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HomeStreet Bank verkauft Kredite im Wert von 990 Millionen US-Dollar an BofA, um strategischen Gewinn zu erzielen

HomeStreet Bank verkauft Kredite im Wert von 990 Millionen US-Dollar an BofA, um strategischen Gewinn zu erzielen
Deepali Singh
27. Dez. 2024, 17:05 PM
  • HomeStreet Bank verkauft Multifamilienkredite im Wert von fast 990 Millionen US-Dollar an die Bank of America.
  • Mit dem Verkauf soll HomeStreet aus den jüngsten Verlusten erholen und die Finanzierungskosten senken.
  • BofA zahlt rund 906 Millionen Dollar, was angesichts der aktuellen Marktbedingungen einen leichten Abschlag darstellt.

HomeStreet Bank, ein in Seattle ansässiger Kreditgeber, unternimmt einen bedeutenden Schritt, um seine finanzielle Position zu stärken, indem er fast 990 Millionen US-Dollar seiner gewerblichen Mehrfamilienhauskredite an die Bank of America (BofA) verkauft.

Diese am Freitag angekündigte strategische Entscheidung zielt darauf ab, die Bank wieder in die Gewinnzone zu bringen und die Last teurer Finanzierungsquellen zu verringern.

Ein aus der Not geborener Deal

BofA hat sich bereit erklärt, das Kreditportfolio für etwa 906 Millionen US-Dollar zu erwerben, was einem leichten Abschlag von etwa 8 % auf den Nennwert der Kredite entspricht.

Laut HomeStreet ist dieser Rabatt „auf die aktuelle Zinslage und die Tatsache zurückzuführen, dass die verkauften Kredite hauptsächlich niedrig verzinst sind.“

Diese Transaktion stellt einen entscheidenden Schritt für HomeStreet dar, da das Unternehmen versucht, sich von vier aufeinanderfolgenden Quartalen mit bereinigten Verlusten zu erholen. Sie könnte auch die Bedenken lindern, die aufkamen, nachdem die Aufsichtsbehörden die geplante Fusion mit FirstSun Capital Bancorp blockiert hatten.

Die Nachricht ließ die Aktien des Instituts im frühen Handel um fast 6 % steigen.

„Der Abschluss dieser Vereinbarung … ist der erste Schritt zur Umsetzung eines neuen strategischen Plans, der zu Beginn des nächsten Jahres zu einer Rückkehr der Bank zur Profitabilität führen soll“, erklärte HomeStreet-CEO Mark Mason laut Reuters.

Der Erlös aus dem Verkauf wird strategisch zur Rückzahlung der Schulden verwendet, die bei der Federal Home Loan Bank aufgenommen wurden, und zur Reduzierung kostspieliger Vermittlungsdeposits.

Diese vermittelten Einlagen, die höhere Zinsen aufweisen als Kerneinlagen, haben die Ressourcen der Bank erheblich belastet.

Orientierung im gewerblichen Immobilienmarkt

Die Entscheidung, diese gewerblichen Mehrfamilienhauskredite abzugeben, unterstreicht die Herausforderungen, denen regionale Banken im aktuellen Wirtschaftsklima gegenüberstehen.

Diese Kredite, insbesondere die, die an Mehrfamilienhäuser mit mehr als vier Wohneinheiten gebunden sind, stehen unter Druck, da die höheren Zinssätze die Rückzahlungsfähigkeit der Kreditnehmer belasten.

Große Banken wie BofA mit ihren höheren Kapitalreserven, ausreichenden Einlagen und geringeren Kreditrisiken im gewerblichen Immobiliensektor sind jedoch besser in der Lage, solchen Marktschwankungen standzuhalten.

Darüber hinaus erwartet der Markt eine gewisse Entlastung, da die Federal Reserve voraussichtlich die Zinssätze senken wird, was den Druck auf diese Kredite verringern sollte.

Eine Transaktion am Horizont

Der Verkauf, der voraussichtlich vor Ende Dezember abgeschlossen sein wird, wird nicht zu einem vollständigen Abbruch der Beziehungen führen.

HomeStreet wird die Kredite weiterhin bedienen und trotz des Eigentümerwechsels die Verbindung zu diesen Vermögenswerten aufrechterhalten.

Dieser Schritt stellt für HomeStreet eine bedeutende strategische Wende dar, da das Unternehmen versuchen will, wieder auf die Beine zu kommen und eine nachhaltigere finanzielle Zukunft aufzubauen. Er könnte den Beginn einer Erholung markieren.