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Bank of America prognostiziert volatilen Metall- und Mineralienmarkt bis 2025

Bank of America prognostiziert volatilen Metall- und Mineralienmarkt bis 2025
Sayantan Sarkar
28. Nov. 2024, 09:09 AM
  • Aufgrund zunehmender Handelsspannungen senkt die Bank of America die Kupfer- und Aluminiumpreise für 2025.
  • Aufgrund der Portfoliodiversifizierung und der weltweiten Anleihenvergabe wird für das nächste Jahr ein Goldpreis von etwa 2.750 US-Dollar pro Unze erwartet.
  • Überkapazitäten in der chinesischen Stahlindustrie und steigende Exporte werden im nächsten Jahr zu einem Überschuss auf dem Eisenerzmarkt führen.

Laut einem Reuters-Bericht prognostizieren Analysten der Bank of America für das Jahr 2025 einen volatilen Metall- und Mineralienmarkt.

Die Volatilität auf dem Metallmarkt werde durch mögliche Handelspolitiken, Angebotsengpässe und Nachfrageverschiebungen beeinflusst, sagten die Analysten.

Die Bank prognostizierte, dass die Aluminium- und Kupferpreise im nächsten Jahr um 6 % bzw. 12 % sinken würden.

Dem Bericht zufolge werden die Aluminiumpreise voraussichtlich durchschnittlich 2.813 US-Dollar pro Tonne und die Kupferpreise 9.438 US-Dollar pro Tonne betragen.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels lag der Dreimonatskontrakt für Kupfer an der London Metal Exchange bei 9.007,50 USD pro Tonne, ein Rückgang von 0,2 %.

Der Kontrakt für Aluminium an der LME lag bei 2.584 Dollar pro Tonne und damit 0,5 Prozent unter dem vorherigen Schlusskurs.

Handelsstreit mit China

Die Bank sagte, ein möglicher Handelskrieg zwischen den USA und China könnte die Marktdynamik im nächsten Jahr verschärfen.

Allerdings könnte die Energiewende diesen Metallen eine gewisse Unterstützung bieten.

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, einen 70-prozentigen Zoll auf alle chinesischen Importwaren zu erheben.

China ist einer der größten Metallverbraucher und auch einer der größten Produzenten des roten Metalls.

Aufgrund des möglichen Handelskriegs und der schwachen Nachfrageaussichten in China stehen die Basismetalle seit Trumps Wahlsieg bei den Präsidentschaftswahlen unter Druck.

Ein Handelsstreit zwischen den beiden Ländern könnte die Nachfrage nach Metallen erheblich beeinträchtigen.

Darüber hinaus hat das schleppende Wirtschaftswachstum in China den Metallmarkt über weite Teile dieses Jahres belastet.

Überschuss auf dem Eisenerzmarkt

Überkapazitäten in der chinesischen Stahlindustrie und steigende Exporte dürften auf dem Eisenerzmarkt zu einem Überschuss führen.

Die Bank of America sagte, die Preisstabilisierung auf dem Eisenerzmarkt könne von Produktionskürzungen abhängen.

Laut Daten der China Iron and Steel Association stiegen die Stahlbestände der großen chinesischen Stahlwerke Mitte November die zweite Woche in Folge auf 15,6 Millionen Tonnen, ein Plus von 13,8 Prozent gegenüber Anfang November.

Der Verband berichtete außerdem, dass die Stahlproduktion in China im November gestiegen sei, da sich die Margen erholten und einige Stahlwerke nach Kürzungen im August und September ihre Produktion wieder aufnahmen.

Edelmetallpreisprognose

Die Bank of America prognostiziert, dass der Goldpreis im nächsten Jahr durchschnittlich bei etwa 2.750 Dollar pro Unze liegen wird.

Die Bank sagte, dass die Preise aufgrund des steigenden Dollars und der Erwartung höherer Zinssätze zwar unter Druck geraten seien, dass aber eine Portfoliodiversifizierung und eine globale Verschuldung dem gelben Metall wahrscheinlich Halt geben würden.

Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels lag der Februar-Goldkontrakt an der COMEX bei 2.665,41 USD pro Unze, ein Anstieg von 0,7 % gegenüber dem vorherigen Schlusskurs.

Weiter hieß es, dass aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Solarmodulen und Elektrofahrzeugen im nächsten Jahr mit einem Anstieg der Silberpreise zu rechnen sei.

Für Metalle der Platingruppe blieb die Bank jedoch pessimistisch.

In der Zwischenzeit seien die Lithiumpreise aufgrund des neuen Angebots und der eingeschränkten Produktionsdisziplin unter Druck geraten, teilte die Bank mit.

Nach 2025 könnten sich die Preise jedoch stabilisieren, hieß es.

Die Bank blieb allerdings hinsichtlich Uran optimistisch, da sie eine steigende Nachfrage seitens der Kernkraftwerke erwartet.