US-Hypothekenzinsen erreichen 6-Monats-Höchststand und bremsen die Nachfrage aus

US-Hypothekenzinsen erreichen 6-Monats-Höchststand und bremsen die Nachfrage aus
Deepali Singh
02. Jan. 2025, 14:54 PM
  • Die Hypothekenzinsen für 30-jährige Kredite stiegen auf 6,97 % und erreichten damit den höchsten Stand seit Anfang Juli.
  • Die Anträge auf Hauskäufe gingen um fast 7 % zurück, was auf eine deutliche Abkühlung des Käuferinteresses hindeutet.
  • Die Refinanzierungsaktivität erlebte einen starken Rückgang und sank um mehr als 23 % auf ein Einjahrestief.

Gegen Ende des Jahres kam es auf dem US-Immobilienmarkt zu einer erneuten Abkühlung, da die Hypothekenzinsen in der Weihnachtswoche auf ihr höchstes Niveau seit Anfang Juli stiegen.

Dieser Anstieg der Kreditkosten hat die Nachfrage erheblich geschwächt, sodass die Anträge auf Hauskäufe in den Keller gingen und der Refinanzierungsmarkt beinahe zusammenbrach.

Ein starker Anstieg der Kreditkosten

Daten, die die Mortgage Bankers Association (MBA) am Donnerstag veröffentlichte, zeigten, dass der Vertragszinssatz für eine 30-jährige Hypothek in der Woche bis zum 27. Dezember um beachtliche 8 Basispunkte auf 6,97 % gestiegen ist.

Dies folgte auf einen starken Anstieg der Hypothekenzinsen um 14 Basispunkte in der Vorwoche und stellt eine erhebliche Steigerung der Kosten für die Wohnungsfinanzierung dar.

Der rasante Anstieg der Zinssätze ist auf den Anstieg der Staatsanleiherenditen zurückzuführen, der selbst eine Folge der Prognose der Federal Reserve ist, dass die Zinssenkungen im Jahr 2025 langsamer ausfallen werden, was auf die anhaltende Inflation zurückzuführen ist.

Laut Mortgage News Daily, das häufiger über die Finanzierung von Eigenheimen berichtet, lag der 30-jährige Festzins bereits am Dienstag dieser Woche bei 7,07 %.

Die Nachfrage bricht ein

Die Auswirkungen dieser steigenden Preise waren sofort spürbar.

Der Index der MBA, der die Anträge auf Hauskäufe verfolgt, ist um fast 7 % eingebrochen und hat seinen tiefsten Stand seit Mitte November erreicht.

Gleichzeitig verzeichnete der Refinanzierungsindex einen noch dramatischeren Rückgang und fiel um mehr als 23 % auf ein Einjahrestief.

Obwohl diese Zahlen saisonbereinigt sind, unterstreicht die Volatilität rund um die Feiertage die Fragilität des Marktes angesichts dieser Kostensteigerungen.

Ein Silberstreif am Horizont inmitten der Dunkelheit?

Trotz der jüngsten Zinserhöhungen scheint es bei einigen Käufern eine gewisse Akzeptanz für höhere Zinsen zu geben, was möglicherweise auf eine Veränderung der Marktpsychologie hindeutet.

Daten der National Association of Realtors, die separat veröffentlicht wurden, zeigten, dass im November, als die Zinsen im Durchschnitt bei 6,8 % lagen, die Vertragsunterzeichnungen für den Kauf von bereits bewohnten Häusern den höchsten Stand seit Februar 2023 erreichten.

Dies deutet auf eine mögliche Widerstandsfähigkeit gegenüber schwankenden Zinssätzen hin.

Die zugrunde liegenden Daten: Ein Blick auf die Zahlen

Die MBA-Umfrage, die seit 1990 auf dem Markt ist, bezieht ihre Daten aus Antworten einer vielfältigen Gruppe von Hypothekengebern, darunter Hypothekenbanken, Geschäftsbanken und Sparkassen.

Die Umfrage ist ein umfassender Indikator für Markttrends und deckt über 75 % aller Wohnbaukredite im Einzelhandel in den USA ab. Sie ist daher ein zuverlässiger Maßstab für den aktuellen Zustand des Immobilienmarktes.