Darum sieht Goldman Sachs weiteres Aufwärtspotenzial bei den Goldpreisen.

Darum sieht Goldman Sachs weiteres Aufwärtspotenzial bei den Goldpreisen.
Sayantan Sarkar
18. Feb. 2025, 10:26 AM
  • Globale Bankinstitute prognostizieren, dass die Goldpreise im Jahr 2025 hoch bleiben und möglicherweise 3.000 US-Dollar pro Unze erreichen werden.
  • Goldman Sachs hat seine Prognose für den Goldpreis zum Jahresende 2025 nach oben auf 3.100 Dollar pro Unze korrigiert.
  • Gold verzeichnet einen beeindruckenden Anstieg mit acht Rekordhochs im Jahr 2025 und einem Anstieg von 11 % gegenüber dem Vorjahr.

Globale Bankinstitute prognostizieren, dass der Goldpreis im gesamten Jahr 2025 hoch bleiben wird und möglicherweise einen Rekord von 3.000 US-Dollar pro Unze erreichen wird.

Diese Prognose wird vor allem auf die zunehmende geopolitische Unsicherheit weltweit zurückgeführt, die Anleger zu sicheren Anlagewerten wie Gold treibt.

Darüber hinaus hat Goldman Sachs, eine bekannte Investmentbank, laut einem Reuters-Bericht ihr Kursziel für Gold kürzlich nach oben korrigiert.

Diese Revision basiert auf der Erwartung einer anhaltenden Nachfrage seitens der Zentralbanken und verstärkt die positiven Aussichten für die Goldpreise weiter.

Goldpreisrevision

Goldman Sachs hat seine Prognose für den Goldpreis zum Jahresende 2025 nach oben korrigiert. Er liegt nun bei 3.100 US-Dollar pro Unze und damit über der vorherigen Schätzung von 2.890 US-Dollar pro Unze.

Diese Anpassung spiegelt eine optimistischere Einschätzung des Edelmetalls wider und deutet darauf hin, dass die Bank in den kommenden Monaten einen deutlichen Preisanstieg erwartet.

Die Aufwärtskorrektur lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen, darunter die Erwartung anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit, anhaltende geopolitische Spannungen und das Potenzial für eine weitere Abschwächung des US-Dollars.

Diese Faktoren könnten die Nachfrage nach Gold als sicherer Anlage erhöhen und seinen Preis in die Höhe treiben.

Die überarbeitete Prognose von Goldman Sachs könnte Auswirkungen auf die Anleger haben, da sie darauf hindeutet, dass Gold mittel- bis langfristig attraktive Renditen bieten könnte.

Dies könnte zu erhöhten Investitionen in goldbezogene Vermögenswerte wie Goldbarren, Gold-ETFs und Goldminenaktien führen.

Beeindruckende Serie

Dieser jüngste Anstieg des Goldpreises setzt die beeindruckende Erfolgsserie des Edelmetalls fort, das seit Jahresbeginn acht Rekordhochs erreicht hat.

Der aktuelle Preis spiegelt einen Anstieg von 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wider und unterstreicht die starke Performance von Gold im aktuellen Markt.

Darüber hinaus wird der jüngste Anstieg des Goldpreises auf die gestiegene Nachfrage der Zentralbanken nach dem sicheren Anlagegut und die aggressive Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump zurückgeführt.

Goldman Sachs sagte:

„Wenn die politische Unsicherheit – einschließlich der Zolleängste – jedoch hoch bleibt, könnte eine längere spekulative Positionierung zu einem Goldpreisanstieg bis auf 3.300 USD/Unze bis zum Jahresende führen.“

Darüber hinaus hat die Bank ihre Annahme der Zentralbanknachfrage nach Gold von 41 Tonnen auf 50 Tonnen pro Monat in diesem Jahr revidiert.

Die globale Goldnachfrage erreichte 2024 mit 4.974,5 Tonnen einen Rekordwert, was laut Daten des World Gold Council einem Anstieg von 1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Kürzlich erhöhte die Citi Bank Anfang des Monats auch ihr kurzfristiges (0-3 Monate) Kursziel für Gold von 2.800 auf 3.000 US-Dollar pro Unze.

Goldpreise steigen am Dienstag.

Die Goldpreise stiegen am Dienstag an, nachdem sie am 11. Februar auf der COMEX mit einem Rekordhoch von 2.964,10 Dollar pro Unze geschlossen hatten.

Am Dienstag stiegen die Goldpreise trotz einer Aufwertung des Dollarindex.

Die Nachfrage nach sicheren Anlagen stieg am Markt, nachdem ein Drohnenangriff auf eine russische Tankstelle die Sorge vor einer Eskalation des andauernden Krieges gegen die Ukraine verstärkte.

Darüber hinaus blieben die Zuflüsse in den sicheren Hafen Gold angesichts der Unsicherheit über Trumps Zollpläne stark.

Obwohl Trump seinen Plan, seinen Handelspartnern Gegenzölle aufzuerlegen, bis April verschoben hat, blieben die Finanzmärkte auf der Hut.

Kürzlich veröffentlichte Berichte zeigten auch, dass die Europäische Union über eine Kontrolle der Importe aus den USA nachdenkt.

Dies könnte die Handelsrhetorik zwischen den USA und der EU weiter verschärfen.

Letzte Woche hat Trump einen Zoll von 25 % auf alle Stahl- und Aluminiumeinfuhren verhängt, was die Befürchtungen vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder verschärft hat.