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Neue Regeln für die Besteuerung von Kryptowährungen: Was die Änderungen der Einhaltungspflichten im Jahr 2025 für Ihr Portemonnaie bedeuten

Neue Regeln für die Besteuerung von Kryptowährungen: Was die Änderungen der Einhaltungspflichten im Jahr 2025 für Ihr Portemonnaie bedeuten
Vatsala Gaur
16. Jan. 2025, 21:22 PM
  • Ab 2025 werden Krypto-Transaktionen auf Verwahrungsplattformen über das neue Formular 1099-DA an das IRS gemeldet.
  • Die Berichterstattung für dezentrale Börsen beginnt 2027 und umfasst die Bruttoerlöse, nicht jedoch die Anschaffungskosten.
  • Bitcoin-ETFs unterliegen Berichtspflichten, einschließlich der Gewinne aus der Fondsaktivität.

Mit dem Beginn der Steuererklärungssaison bereiten sich Millionen von Amerikanern auf die Erstellung ihrer Steuererklärungen für das Jahr 2024 vor. Für diejenigen, die mit Kryptowährungstransaktionen zu tun haben, steht jedoch eine bedeutende Veränderung bevor.

Ab 2025 werden neue Berichtspflichten für Dritte dazu führen, dass zentralisierte Krypto-Plattformen wie Coinbase und Gemini die Transaktionen ihrer Nutzer direkt an das IRS (Internal Revenue Services) melden müssen.

Dieser wegweisende Schritt soll die Steuerkonformität und Transparenz auf dem boomenden Markt für digitale Vermögenswerte verbessern.

Zentralisierte Plattformen unter dem Mikroskop

Die IRS hat angekündigt, dass ab dem Steuerjahr 2025 Verwahrungsplattformen, die mit Kryptowährungen handeln, verpflichtet sein werden, Transaktionsdaten auf einem neuen Steuerformular, dem 1099-DA, bereitzustellen.

Dieses Formular, das Anfang 2026 sowohl an die Steuerzahler als auch an das IRS gesendet wird, wird detaillierte Aufzeichnungen über Käufe und Verkäufe enthalten, die auf diesen Plattformen getätigt wurden.

Laut IRS sind unter die Verpflichteten Trading Plattformen, Anbieter gehosteter Wallets und bestimmte Zahlungsabwickler, die mit digitalen Vermögenswerten umgehen, zu zählen.

Obwohl Makler erst ab 2026 verpflichtet sind, den Anschaffungspreis – den ursprünglichen Kaufpreis eines digitalen Vermögenswertes, der zur Berechnung steuerpflichtiger Gewinne verwendet wird – anzugeben, werden sie ab 2025 die Bruttoerlöse aus Transaktionen dokumentieren.

Die IRS hat betont, dass die neuen Regeln keine zusätzlichen Steuern einführen, sondern darauf abzielen, dass die Steuerzahler ihren bestehenden Verpflichtungen nachkommen.

Wenn Sie die 1099-DA-Informationen nicht in Ihre Steuererklärungen für 2025 aufnehmen, kann dies zu Unstimmigkeiten führen, da das IRS die Daten bereits in seinen Unterlagen hat.

Dezentrale Börsen: ein verzögerter Zeitplan

Für Krypto-Investoren, die dezentrale Plattformen wie Uniswap oder Sushiswap bevorzugen, ist der Zeitplan für die Einhaltung der Vorschriften weniger unmittelbar.

Diese Plattformen, die Wallet-zu-Wallet-Transaktionen ermöglichen, ohne das Vermögen zu verwahren, unterliegen bis 2027 nicht den Berichtspflichten gegenüber Dritten.

Wenn diese Regeln in Kraft treten, werden dezentrale Plattformen nur die Bruttoerlöse aus Transaktionen melden.

Im Gegensatz zu zentralisierten Börsen werden sie keine Informationen zur Kostenbasis bereitstellen, da sie die digitalen Vermögenswerte der Benutzer weder verwalten noch speichern.

In einem CNN-Bericht betont Jessalyn Dean, Vizepräsidentin für Steuerinformationen bei Ledgible, einem Unternehmen für Krypto-Steuersoftware, die Bedeutung der persönlichen Aufzeichnungspflicht für Benutzer dezentraler Plattformen.

Ohne umfassende Berichte dieser Börsen müssen die Steuerzahler eine größere Verantwortung für die genaue Berechnung ihrer steuerpflichtigen Gewinne und Verluste übernehmen.

Bitcoin-ETFs und steuerpflichtige Ereignisse

Der Anstieg der Spot-Bitcoin-Börsenfonds (ETFs) hat die Steuererklärungen für Kryptowährungen um eine weitere Komplikationsebene erweitert.

Anleger dieser Fonds sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie ebenfalls 1099-B- oder 1099-DA-Formulare von ETF-Anbietern erhalten.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Aktien können Bitcoin-ETFs auch ohne direkte Verkäufe durch Anleger steuerpflichtige Ereignisse auslösen.

Dies liegt daran, dass ETF-Manager häufig Teile ihrer Bestände verkaufen, um die Kosten zu decken, wodurch Gewinne oder Verluste entstehen, die an die Aktionäre weitergegeben werden.

„Bei einem Verkauf im Rahmen des Fonds gibt es einen Gewinn oder Verlust, und die Anleger müssen ihren Anteil daran berechnen“, erklärte Dean.

Dean rät Bitcoin-ETF-Investoren, sich an Steuerfachleute zu wenden, um sicherzustellen, dass diese nuancierten Regeln eingehalten werden.

Die Einführung des Formulars 1099-DA ist Teil einer umfassenderen Initiative des IRS und des US-Finanzministeriums zur Vereinfachung der Steuerkonformität im Bereich digitaler Vermögenswerte.

Kell Canty, CEO von Ledgible, erklärt, dass es sich bei diesen Berichtsanforderungen nicht um eine neue Steuer handelt, sondern um einen Mechanismus zur Reduzierung unbeabsichtigter Fehler und zur Verbesserung der Transparenz.

Das US-Finanzministerium hat diese Haltung geteilt und erklärt, dass die Änderungen darauf abzielen, die Steuerzahler an ihre Pflichten zu erinnern und den Einreichungsprozess zu vereinfachen.

Durch die Gewährleistung einer höheren Anzahl gemeldeter Transaktionen hofft die Regierung, Lücken bei der Einhaltung der Vorschriften zu schließen und die administrative Belastung der Steuerzahler zu verringern.