Trotz stabiler Prognose droht Russland wegen des warmen Wetters ein Rückgang der Weizenproduktion im Jahr 2025

Trotz stabiler Prognose droht Russland wegen des warmen Wetters ein Rückgang der Weizenproduktion im Jahr 2025
Sayantan Sarkar
22. Jan. 2025, 17:13 PM
  • Die Weizenproduktionsprognose Russlands für das Jahr 2025 bleibt unverändert bei 78,7 Millionen Tonnen, sagt SovEcon.
  • Das warme Wetter hat die Schneedecke verringert, sodass die Weizenpflanzen anfällig für Frostschäden und Wintertötungen sind.
  • Die Bildung einer Eiskruste und schlechte Erntebedingungen zu Beginn des Winters stellen eine zusätzliche Bedrohung für die Weizenernte dar.

Die Weizenproduktion in Russland wird für das Jahr 2025 auf 78,7 Millionen Tonnen geschätzt.

Diese Prognose, die gegenüber der vorherigen Prognose von SovEcon unverändert bleibt, stellt eine Abnahme gegenüber den im letzten Jahr produzierten 82,4 Millionen Tonnen dar.

Temperaturanstieg birgt Risiken

Das derzeit in Russland herrschende unseasonable warme Wetter hat die Weizenernte noch nicht wesentlich beeinträchtigt, doch besteht weiterhin ein erhöhtes Risiko für potenzielle Schäden.

Die hohen Temperaturen könnten dazu führen, dass der Weizen zu schnell wächst und bei einer Rückkehr kälterer Temperaturen anfälliger für Frostschäden wird.

Darüber hinaus könnte das wärmere Wetter zu einem Anstieg von Schädlingen und Krankheiten führen, die die Ernte weiter schädigen könnten.

Obwohl die aktuelle Situation noch nicht kritisch ist, ist es wichtig, die Lage genau zu überwachen und bei Bedarf Maßnahmen zu ergreifen, um die Weizenernte zu schützen.

Auswirkungen auf die Schneedecke

Das ungewöhnlich warme Wetter in Russland hat erhebliche Auswirkungen auf die Schneeschmelze, die sich Ende letzten Jahres angesammelt hatte.

In den zentralen Regionen Russlands hat das warme Wetter dazu geführt, dass die Schneedecke erheblich dünner geworden ist.

In den südlichen Regionen des Landes ist der Schnee hingegen aufgrund der höheren Temperaturen vollständig verschwunden.

Im Gegensatz zu diesen Regionen hat die Wolga-Region trotz des unseasonably warmen Wetters eine relativ hohe Schneedecke beibehalten.

Der ungewöhnliche Anstieg der Bodentemperaturen in den Regionen Mitte und Süden hat zu einer vorzeitigen Vegetation bei Winterkulturen geführt.

Diese Anomalie stellt eine ernsthafte Bedrohung für das Überleben der Pflanzen dar.

Sollten während dieser unsaisonalen Vegetationsperiode Fröste auftreten oder nicht genügend Schnee vorhanden sein, um die Ernten zu isolieren, könnten diese erfrieren und es könnte zu erheblichen Ernteausfällen kommen, so SovEcon.

Der Mangel an Schneedecke ist besonders besorgniserregend, da die Ernten dadurch den harten Winterbedingungen und extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.

Risiken durch die Bildung von Kruste

Andrey Sizov, Geschäftsführer von SovEcon, sagte:

Die Bildung von Eisrinnen im Zentrum stellt ein erhebliches Risiko für die landwirtschaftliche Produktivität dar.

Dieses Phänomen tritt auf, wenn geschmolzenen Schnee wieder gefriert und sich eine harte Eisschicht über dem Boden bildet.

Diese Eiskruste kann schädliche Auswirkungen auf Winterkulturen haben, ihr Wachstum und ihre Entwicklung behindern und letztendlich zu erheblichen Ertragsverlusten führen.

In den letzten Jahren haben sich die Schwere und Häufigkeit der Eisbildung erhöht, was zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Landwirte in der betroffenen Region geführt hat.

Das sich verändernde Klima mit seinen unregelmäßigen Wettermustern und schwankenden Temperaturen ist wahrscheinlich ein beitragender Faktor für dieses eskalierende Problem.

Mit den steigenden und fallenden Temperaturen schmilzt und gefriert die Schneedecke immer wieder, was die Wahrscheinlichkeit der Bildung einer Eiskruste erhöht.

In dieser Ausgabe wird auf die dringende Notwendigkeit von Anpassungsstrategien in der Landwirtschaft hingewiesen, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die Ernährungssicherheit zu schützen.

Pflanzen in schlechtem Zustand

Schätzungen von SovEcon, die auf Daten von Roshydromet (RHM) basieren, zeigen, dass etwa 37 % der Ernten bis November in schlechtem Zustand waren.

Dies ist der höchste Prozentsatz, der in den letzten 20 Jahren verzeichnet wurde, und zeigt, dass die Pflanzen in den Winter deutlich schlechter gestartet sind als üblich.

Sizow fügte hinzu: