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Der Chief Policy Officer von Coinbase prognostiziert eine rasche Krypto-Gesetzgebung, wenn Trump ins Weiße Haus zurückkehrt

Der Chief Policy Officer von Coinbase prognostiziert eine rasche Krypto-Gesetzgebung, wenn Trump ins Weiße Haus zurückkehrt
Srinibas Rout
02. Dez. 2024, 09:04 AM
  • Faryar Shirzad ist optimistisch, was eine schnelle und umfassende Krypto-Regulierung angeht.
  • Shirzad betonte, dass dies eine beispiellose Zeit für Kryptowährungen in der US-Politik sei.
  • Trumps Sieg hat ein günstiges Umfeld für die 50 Millionen Amerikaner geschaffen, die Kryptowährungen besitzen.

Während sich Donald Trump auf seine Rückkehr ins Weiße Haus vorbereitet, ist Faryar Shirzad, Chief Policy Officer von Coinbase, optimistisch hinsichtlich einer raschen und umfassenden Krypto-Regulierung in den Vereinigten Staaten.

Im Gespräch mit CNBC betonte Shirzad, dass die Möglichkeit einer schnellen Verabschiedung von Kryptowährungsgesetzen bestehe, die auf Trumps pro-Krypto-Plattform und die neu gewonnene Dominanz der Republikanischen Partei im Kongress zurückzuführen sei.

Da sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat unter republikanischer Kontrolle stehen, erwartet Shirzad, dass es auf dem Kryptowährungsmarkt nach dem Amtsantritt des designierten Präsidenten zu erheblichen regulatorischen Fortschritten kommen wird.

Kryptowährungen in der US-Politik – ein beispielloser Moment

Laut Shirzad hat Trumps Sieg ein günstiges Umfeld für die 50 Millionen Amerikaner geschaffen, die Kryptowährungen besitzen.

Die Kombination aus einem von den Republikanern kontrollierten Kongress und einem Präsidenten, der weithin als Verbündeter der Kryptoindustrie angesehen wird, schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Gesetzgebung „ziemlich schnell“ durch das Kapitol geht.

Shirzad betonte, dass dies eine beispiellose Zeit für Kryptowährungen in der US-Politik sei und dass der kryptofreundlichste Kongress der Geschichte bereit sei, mit einem enthusiastischen Präsidenten zusammenzuarbeiten.

Shirzads Kommentare erfolgen, während zwei wichtige Gesetzesvorhaben zur Kryptowährung durch den Kongress gehen.

Das erste, der von den Republikanern unterstützte „Financial Innovation and Technology for the 21st Century Act“ , soll einen klaren Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen.

Der Gesetzentwurf wurde bereits vom Repräsentantenhaus verabschiedet.

Der zweite Gesetzentwurf, der „Clarity for Payment Stablecoins Act“ , zielt darauf ab, ein Regulierungssystem für Stablecoins zu schaffen, bei denen es sich um digitale Token handelt, die an Fiat-Währungen wie den US-Dollar gekoppelt sind.

Obwohl der Stablecoin-Gesetzentwurf das Repräsentantenhaus noch nicht passiert hat, ist Shirzad optimistisch, dass beide Gesetzesentwürfe bis 2025 erhebliche Fortschritte machen oder zumindest verabschiedet werden.

Trotz der starken Dynamik merkte Shirzad an, dass die Chancen, dass Krypto-Gesetze während der „Lame Duck“-Periode nach den Wahlen verabschiedet werden, gering seien.

Da Trumps Präsidentschaft jedoch im Januar 2025 beginnt, kann die Krypto-Community mit bedeutenden Entwicklungen in der Gesetzgebung im Zusammenhang mit Marktstruktur und Stablecoins rechnen.

Wachsender Einfluss der Krypto-Lobbyarbeit

Mit der Kryptoindustrie verbundene politische Aktionskomitees (PACs) sammelten über 245 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden, wie aus den Daten der Federal Election Commission hervorgeht.

Darüber hinaus hat die von Coinbase unterstützte Stand With Crypto Alliance bereits an der Einführung eines Bewertungssystems gearbeitet, das die Haltung der Kandidaten für das Repräsentantenhaus und den Senat zu Kryptowährungen beurteilt.

Fast 300 Gesetzgeber, die die Interessen der Kryptowährung unterstützen, werden ihr Amt antreten, ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft digitaler Vermögenswerte in den USA.

Die Wahlergebnisse deuten auch auf einen bevorstehenden Führungswechsel bei der US-Börsenaufsicht SEC hin.

Vorsitzender Gary Gensler, bekannt für seinen strengen Ansatz bei der Krypto-Regulierung, kündigte seinen Rücktritt vor Trumps Amtseinführung an.

Shirzad konnte zwar keine Spekulationen darüber anstellen, wen Trump als Nachfolger von Gensler auswählen würde, äußerte sich jedoch zuversichtlich, dass der von Trump ernannte Kandidat seine pro-Krypto-Vision teilen und so den Wandel hin zu einer kryptofreundlichen Politik weiter beschleunigen würde.

Für Shirzad und die Krypto-Community stellt die Aussicht auf eine Präsidentschaft Trumps nicht nur einen politischen Wandel dar, sondern auch eine goldene Gelegenheit, ein regulatorisches Umfeld zu schaffen, das Innovationen unterstützt und die Interessen der Kryptowährungsinhaber in den USA schützt.