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Alibaba-Chef bestätigt Apple-Partnerschaft für KI-betriebene iPhones in China

Alibaba-Chef bestätigt Apple-Partnerschaft für KI-betriebene iPhones in China
Diya Poddar
13. Feb. 2025, 09:46 AM
  • Nach der Ankündigung stiegen die Alibaba-Aktien um 2,5 % und erreichten ein Zweijahreshoch.
  • Chinas strenge KI-Regulierungen haben Apples KI-Einführung in der Region verzögert.
  • Die KI-gesteuerten Smartphones von Huawei verschärfen den Wettbewerb auf dem Markt.

Apple hat sich offiziell mit Alibaba zusammengetan, um die KI-Funktionen auf in China verkauften iPhones zu betreiben. Dies stellt eine bedeutende Verschiebung der KI-Strategie des Unternehmens in einem seiner wichtigsten Märkte dar.

Die Ankündigung, die Alibaba-Gruppenchef Joe Tsai auf dem Weltgouverneursgipfel in Dubai machte, erfolgt, während Apple angesichts der harten Konkurrenz durch heimische Rivalen wie Huawei versucht, Boden gutzumachen.

Der Deal, der Anfang dieser Woche erstmals von The Information berichtet wurde, ließ die Alibaba-Aktien am Donnerstag um 2,5 % steigen und erreichte ihr höchstes Intraday-Niveau seit 2022.

Apple, das seine KI-Ambitionen in China weitgehend geheim gehalten hat, unternimmt nun einen strategischen Schritt, indem es sich auf die KI-Fähigkeiten von Alibaba verlässt, um die lokalen Regulierungsstandards einzuhalten.

Die Partnerschaft könnte dringend benötigte Klarheit darüber schaffen, wie Apple vorhat, künstliche Intelligenz in seine Geräte zu integrieren und dabei die strengen KI-Gesetze Chinas einzuhalten.

Chinas KI-Regeln stellen Apple vor Herausforderungen

Die Einführung von Apples KI in China war aufgrund der strengen Vorschriften des Landes für künstliche Intelligenz ungewiss.

Peking hat mehrere Richtlinien erlassen, die vorschreiben, dass große Sprachmodelle (LLMs) vor der kommerziellen Einführung die Genehmigung der Regierung erhalten müssen.

Unternehmen, die generative KI-Tools anbieten, müssen sich auch an die Gesetze zur Inhaltsmoderation halten und sicherstellen, dass ihre Plattformen kein „illegales“ Material generieren oder verbreiten.

Diese regulatorische Landschaft hat Apples Fähigkeit erschwert, seine KI-gestützte Funktionssuite Apple Intelligence in China auf den Markt zu bringen.

Das System, das diesen Herbst in den USA auf den Markt kommen soll, umfasst eine erweiterte Version von Siri, eine KI-gestützte E-Mail-Organisation sowie automatische Transkriptions- und Zusammenfassungswerkzeuge.

Anders als auf den westlichen Märkten, wo Apple angeblich mit OpenAI und Google zusammenarbeitet, musste das Unternehmen alternative Lösungen finden, um die chinesische Rechtsordnung einzuhalten.

Durch die Partnerschaft mit Alibaba sichert sich Apple einen lokalen Verbündeten, der bei der Einholung von behördlichen Genehmigungen behilflich sein und die KI-Dienste an die spezifischen Anforderungen Chinas anpassen kann.

Alibaba, das seine eigenen cloudbasierten KI-Modelle betreibt, ist gut positioniert, um die notwendige Infrastruktur zur Unterstützung der Ambitionen von Apple bereitzustellen und gleichzeitig die Einhaltung der sich entwickelnden KI-Gesetze des Landes zu gewährleisten.

Huawei erhöht den Druck

Apples Entscheidung, mit Alibaba zusammenzuarbeiten, fällt zu einer Zeit, in der der Marktanteil des iPhones in China bedroht ist.

Huawei, einer der größten Konkurrenten von Apple in der Region, hat KI-gestützte Funktionen aggressiv in seine neuesten Geräte integriert und damit einen neuen Maßstab für Innovation gesetzt.

Die Einführung der Mate 60-Serie von Huawei im vergangenen Jahr, ausgestattet mit fortschrittlichen KI-Funktionen, hat dem Unternehmen geholfen, seine Position als dominanter Akteur auf dem chinesischen Smartphone-Markt zurückzugewinnen.

Im Gegensatz zu Apple, das bei der Einführung KI-gestützter Funktionen in China vorsichtig vorgegangen ist, hat Huawei seine einheimische Technologie genutzt, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Die chinesische Regierung hat auch heimische Technologiegiganten unterstützt, indem sie die Eigenständigkeit bei der Entwicklung von KI in den Vordergrund gestellt hat, was Apples Wettbewerbsfähigkeit weiter erschwert.

Die Partnerschaft mit Alibaba könnte Apple dabei helfen, die Lücke im Bereich KI gegenüber lokalen Konkurrenten zu schließen, indem sie iPhone-Nutzern in China Zugang zu neuen KI-gestützten Funktionen bietet.

Der Erfolg dieser Zusammenarbeit hängt davon ab, wie effektiv Apple und Alibaba diese Funktionen an die Erwartungen der Verbraucher anpassen können, ohne die gesetzlichen Grenzen zu überschreiten.

Die Bedenken der Anleger bleiben bestehen

Der Schritt von Apple, einen lokalen KI-Partner zu sichern, wurde von den Investoren gut aufgenommen, was sich in der Aktienrallye von Alibaba widerspiegelt.

Die Ankündigung hat Apple bei seinen KI-Plänen in China eine Richtung gegeben und die Bedenken hinsichtlich möglicher regulatorischer Hindernisse ausgeräumt.

Allerdings bleiben Risiken bestehen. Die Abhängigkeit von Alibaba bedeutet für Apple, dass es sich in Chinas streng kontrollierter Technologieumgebung bewegen muss, in der staatliche Eingriffe jederzeit die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen können.

Die Spannungen zwischen den USA und China im Zusammenhang mit den Technologieexporten und den Einschränkungen des Zugangs zu Halbleitern könnten die langfristige Strategie von Apple in diesem Land weiter erschweren.

Die Partnerschaft ist vorerst ein wichtiger Schritt in Richtung der KI-Ambitionen von Apple in China.

Ob dieser Schritt dem Unternehmen dabei helfen wird, seinen verlorenen Marktanteil zurückzugewinnen, oder ob es sich lediglich um eine vorübergehende Lösung angesichts der zunehmenden regulatorischen Kontrolle handelt, bleibt abzuwarten.