Malware aus und kompromittierte so die Hardware-Wallets von drei Entwicklern.

Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen im dezentralen Finanzsektor (DeFi), wo Hacker häufig gestohlene Vermögenswerte in das Ethereum-Netzwerk verschieben und Krypto-Mixer verwenden, um deren Herkunft zu verschleiern.

Wie kam es zum Hack von Radiant Capital?

Der Radiant Capital-Exploit ist einem äußerst ausgeklügelten Malware-Angriff zuzuschreiben.

Hackern gelang es, mithilfe einer Malware-Injektion, die als einer der kompliziertesten Verstöße im DeFi-Sektor gilt, in die Hardware-Wallets von drei Radiant-Entwicklern einzudringen.

Durch den Angriff konnten die Täter über 50 Millionen US-Dollar aus den Reserven von Radiant Capital auf Arbitrum, einer der Layer-2-Lösungen von Ethereum, abziehen.

Die gestohlenen Gelder wurden dann zu Ethereum transferiert und anschließend über Krypto-Mixer gewaschen, eine gängige Taktik von Cyberkriminellen, um die Bewegung illegaler Gelder zu verschleiern.

Die Antwort von Radiant Capital

Als Reaktion auf den Verstoß hat Radiant Capital Schritte zum Schutz seiner Benutzer unternommen und ihnen geraten, den Zugriff auf betroffene Verträge über revoke.cash zu widerrufen. Am 23. Oktober betonte die DeFi-Plattform auf der Social-Media-Plattform X (ehemals t) die Dringlichkeit dieser Maßnahme und forderte die Benutzer auf, schnell zu handeln, um ihre Vermögenswerte zu schützen.

Das Unternehmen versicherte seiner Community außerdem, dass es sich für die Wiederbeschaffung der gestohlenen Gelder einsetzen werde und mit Blockchain-Sicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeite, um die kompromittierten Vermögenswerte aufzuspüren und einzufrieren.

Trotz der Herausforderung, die gestohlenen Ether wiederzuerlangen, konzentriert sich Radiant Capital weiterhin darauf, die Gelder aufzuspüren.

Der DeFi-Kreditgeber arbeitet eng mit Sicherheitsexperten zusammen, um den Vermögensfluss innerhalb des Ethereum-Netzwerks zu verfolgen.

Daten von PeckShield zufolge deuten die Aktivitäten des Hackers am 24. Oktober auf einen systematischen Ansatz zum Waschen des gestohlenen Ethers hin.

Der Einsatz von Krypto-Mixern fügt eine weitere Komplexitätsebene hinzu, eine Taktik, die bereits bei anderen großen Krypto-Hacks in diesem Jahr zu sehen war.

Wie weit verbreitet sind Krypto-Hacks im Jahr 2024?

Krypto-Hacks und Exploits waren auch im Jahr 2024 ein anhaltendes Problem. Die Daten von PeckShield zeigen, dass allein im September die Verluste in der gesamten Branche mehr als 120 Millionen US-Dollar betrugen.

Zu den bemerkenswerten Vorfällen zählten Sicherheitsverletzungen bei Plattformen wie BingX, Penpie undIndodax.

Der jüngste Verlust von Radiant Capital in Höhe von über 50 Millionen US-Dollar ist Teil eines breiteren Trends zunehmender Angriffe auf DeFi-Plattformen und verdeutlicht die anhaltende Anfälligkeit dezentraler Finanzökosysteme.

Die Krypto-Community steht vor zunehmenden Sicherheitsherausforderungen

Der Hack von Radiant Capital spiegelt einen allgemeinen Trend zu immer ausgefeilterer Krypto-Cyberkriminalität wider.

Da Hacker immer wieder auf DeFi-Plattformen abzielen, ist die Bedeutung robuster Sicherheitsmaßnahmen wichtiger denn je.

Viele in der Krypto-Community fordern nun strengere Sicherheitsprotokolle und eine stärkere Sensibilisierung der Benutzer, um solche Vorfälle zu verhindern.

Der jüngste Verstoß bei Radiant Capital erinnert an die Risiken, die mit dezentralen Finanzen verbunden sind, und an die Notwendigkeit ständiger Wachsamkeit und verbesserter Sicherheitspraktiken.