Das Ende des Pennys? Trump drängt auf Produktionsstopp

Das Ende des Pennys? Trump drängt auf Produktionsstopp
Diya Poddar
10. Feb. 2025, 09:27 AM
  • Die Herstellung eines Pfennigs kostet 3,69 Cent, also mehr als das Dreifache seines Nennwertes.
  • Die Nickelproduktion führte zudem zu einem Verlust von 17,7 Millionen Dollar, was 13,78 Cent pro Münze kostete.
  • Für eine dauerhafte Änderung ist möglicherweise die Zustimmung des Kongresses erforderlich.

Der ehemalige Präsident Donald Trump hat das US-Finanzministerium angewiesen, die Produktion von 1-Cent-Münzen einzustellen, da die Herstellungskosten seit fast 20 Jahren den Nennwert der Münze übersteigen.

In einem Beitrag auf Truth Social am Sonntagabend bezeichnete Trump die weitere Prägung der Ein-Cent-Münze als „Verschwendung“ und wies das Finanzministerium an, die Produktion einzustellen.

Die Entscheidung folgt auf Diskussionen über Ineffizienzen bei den Staatsausgaben und steht im Einklang mit umfassenderen Kostensenkungsmaßnahmen.

Es bleibt unklar, ob Trump die Befugnis hat, diese Direktive ohne Zustimmung des Kongresses durchzusetzen, was Fragen über das für einen solchen Schritt erforderliche Gesetzgebungsverfahren aufwirft.

US-Münzprägeanstalt verlor 2024 85,3 Millionen Dollar

Die Kosten für die Prägung eines Pennys haben seinen Nennwert stets übertroffen.

Laut dem Jahresbericht der US-Münze für das Jahr 2024 kostet die Herstellung eines Pennys 3,69 Cent – mehr als dreieinhalb Mal so viel wie sein Wert.

Dies führte allein im Geschäftsjahr, das am 30. September 2024 endete, zu einem Verlust von 85,3 Millionen Dollar bei der Penny-Produktion.

Der Bericht ergab außerdem, dass Penny-Münzen 54 % aller in diesem Zeitraum in den USA geprägten Münzen ausmachten, was das Ausmaß des Problems unterstreicht.

Diese finanzielle Belastung geht über den Cent hinaus. Auch die Herstellung der Fünf-Cent-Münze, oder Nickel, kostet mehr als ihr Nennwert.

Im Geschäftsjahr 2024 kostete die Herstellung eines Nickel-Dollars 13,78 Cent, was zu einem Verlust von 17,7 Millionen Dollar für die Münze führte.

Diese Zahlen haben Debatten über die Notwendigkeit der Produktion von Münzen mit niedrigem Nennwert und die Ineffizienzen ausgelöst, die sie für das Bundesbudget verursachen.

Die Münze hat wiederholt erklärt, dass die steigenden Material- und Produktionskosten diese Stückelungen zunehmend unhaltbar machen.

Erforderliche Zustimmung des Kongresses

Obwohl Trump das Finanzministerium angewiesen hat, die Produktion von Centmünzen einzustellen, wirft dieser Schritt rechtliche und logistische Herausforderungen auf.

Historisch gesehen waren Änderungen der US-Währung gesetzliche Maßnahmen erforderlich, wie beispielsweise die Einstellung der Produktion der halben Cent-Münze im Jahr 1857. Wenn der Kongress nicht eingreift, könnte das Finanzministerium Schwierigkeiten haben, die Produktion des Penny einseitig einzustellen.

Frühere Gesetzesvorschläge haben sich mit der Abrundung von Bargeldtransaktionen auf die nächsten fünf Cent befasst und die Notwendigkeit von Centmünzen im Umlauf beseitigt.

Wenn Trumps Anweisung politisch an Fahrt gewinnt, könnten die Gesetzgeber gezwungen sein, ähnliche Rundungsrichtlinien zu erwägen, um Transaktionsinkonsistenzen bei bargeldbasierten Einkäufen zu vermeiden.

Einige Branchenexperten sind der Meinung, dass Unternehmen von vereinfachten Transaktionen profitieren könnten, während andere vor plötzlichen Änderungen warnen, die die Verbraucher verwirren könnten.

Die Zukunft der Pennys

Der Druck, die Centmünzen abzuschaffen, ist nicht neu. Finanzanalysten argumentieren seit langem, dass Münzen mit niedrigem Nennwert keinen praktischen Nutzen mehr haben, insbesondere angesichts des Aufschwungs digitaler Transaktionen und kartengestützter Zahlungen.

Kanada beispielsweise hat 2013 den Penny abgeschafft und sich für Rundungsrichtlinien entschieden, die Transaktionen vereinfachen.

Die Abschaffung des Pfennigs könnte auch Unternehmen und Verbraucher treffen, die auf Bargeldtransaktionen angewiesen sind.

Einzelhändler müssen möglicherweise ihre Preisstrategien anpassen, während Kunden je nach Rundungsregeln leichte Preisschwankungen feststellen könnten.

Die Kostenineffizienz des Nickel-Münzstücks könnte auch zu weiteren Diskussionen darüber führen, ob die Fünf-Cent-Münze als nächstes aus dem Verkehr gezogen werden sollte.

Wenn beide Münzen aus dem Umlauf genommen würden, müsste die USA einen einheitlichen Ansatz für die Rundungsregeln umsetzen, um die Preisstabilität in allen Branchen zu gewährleisten.