Toyota verkauft 2024 10,8 Millionen Fahrzeuge und behält die Krone der weltweiten Verkäufe zum fünften Mal in Folge

Toyota verkauft 2024 10,8 Millionen Fahrzeuge und behält die Krone der weltweiten Verkäufe zum fünften Mal in Folge
Diya Poddar
30. Jan. 2025, 09:09 AM
  • Hybridmodelle machten 40,8 % der Verkäufe von Fahrzeugen der Toyota-Muttergesellschaft aus.
  • Die EV-Verkäufe von Toyota blieben niedrig und machten nur 1,4 % des Gesamtumsatzes aus.
  • Der Gesamtumsatz der Toyota-Gruppe sank um 3,7 %, was auf Governance-Probleme in Japan und Preisdruck in China zurückzuführen ist.

Toyota Motor sicherte sich 2024 zum fünften Mal in Folge die Position des weltweit größten Autoherstellers und verkaufte weltweit 10,8 Millionen Fahrzeuge.

Trotz der Beibehaltung der Führung gegenüber Konkurrenten wie der Volkswagen-Gruppe gingen die Gesamtverkäufe des Toyota-Konzerns jedoch um 3,7 % zurück, was auf Governance-Probleme in Japan und Preisdruck in China zurückzuführen ist.

Der Rückgang war in Japan besonders stark, wo Toyota wegen Zertifizierungsunregelmäßigkeiten bei seinen Tochtergesellschaften, darunter Daihatsu, unter die Lupe genommen wurde.

In China – dem weltweit größten Automarkt – kämpfte Toyota derweil gegen die aggressive Preispolitik einheimischer Hersteller von Elektrofahrzeugen (EV).

Der Hybrid-Bereich des Unternehmens blieb ein Lichtblick, da Hybridmodelle 40,8 % der Verkäufe des Mutterkonzerns ausmachten.

Toyotas Hauptkonkurrent Volkswagen meldete für 2024 einen Rückgang der Verkäufe um 2,3 % mit weltweiten Auslieferungen von etwas mehr als 9 Millionen Einheiten.

Während Volkswagen in Europa Kostensenkungsmaßnahmen vorantreibt und seine Elektrofahrzeugstrategie intensiviert, sieht sich das Unternehmen in wichtigen Märkten, insbesondere in China, weiterhin Gegenwind ausgesetzt.

Quelle: Reuters

Toyota begegnet den Folgen des Zertifizierungsskandals in Japan

Die Verkäufe von Fahrzeugen von Toyota an Privatkunden, einschließlich der Marken Toyota und Lexus, gingen 2024 um 1,4 % auf 10,2 Millionen Einheiten zurück.

Der Rückgang war vor allem auf den Testskandal bei Daihatsu zurückzuführen, der die Aussetzung der Produktion mehrerer Modelle zur Folge hatte.

Die Kontroverse zwang Toyota, seine Kontrollmaßnahmen zu verschärfen, doch sie beeinträchtigte auch das Vertrauen der Verbraucher in die Marke.

Besonders betroffen ist Daihatsu, die Kleinwagensparte von Toyota, die nach dem Eingeständnis, Sicherheitsdaten manipuliert zu haben, einen starken Absatzrückgang verzeichnet.

Toyota hat sich verpflichtet, sein Compliance-Rahmenwerk zu überarbeiten, doch die Entwicklung seiner Inlandsverkäufe bleibt ungewiss.

Auch die Lkw-Tochtergesellschaft von Toyota, Hino Motors, verzeichnete einen Rückgang der Verkäufe, was zur allgemeinen Rezession in Japan beitrug.

Der Kampf des Autoherstellers um die Wiederherstellung seines Rufes im Inland könnte langfristige Herausforderungen mit sich bringen, insbesondere da sich der japanische Markt in Richtung Elektrifizierung und strengerer Regulierung bewegt.

Der Erfolg der Hybridfahrzeuge stärkt Toyota inmitten des chinesischen EV-Preiskriegs

Während Toyota insgesamt einen Rückgang der Verkäufe verzeichnete, trieb die Hybrid-Reihe das Wachstum voran, insbesondere auf den Auslandsmärkten.

Hybridmodelle machten 2024 mit 40,8 % einen Rekordanteil an den reinen Konzernverkäufen von Toyota aus und spiegelten die starke Nachfrage in Regionen wie den USA und Europa wider.

Der US-Markt hat die Hybridangebote von Toyota besonders gut angenommen, da die Verbraucher nach alternativen Kraftstoffen mit geringem Verbrauch suchen, ohne vollständig auf batteriebetriebene Elektrofahrzeuge (BEVs) umzusteigen.

Dieser Trend hat Toyota geholfen, Verluste in China auszugleichen, wo die Verkäufe aufgrund der intensiven Preiskonkurrenz durch einheimische EV-Marken wie BYD um 6,9 % zurückgingen.

Trotz Chinas aggressiver Elektrifizierungsbemühungen machen die EV-Verkäufe von Toyota nur einen kleinen Teil des Gesamtumsatzes aus, wobei batteriebetriebene Elektrofahrzeuge nur 1,4 % ausmachen.

Das Unternehmen hat bei der Ausweitung seiner Elektrofahrzeugstrategie langsamer vorgegangen als einige Konkurrenten und sich stattdessen auf Hybridmodelle als Übergangslösung konzentriert.

Da der chinesische Markt zunehmend vollelektrische Fahrzeuge bevorzugt, könnte Toyota unter wachsendem Druck stehen, seine BEV-Produktion zu beschleunigen.