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Asiatische Märkte ziehen sich angesichts von Rekorden an der Wall Street und Spannungen bei den Zöllen zurück; Chinas Yuan fällt auf 4-Monats-Tief

Asiatische Märkte ziehen sich angesichts von Rekorden an der Wall Street und Spannungen bei den Zöllen zurück; Chinas Yuan fällt auf 4-Monats-Tief
Srinibas Rout
26. Nov. 2024, 05:29 AM
  • Die asiatischen Aktienmärkte fielen am Dienstag und widersetzten sich damit der Rallye der US-Aktien.
  • Der japanische Nikkei 225 verlor 1,46 Prozent, während der Topix um 1,3 Prozent nachgab.
  • Der südkoreanische Kospi sank um 0,55 Prozent und der Kosdaq verlor 0,45 Prozent, was eine allgemeinere Schwäche in der Region widerspiegelt.

Die asiatischen Aktienmärkte gaben am Dienstag trotz der Rallye der US-Aktien nach, da die regionalen Indizes auf gemischte Wirtschaftsdaten und geopolitische Sorgen reagierten.

Marktperformance im Überblick

Der japanische Nikkei 225 verlor 1,46 Prozent, während der Topix um 1,3 Prozent nachgab.

Der Erzeugerpreisindex (PPI) des Landes für den Dienstleistungssektor stieg im Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent und lag damit leicht über dem Septemberwert von 2,8 Prozent. Dies deutet auf einen anhaltenden Inflationsdruck im Dienstleistungssektor hin.

Der südkoreanische Kospi sank um 0,55 Prozent und der Kosdaq verlor 0,45 Prozent, was eine allgemeinere Schwäche in der Region widerspiegelt.

Der S&P/ASX 200 gab in Australien um 0,39 % nach, nachdem er in der vorherigen Sitzung ein Rekordhoch erreicht hatte.

Unterdessen oszilliert der Hang Seng Index in Hongkong nahe der Nulllinie und der chinesische CSI 300 verliert 0,34 %, wobei eine gedämpfte Handelsstimmung vorherrscht.

Die Anleger in der Region warten gespannt auf die Zahlen zur Produktionsleistung Singapurs im Oktober. Diese dürften einen Anstieg von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausweisen, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Zuwachs von 9,8 Prozent im September darstellt.

Analysten führen die Abschwächung auf eine schwächere weltweite Nachfrage und einen Rückgang der Elektronikproduktion zurück.

Aufschwung an der Wall Street unterstreicht Divergenz

An der Wall Street trieb der Optimismus die wichtigsten Indizes auf neue Rekordwerte.

Der Dow Jones Industrial Average stieg um 440,06 Punkte (0,99 %) und schloss bei 44.736,57, während der S&P 500 um 0,3 % zulegte und bei 5.987,37 endete.

Der Nasdaq Composite stieg leicht um 0,27 % auf 19.054,84.

Small-Cap-Aktien schnitten deutlich besser ab; der Russell 2000 legte um 2 % zu und erreichte ein neues Allzeithoch.

Dieser Aufschwung erfolgte, nachdem der designierte US-Präsident Donald Trump seinen Kandidaten für das Amt des Finanzministers bekannt gab und umfassende Zollmaßnahmen vorschlug.

Am Montag enthüllten Trumps Social-Media-Posts Pläne für einen 25-prozentigen Zoll auf Waren aus Kanada und Mexiko sowie einen zusätzlichen 10-prozentigen Zoll auf chinesische Importe.

Die Ankündigung löste auf den globalen Märkten Unsicherheit aus und Händler bereiteten sich auf mögliche Vergeltungsmaßnahmen vor.

Devisenmarktbewegung

Der US-Dollar gewann im Zuge der verschärften Zollrhetorik an Stärke.

Der Dollar stieg um 1,6 Prozent auf 20,6000 mexikanische Pesos und kletterte um 1 Prozent auf 1,4132 kanadische Dollar.

Im Vergleich zum Offshore-Yuan wertete der Dollar um 0,2 Prozent auf 7,2628 Yuan auf und erreichte kurzzeitig mit 7,2730 Yuan ein Viermonatshoch.

Die Abwertung des Yuan spiegelt die Bedenken der Märkte hinsichtlich der Auswirkungen möglicher US-Zölle auf Chinas exportorientierte Wirtschaft wider.

Auch der Onshore-Yuan schwächte sich während der frühen Handelsstunden ab.

Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum sind kurzfristig mit Gegenwind konfrontiert, da geopolitische Risiken und eine ungleichmäßige wirtschaftliche Erholung die Stimmung belasten.

Die Anleger beobachten die Entwicklungen im Handelsverhältnis zwischen den USA und China sowie die kommenden Konjunkturindikatoren aufmerksam, um Klarheit über die Marktrichtung zu gewinnen.