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Paul Grewal von Coinbase muss vor dem Kongress erscheinen: Ist „Operation Chokepoint 2.0“ eine Bedrohung?

Paul Grewal von Coinbase muss vor dem Kongress erscheinen: Ist „Operation Chokepoint 2.0“ eine Bedrohung?
Diya Poddar
04. Feb. 2025, 13:03 PM
  • Paul Grewal wird am 6. Februar vor dem Kongress über die Beschränkungen des Krypto-Bankings aussagen.
  • Die Behauptungen von Marc Andreessen haben die Bedenken über regulatorische Maßnahmen gegen Kryptowährungen wieder angefacht.
  • Hausausschuss für Aufsicht untersucht mögliche staatliche Finanz-Blacklist.

Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, wird diese Woche vor dem US-Kongress aussagen, da die Abgeordneten Vorwürfe untersuchen, wonach Finanzaufsichtsbehörden den Kryptowährungsfirmen systematisch den Zugang zu Bankdienstleistungen verwehrt haben.

Bei der Anhörung mit dem Titel „Operation Choke Point 2.0: Die Bemühungen der Biden-Regierung, Krypto im Visier zu haben“ soll untersucht werden, ob Bundesbehörden, darunter die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), Banken unter Druck gesetzt haben, sich von Geschäften mit digitalen Vermögenswerten zu distanzieren.

Die Anhörung folgt auf zunehmende Bedenken der Kryptoindustrie, die behauptet, dass Regulierungsbehörden den Zugang zu Bankdienstleistungen bewusst einschränken wollten.

Da Finanzinstitute die Beziehungen zu großen Krypto-Plattformen abbrechen, behaupten einige Akteure der Branche, dass Regierungsbehörden eine verdeckte Razzia gegen digitale Vermögenswerte orchestriert hätten.

Paul Grewal wird vor dem Unterausschuss für Aufsicht und Untersuchungen des Ausschusses für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses zusammen mit Führungskräften von MARA Holdings, WSPN und Anchorage Digital erscheinen.

Das Ergebnis dieser Anhörung könnte den regulatorischen Ansatz gegenüber Krypto-Banking in den USA beeinflussen und darüber entscheiden, ob strengere Richtlinien oder eine größere finanzielle Inklusion die Zukunft der Branche bestimmen werden.

War Krypto im Visier? Es gibt Beweise

Die Bedenken hinsichtlich der angeblichen finanziellen Sperrung von Kryptofirmen tauchten im vergangenen November wieder auf, als der Risikokapitalgeber Marc Andreessen behauptete, dass während der Präsidentschaft von Joe Biden die Bankkonten von über 30 Technologieunternehmern, darunter auch Kryptounternehmern, plötzlich gesperrt worden seien.

Seine Kommentare im Podcast von Joe Rogan haben die Befürchtungen wieder angefacht, dass Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte ohne ordnungsgemäßes Verfahren an den Rand gedrängt werden.

Neu erhaltene Dokumente legen nahe, dass die FDIC Banken möglicherweise geraten hat, ihr Engagement bei Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte zu reduzieren, was zu einer Welle der Risikoreduzierung in der gesamten Branche geführt hat.

Führungskräfte der Kryptobranche argumentieren, dass diese Regulierungsposition der ursprünglichen Operation Chokepoint ähnelt – einer umstrittenen Initiative der Regierung Barack Obamas, die sich gegen Branchen richtete, die als hochriskant galten, wie z. B. Waffenhändler und Kreditgeber.

Von Coinbase erhaltene unzensierte Aufzeichnungen zeigen, dass Banken angewiesen wurden, ihre Beziehungen zu Krypto-Unternehmen zu überprüfen, was die Vorwürfe über unangemessenen regulatorischen Einfluss weiter verschärft.

Der Ausschuss für Aufsicht und Rechenschaftspflicht des Repräsentantenhauses, geleitet von Vorsitzender James Comer, hat kürzlich eine formelle Untersuchung eingeleitet, um herauszufinden, ob Bundesbehörden außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs gehandelt haben, indem sie Finanzdienstleistungen auf der Grundlage der Branche und nicht auf der Grundlage einer legitimen Risikobewertung eingeschränkt haben.

Die FDIC hat sich zu diesen Vorwürfen öffentlich nicht geäußert. Aufsichtsbehörden haben zuvor bestritten, dass es koordinierte Bemühungen gegeben habe, den Zugang von Kryptofirmen zu Banken einzuschränken.

Regulierungsbehörden unter Beobachtung

Die Anhörung im Kongress, die für den 6. Februar angesetzt ist, markiert einen entscheidenden Moment für die Krypto-Regulierung in den USA. Die Abgeordneten werden sowohl Branchenvertreter als auch Finanzexperten befragen, ob die Regulierungsbehörden ihre Befugnisse überschritten haben.

Neben Paul Grewal von Coinbase gehören zu den Zeugen Nathan McCauley, CEO von Anchorage Digital, Fred Thiel, CEO von MARA Holdings, und Austin Campbell, CEO von WSPN. Auch Rechts- und Bankfachleute wie Stephen Gannon von Davis Wright Tremaine LLP und Mike Ring von Old Glory Bank werden aussagen.

Während einige Beamte argumentieren, dass eine strengere Aufsicht erforderlich sei, um die mit Krypto verbundenen finanziellen Risiken zu mindern, sind Branchenführer der Ansicht, dass gezielte Maßnahmen der Regulierungsbehörden die Innovation behindert haben.

Da der Zugang zu Krypto-Banking in den letzten Jahren zurückgegangen ist, wird bei der Anhörung geprüft, ob die US-Finanzaufsichtsbehörden das Wachstum des Sektors unfair eingeschränkt haben oder einfach im Interesse der Finanzstabilität gehandelt haben.

Das Ergebnis dieser Aussage könnte die künftige Regulierung des Zugangs zu Krypto-Banking beeinflussen und möglicherweise zu Gesetzesänderungen führen, um eine übermäßige Regulierung zu verhindern.

Wenn sich herausstellt, dass Operation Chokepoint 2.0 Realität ist, könnten die Auswirkungen über die Kryptobranche hinausgehen und sich auf die breiteren Finanzzugangsrichtlinien in den USA auswirken.