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New Yorker Richter stellt die Rückgabe der wiedergewonnenen Gelder an Bitfinex in Frage – und das ist der Grund dafür

New Yorker Richter stellt die Rückgabe der wiedergewonnenen Gelder an Bitfinex in Frage – und das ist der Grund dafür
Charles Thuo
31. Jan. 2025, 22:16 PM
  • Richterin Kollar-Kotelly hob die rechtlichen Probleme hervor, die mit dem Vorschlag der US-Regierung zur Rückgabe der Vermögenswerte verbunden sind.
  • Dies hat Befürchtungen geweckt, dass die von den Hackern erbeuteten BTC nicht an die Börse zurückgegeben werden.
  • Das rechtliche Ergebnis könnte einen Präzedenzfall für die Rückzahlung von Kryptowährungen schaffen.

Richterin Colleen Kollar-Kotelly vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York hat die Rechtmäßigkeit der Rückgabe der beschlagnahmten Kryptowährungen an Bitfinex, wie von der US-Regierung vorgeschlagen, in Frage gestellt.

Diese gerichtliche Prüfung erfolgt im Rahmen der laufenden Strafverfahren gegen Ilya Lichtenstein und Heather Morgan, die in den Bitfinex-Hack von 2016 und die anschließende Geldwäsche verwickelt waren.

Bedenken der Justiz hinsichtlich der Einziehung

Richterin Kollar-Kotelly hat auf mögliche rechtliche Probleme hingewiesen, die sich aus dem Vorschlag der US-Regierung ergeben, die beschlagnahmten Vermögenswerte an Bitfinex zurückzugeben.

In einer am 28. Januar erlassenen Gerichtsanordnung hat der Richter die Staatsanwaltschaft aufgefordert, bis zum 4. Februar 2025 zu klären, ob die Rückleitung dieser Gelder an Bitfinex die Beschlagnahmeanordnung gegen Lichtenstein und Morgan unangemessen mindern würde.

Die Untersuchung des Richters geht auf einen Präzedenzfall zurück, in dem ähnliche Handlungen von anderen Gerichten als „unangemessen“ eingestuft wurden, was auf ein komplexes Zusammenspiel zwischen Wiedergutmachung und rechtlicher Strafe bei Kryptowährungsdelikten hindeutet.

Der Bitfinex-Hack 2016 und seine Folgen

Der Fall geht auf den August 2016 zurück, als es Hackern gelang, ungefähr 119.754 Bitcoins von Bitfinex zu stehlen, was zu dieser Zeit einen der größten digitalen Raubüberfälle darstellte.

Die gestohlenen Kryptowährungen, darunter Bitcoin und seine Abspaltungen wie Bitcoin Cash, Bitcoin Satoshi Vision und Bitcoin Gold, wurden schließlich auf Lichtenstein und Morgan zurückgeführt.

Im Jahr 2022 wurde das Paar festgenommen und es wurden unter anderem 94.643 Bitcoins beschlagnahmt.

Sowohl Lichtenstein als auch Morgan haben sich inzwischen ihrer Verbrechen schuldig bekannt. Lichtenstein wurde zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt, Morgan zu 18 Monaten.

Interessanterweise ist Morgan nach dem Urteil weiterhin in den sozialen Medien aktiv und bezeichnet sich auf Plattformen wie Cameo, wo sie ihre kreativen Projekte bewirbt, sogar als „Lieblingsschurke der Kryptowelt“.

Opferentschädigung in Frage gestellt

Obwohl der Bitfinex-Hack zahlreiche Opfer betraf, geht aus einer Gerichtsakte vom Oktober 2024 hervor, dass Bitfinex möglicherweise die einzige juristisch berechtigte Stelle ist, die Anspruch auf die wiederhergestellten Gelder hat.

Diese Haltung war Teil einer Aufforderung der US-Regierung an die Opfer, bis November Auswirkungensschätzungen einzureichen, um den Wiedergutmachungsprozess zu unterstützen.

Die jüngsten Bedenken des Richters könnten jedoch die Art und Weise beeinflussen, wie diese Gelder letztendlich verteilt werden, oder ob sie überhaupt an Bitfinex zurückgegeben werden sollten.

Angesichts des nahenden Zeitpunkts für die Antwort der Regierung beobachten die Krypto-Community und Rechtsbeobachter gespannt, wie dieser komplizierte Tanz zwischen Strafverfolgungsbehörden, gerichtlicher Auslegung und den Rechten der Opfer sich entwickeln wird und möglicherweise die Landschaft der Kryptowährungsregulierung und der Verbrechenswiedergutmachung neu gestalten wird.

Das Ergebnis wird wahrscheinlich Einfluss darauf haben, wie ähnliche Fälle behandelt werden, insbesondere bei der Abwägung der Rechte der unmittelbaren Opfer gegenüber den Strafmaßnahmen der Einziehung.

Es wirft auch Fragen über die Natur digitaler Vermögenswerte in rechtlichen Kontexten auf und könnte Präzedenzfälle für künftige Streitigkeiten über digitale Vermögenswerte schaffen.