Chevron will im Zuge einer Kostensenkungswelle und eines Rechtsstreits mit Exxon bis 2026 bis zu 20 % seiner Belegschaft entlassen.

Chevron will im Zuge einer Kostensenkungswelle und eines Rechtsstreits mit Exxon bis 2026 bis zu 20 % seiner Belegschaft entlassen.
Srinibas Rout
12. Feb. 2025, 19:42 PM
  • Die Entlassungen erfolgen in einer schwierigen Zeit für das Unternehmen.
  • Chevron befindet sich in einem Rechtsstreit mit Exxon Mobil über die 53 Milliarden Dollar teure Übernahme von Hess Corp.
  • Chevron kämpft ebenfalls mit sinkenden Raffineriemargen.

Der US-Ölriese Chevron plant, bis Ende 2026 im Rahmen einer umfassenden Kostenreduzierung und Rationalisierung seiner Abläufe zwischen 15 und 20 Prozent seiner weltweiten Belegschaft zu entlassen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Die Entlassungen erfolgen in einer schwierigen Zeit für das Unternehmen, das sich in einem Rechtsstreit mit Exxon Mobil über die 53 Milliarden Dollar teure Übernahme von Hess Corp. befindet.

Unterdessen kämpft Chevron mit sinkenden Raffineriemargen, was zu seinem ersten Quartalsverlust in diesem Segment seit 2020 geführt hat.

Das Unternehmen strebt an, in den nächsten zwei Jahren durch verstärkte Automatisierung, Verkauf von Vermögenswerten und Umstrukturierung der Abläufe Kostensenkungen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar zu erreichen.

Ende 2023 beschäftigte Chevron 40.212 Mitarbeiter, was bedeutet, dass die Entlassungen bis zu 8.000 Arbeitnehmer betreffen könnten.

Mitarbeitern wird laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Quelle die Möglichkeit gegeben, bis April oder Mai freiwillig auszuscheiden.

Im Rahmen seiner Umstrukturierungsbemühungen wird das Unternehmen voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen auch eine neue Führungsstruktur vorstellen.

„Chevron ergreift Maßnahmen, um unsere Organisationsstruktur zu vereinfachen, schneller und effektiver zu arbeiten und das Unternehmen für eine stärkere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu positionieren“, erklärte Mark Nelson, Vizepräsident von Chevron, in einer Erklärung.

„Wir nehmen diese Maßnahmen nicht auf die leichte Schulter und werden unsere Mitarbeiter während des Übergangs unterstützen.“

Nach der Bekanntgabe fielen die Aktien von Chevron im Nachmittagshandel um 0,7 %.