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Russlands Krypto-Steuer 2025: Was sie für Investoren und Miner bedeutet

Russlands Krypto-Steuer 2025: Was sie für Investoren und Miner bedeutet
Diya Poddar
06. Feb. 2025, 13:21 PM
  • Die persönliche Einkommensteuer für Kryptogewinne beträgt 13 % bei Einkünften bis zu 2,4 Millionen Rubel und 15 % bei höheren Beträgen.
  • Bergbauunternehmen müssen eine Körperschaftssteuer von 25 % auf ihre Gewinne zahlen.
  • Für Bergleute wird die monatliche Berichterstattung verpflichtend sein, wobei bei Nichteinhaltung Strafen drohen.

Coinpedia berichtet, dass Russland auf strengere Regulierung von Kryptowährungstransaktionen und -Mining zusteuert und einen Steuerrahmen einführt, der im Januar 2025 in Kraft treten wird.

Das Land, das sich lange Zeit in Bezug auf digitale Vermögenswerte in einer zwiespältigen Haltung befand, behandelt Kryptowährungen nun als steuerpflichtiges Eigentum und macht es für Einzelpersonen und Unternehmen zur Pflicht, ihre Einnahmen zu melden.

Das neue Steuersystem tritt in Kraft, während Russland unter zunehmendem wirtschaftlichen Druck steht, darunter lang anhaltende westliche Sanktionen und Inflationsherausforderungen.

Durch die Formalisierung der Besteuerung von Kryptowährungen will die Regierung illegale Finanzströme eindämmen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Branche innerhalb der gesetzlichen Grenzen operiert.

Das Gesetz sieht eine Einkommensteuer auf Kryptoverkäufe, eine Körperschaftssteuer für Bergbauunternehmen und eine obligatorische Berichterstattung für alle Bergbauaktivitäten vor.

Diese Änderungen stellen Russland in die Reihe der immer mehr werdenden Länder, die versuchen, die Billionen-Dollar-große Kryptoindustrie zu regulieren und gleichzeitig ihr wirtschaftliches Potenzial zu nutzen.

Die Maßnahmen werden erhebliche Auswirkungen auf Bergleute, Händler und Unternehmen haben, die mit digitalen Vermögenswerten handeln, und es werden Strafen für Nichteinhaltung verhängt.

Kryptowährungen werden nach neuem russischen Gesetz als Eigentum besteuert

Das neue russische Steuersystem unterwirft digitale Währungen formellen Eigentumsgesetzen und stellt sie damit auf eine Stufe mit anderen steuerpflichtigen Vermögenswerten.

Gemäß dem Bundesgesetz Nr. 259-FZ werden Kryptowährungen nicht mehr in einer rechtlichen Grauzone operieren, sondern einer genauen Finanzprüfung unterzogen.

Ab 2025 müssen Personen, die Kryptowährungen verkaufen, Einkommensteuer zahlen.

Die Steuerstruktur ist progressiv: Auf Einkünfte bis zu 2,4 Millionen Rubel wird eine Steuer von 13 % erhoben, auf höhere Beträge 15 %.

Mit diesem Schritt soll die Steuerkonformität erhöht werden und gleichzeitig sichergestellt werden, dass Personen, die von digitalen Vermögenswerten profitieren, zum Staatshaushalt beitragen.

Unterdessen müssen Unternehmen, die sich mit Krypto-Mining befassen, eine 25-prozentige Steuer auf ihre Gewinne zahlen, was sie an die üblichen Steuervorschriften für Unternehmen anpasst.

Diese Änderung könnte einige Bergbauunternehmen dazu zwingen, ihre Geschäftstätigkeit umzustrukturieren oder in Regionen umzusiedeln, die günstigere Steuerbedingungen bieten.

Strengere Regeln für Bergleute und Unternehmen

Obwohl der Kryptowährungsabbau in Russland weiterhin legal ist, führt der neue Rahmen strenge Compliance-Anforderungen ein.

Bergleute müssen sich nun bei autorisierten Stellen registrieren und ihre Einnahmen monatlich melden.

Bei Nichteinhaltung können Geldstrafen von bis zu 40.000 Rubel verhängt werden, was auf eine verstärkte staatliche Aufsicht hindeutet.

Eine weitere entscheidende Einschränkung gilt für Bergbauaktivitäten in Regionen mit Energieknappheit.

Die Behörden werden Bergbauaktivitäten in Gebieten verbieten, in denen das Stromnetz überlastet werden könnte.

Mit dieser Maßnahme soll der unkontrollierte Bergbau eingeschränkt und möglichen Störungen der lokalen Energieversorgung vorgebeugt werden.

Andererseits bietet die Regierung Erleichterungen, indem sie Bergbauaktivitäten von der Mehrwertsteuer befreit und so die Steuerlast für Unternehmen mit Großbetriebsgröße insgesamt reduziert.

Russland möchte auch seine Präsenz bei grenzüberschreitenden Kryptotransaktionen ausbauen.

Die neuen Steuerregeln enthalten Bestimmungen, die steuerfreie Kryptowährungsüberweisungen im Rahmen „experimenteller Rechtsregime“ ermöglichen, die internationale Zahlungen mit digitalen Vermögenswerten erleichtern sollen.

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen versucht Russland, ein Gleichgewicht zwischen der Regulierung der Kryptoindustrie und der Aufrechterhaltung ihrer Wettbewerbsfähigkeit in der globalen digitalen Wirtschaft herzustellen.

Die langfristigen Auswirkungen auf Investitionen und Innovationen in diesem Sektor sind jedoch noch ungewiss.