Philippinische Börsenaufsicht schlägt strenge neue Regeln für Kryptodienstleister vor

Philippinische Börsenaufsicht schlägt strenge neue Regeln für Kryptodienstleister vor
Diya Poddar
24. Dez. 2024, 15:17 PM
  • Dienstleistungsanbieter müssen sich bei der SEC registrieren und die Compliance-Standards gemäß dem FCPA einhalten.
  • Der Schwerpunkt liegt auf Cybersicherheit, Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Verhinderung von Insiderhandel.
  • Die Regeln für öffentliche Angebote schreiben vor, dass 30 Tage vor der Vermarktung detaillierte Offenlegungsdokumente eingereicht werden müssen.

Die philippinische Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat einen Entwurf ihrer vorgeschlagenen „SEC-Vorschriften für Krypto-Asset-Dienstleister (CASP-Vorschriften)“ vorgestellt, die darauf abzielen, den boomenden Kryptowährungssektor des Landes zu regulieren.

Mit dieser Initiative sollen Risiken wie Betrug, Geldwäsche und Marktmanipulation gemindert werden, gleichzeitig soll aber auch die Innovation in einem Sektor gefördert werden, der weltweit über 562 Millionen Nutzer anzieht.

Die öffentliche Konsultation zum Entwurf der Vorschriften läuft bis zum 18. Januar 2025. Dies gibt den Beteiligten ausreichend Zeit, ihre Beiträge zu liefern und die Zukunft der Kryptowährungsregulierung auf den Philippinen mitzugestalten.

Die Philippinen sind mit ihrer jungen und digital versierten Bevölkerung zu einem wichtigen Akteur bei der Einführung von Kryptowährungen geworden.

Der neue regulatorische Rahmen stellt einen entscheidenden Schritt dar, um die Herausforderungen und Chancen anzugehen, während das Land weiterhin als Krypto-Hub aufsteigt.

Umfassende Vorschriften für Handel, Verwahrung und öffentliche Angebote

Der Entwurf der SEC-Vorschriften legt einen robusten Rahmen fest, der Lizenz- und Compliance-Anforderungen für Krypto-Asset-Dienstleister umfasst.

Der Vorschlag kategorisiert Krypto-Assets als digitale Wertdarstellungen, die die Technologie verteilter Register nutzen, und zielt darauf ab, Aktivitäten wie Handel, Verwahrung und öffentliche Angebote zu regulieren.

Nach dem Entwurf der Vorschriften müssen Dienstleister eine Registrierung bei der SEC vorweisen und sich an das Gesetz zum Schutz der Verbraucher bei Finanzprodukten und -dienstleistungen (FCPA) halten.

Die Vorschriften legen strenge Bedingungen fest, darunter Mindestkapitalanforderungen und Betriebsnormen, um die Stabilität und Transparenz des Sektors zu gewährleisten.

Unternehmen, die einen Börsengang von Krypto-Assets planen, müssen der SEC mindestens 30 Tage vor Beginn der Marketingaktivitäten ausführliche Offenlegungsdokumente vorlegen.

Diese Dokumente müssen umfassende Angaben zum Profil des Emittenten, zur zugrunde liegenden Technologie, zu den damit verbundenen Risiken und klare Warnungen vor dem möglichen Wertverlust enthalten.

Mit dieser Maßnahme soll Transparenz gewährleistet und Investoren vor Fehlinformationen geschützt werden.

Die SEC führt außerdem Bestimmungen ein, um Cyberbedrohungen zu begegnen und das Vertrauen der Verbraucher zu stärken.

Dienstleister müssen sich an den nationalen Cybersicherheitsplan halten, regelmäßige Systemprüfungen durchführen und robuste Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) umsetzen.

Im Entwurf des Rahmens werden Insiderhandel und Marktmanipulation ausdrücklich bekämpft, um allen Teilnehmern gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten.

Öffentliche Konsultation als wichtiger Schritt hin zur Regulierung

Der öffentliche Aufruf der SEC nach Feedback unterstreicht ihr Engagement für einen kollaborativen Regulierungsprozess.

Stakeholder, darunter Branchenführer, Technologieexperten und Juristen, haben Zeit bis zum 18. Januar 2025, um ihre Kommentare zu den vorgeschlagenen Regeln einzureichen und sicherzustellen, dass eine breite Palette von Perspektiven berücksichtigt wird.

Diese Initiative spiegelt das umfassendere Ziel der philippinischen SEC wider, Innovation und Verbraucherschutz in Einklang zu bringen.

Die Vorschriften zielen zwar darauf ab, die mit dem Kryptowährungssektor verbundenen Risiken zu mindern, sie sollen die Philippinen aber auch zu einem führenden Land in der globalen Digitalwirtschaft machen.

Die Entwicklung eines umfassenden Rahmens für Krypto-Asset-Dienstleister unterstreicht den proaktiven Ansatz des Landes bei der Bewältigung der sich entwickelnden digitalen Finanzlandschaft.

Wenn die CASP-Regeln effektiv umgesetzt werden, könnten sie das Vertrauen der Anleger stärken, mehr Akteure auf den Markt locken und die Philippinen als Vorbild für die Krypto-Regulierung in Südostasien positionieren.