Update zum Flugzeugabsturz in DC: Alle 67 Passagiere gelten als tot, 28 Leichen gefunden

Update zum Flugzeugabsturz in DC: Alle 67 Passagiere gelten als tot, 28 Leichen gefunden
Vatsala Gaur
30. Jan. 2025, 15:43 PM
  • Es wird angenommen, dass alle 67 Personen an Bord des Passagierflugzeugs von American Airlines und des Helikopters der US-Armee ums Leben gekommen sind.
  • Die Rettungsaktionen haben sich zu Bergungseinsätzen entwickelt, bei denen bisher 28 Leichen geborgen wurden.
  • Der Absturz ist die tödlichste US-Luftkatastrophe seit 2009 und das NTSB leitet die Ermittlungen.

Alle 67 Menschen an Bord des Passagierflugzeugs von American Airlines sowie des US-Militärhubschraubers, die am Mittwoch in der Luft kollidiert waren, gelten nach Angaben von Beamten vom Donnerstag als tot. Rettungskräfte haben bereits 28 Leichen geborgen.

Gestern Abend kollidierte ein Regionaljet der American Airlines, Flug 5342 der American Eagle, in der Luft mit einem Blackhawk-Militärhubschrauber in der Nähe von Washington, D.C. Dabei handelte es sich möglicherweise um eine der tödlichsten Luftkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Der Chef der Feuerwehr und des Rettungsdienstes von Washington, John Donnelly, bestätigte bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen, dass keine Überlebenden gefunden worden seien und sich die Einsatzkräfte nun darauf konzentrierten, Leichen und Trümmer aus dem Fluss zu bergen.

„Wir befinden uns jetzt in einem Stadium, in dem wir von einer Rettungsaktion zu einer Bergungsoperation übergehen. Wir gehen davon aus, dass es keine Überlebenden dieses Unfalls gibt“, sagte er auf der Konferenz.

Bis Donnerstagmorgen seien 28 Leichen aus dem Potomac River geborgen worden, sagte Donnelly. Die nächste Phase der Operation werde vom National Transportation Safety Board (NTSB) geleitet.

Details zum Unfall

Der Unfall ereignete sich am Mittwochabend, als ein Regionalflugzeug der American Airlines, Flug 5342 der American Eagle, in der Luft mit einem Black-Hawk-Helikopter der US-Armee kollidierte.

Die Kollision ereignete sich nur wenige Kilometer vom Weißen Haus entfernt und führte dazu, dass beide Flugzeuge in den Potomac River stürzten.

Laut American Airlines befanden sich an Bord des Fluges 5342, einem Bombardier CRJ700, 60 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.

Der Flug war von Wichita gestartet und wurde von PSA Airlines, einer Tochtergesellschaft von American Airlines, durchgeführt.

Bilder von der Unglücksstelle zeigten Teile des Flugzeugs, darunter einen Flügel und einen Teil des Rumpfes, die aus dem Fluss ragten.

Bei dem Absturz kamen auch drei US-Armeeangehörige ums Leben, die sich an Bord des Black Hawk-Helikopters befanden.

Verteidigungsminister Pete Hegseth gab in den sozialen Medien bekannt, dass das Verteidigungsministerium und die Armee eine gründliche Untersuchung des Vorfalls durchführen würden.

Der CEO von American Airlines und Sean Duffy äußern sich zum Absturz

Die Ursache der Kollision ist noch unklar, aber der CEO von American Airlines, Robert Isom, vermutete, dass der Armeehubschrauber schuld sein könnte.

„Wir wissen derzeit nicht, warum das Militärflugzeug in den Weg des PSA-Flugzeugs geraten ist“, sagte Isom am Donnerstagmorgen in einer Erklärung.

Isom sagte außerdem, dass der Pilot der Maschine erfahren war.

Verkehrsminister Sean Duffy, der erst einen Tag vor dem Absturz vereidigt worden war, erklärte hingegen, dass beide Flugzeuge zum Zeitpunkt der Kollision einem „Standardflugmuster“ gefolgt seien.

Duffy sagte außerdem, es habe keinen Kommunikationsausfall zwischen den beiden Flugzeugen und dem Kontrollturm gegeben.

Nach Angaben der New York Times wiesen erste Informationen darauf hin, dass es in den Momenten vor dem Absturz nichts Ungewöhnliches gegeben habe.

Das Weiße Haus reagiert, als Trump die Schuld zuweist

Die Tragödie stellt eine frühe Herausforderung für die neue Trump-Regierung dar, die nun mit ihrer ersten großen Luftfahrtkatastrophe konfrontiert ist.

Der Unfall ereignete sich in der ersten Woche von Verteidigungsminister Pete Hegseth im Amt und betrifft neben Duffy auch andere Personen.

Heimatschutzministerin Kristi Noem sagte, dass die Küstenwache für Such- und Bergungsarbeiten eingesetzt worden sei.

Präsident Trump reagierte auf das Unglück auf der Social-Media-Plattform Truth Social und bezeichnete es als „eine schlechte Situation, die hätte verhindert werden sollen“.

Später erklärte er, er sei „vollständig über den Absturz informiert“ worden, gab jedoch keine Einzelheiten darüber bekannt, was seiner Meinung nach schiefgelaufen war.

Schlimmste US-Flugkatastrophe seit 2009

Der Absturz am Mittwochabend ist der tödlichste Flugzeugunglück mit einem Verkehrsflugzeug in den USA seit 2009, als der Flug 3407 der Colgan Air in ein Haus außerhalb von Buffalo, New York, stürzte.

Bei dem Absturz kamen alle 49 Menschen an Bord sowie eine Person in dem Haus ums Leben.

Die NTSB wird in den kommenden Tagen voraussichtlich vorläufige Ergebnisse veröffentlichen, während die Ermittler versuchen herauszufinden, was zu der Kollision geführt hat.