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Deflationsängste wachsen, da die Inflation in China im Dezember nahe Null liegt

Deflationsängste wachsen, da die Inflation in China im Dezember nahe Null liegt
Utkarsh Roshan
09. Jan. 2025, 04:04 AM
  • Der chinesische Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Dezember gegenüber dem Vorjahr nur um 0,1 %.
  • Die nahezu nullprozentige Verbraucherinflation spiegelt Chinas anhaltenden Kampf mit der gedämpften Binnennachfrage wider.
  • Die Regierung von Präsident Xi Jinping hat die Steigerung der Binnennachfrage als oberste Priorität für das Jahr 2025 ausgemacht.

Die chinesischen Inflationsdaten für Dezember haben neue Bedenken hinsichtlich deflationärer Tendenzen geweckt und unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen, denen die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt gegenübersteht, da sie mit einer schwachen Binnennachfrage zu kämpfen hat.

Chinas Verbraucherpreise sinken leicht

Der chinesische Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Dezember gegenüber dem Vorjahr nur um 0,1 Prozent, wie Daten des Nationalen Statistikamtes (NBS) zeigen.

Der Wert entsprach den Konsensschätzungen, wies jedoch eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 0,2 % im November auf.

Der Kern-CPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Jahresvergleich um 0,4 % und verbesserte sich damit leicht gegenüber dem Anstieg von 0,3 % im Vormonat.

Im Monatsvergleich blieb der CPI unverändert, verglichen mit einem Rückgang von 0,6 % im November.

Lebensmittelpreise belasten die Inflation

Die Lebensmittelpreise fielen im Monatsvergleich um 0,6 % aufgrund günstiger Wetterbedingungen.

Zu den bemerkenswerten Rückgängen gehörten ein Preisverfall von 2,4 % bei frischem Gemüse und ein Preisrückgang von 1 % bei frischem Obst.

Die Schweinefleischpreise, ein wichtiger Bestandteil des chinesischen Verbraucherpreisindex, fielen im Monatsvergleich um 2,1 %, blieben aber im Jahresvergleich mit einem Anstieg von 12,5 % hoch.

Großhandelspreise fallen weiter

Die Erzeugerpreisinflation (PPI) sank im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 2,3 % und verzeichnete damit den 27. Rückgang in Folge.

Die Zahl lag leicht über den Erwartungen von Reuters, die einen Rückgang um 2,4 % prognostiziert hatten.

Auf Monatsbasis sank der PPI um 0,1 % und machte damit einen Anstieg von 0,1 % im November wieder wett.

Laut NBS führten die Aussetzungen von Infrastruktur- und Immobilienprojekten in der Nebensaison zu einem Rückgang der Nachfrage nach Stahl und anderen Materialien, was zum Rückgang beitrug.

Was steckt hinter den Deflationsängsten in China?

Die nahezu nullprozentige Verbraucherinflation spiegelt Chinas anhaltenden Kampf mit der gedämpften Binnennachfrage wider und weckt Befürchtungen vor einer deflationären Spirale.

Trotz der verschiedenen Konjunkturmaßnahmen, die Peking seit September ergriffen hat – wie Zinssenkungen, Unterstützung der Aktien- und Immobilienmärkte und erhöhte Bankkredite – hat sich der Konsum noch nicht wesentlich verbessert.

Anfang dieser Woche führte China ein Verbraucher-Umtauschprogramm ein, das den Austausch von Geräten fördern und Subventionen gewähren soll, um den Konsum weiter anzukurbeln.

Chinas wirtschaftliche Erholung

Einige Wirtschaftsindikatoren deuten auf ein Erholungspotenzial hin.

Die Fabriktätigkeit hat drei Monate in Folge zugenommen, im Dezember jedoch mit langsamerem Tempo.

Die Regierung von Präsident Xi Jinping hat die Steigerung der Binnennachfrage als oberste Priorität für das Jahr 2025 ausgemacht. Dies ist erst das zweite Mal in über einem Jahrzehnt, dass dieses Thema Vorrang hat.

Die Behörden haben sich verpflichtet, mehr öffentliche Kredite und Staatsausgaben sowie zusätzliche geldpolitische Lockerungen einzusetzen, um das Wachstum anzukurbeln.

Der Onshore-Yuan Chinas erreichte am Mittwoch mit 7,3316 gegenüber dem US-Dollar ein 16-Monatstief. Dies wurde durch die steigenden US-Staatsanleiherenditen und den starken Dollar verursacht.

Die Schwäche der Währung unterstreicht die umfassenderen Herausforderungen, denen die chinesische Wirtschaft gegenübersteht, während sie versucht, die Deflation zu bekämpfen und das Wachstum wieder anzukurbeln.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um festzustellen, ob die politischen Maßnahmen Pekings die deflationären Tendenzen wirksam bekämpfen und die Binnennachfrage ankurbeln können.