Trinidad und Tobago beantragt Verlängerung der US-Lizenz für ein wichtiges Gasprojekt in Venezuela: Bericht

Trinidad und Tobago beantragt Verlängerung der US-Lizenz für ein wichtiges Gasprojekt in Venezuela: Bericht
Noris Soto
25. Feb. 2025, 17:02 PM
  • Trinidad und Tobago beantragt eine Verlängerung der US-Lizenz für das Dragon-Gasprojekt in Venezuela.
  • Das Projekt zielt darauf ab, Trinidad bis 2027 mit Gas zu versorgen.
  • Premierminister Rowley betont die Bedeutung des Projekts für die regionale Energiesicherheit.

Laut einem Reuters-Bericht beantragt Trinidad und Tobago die Genehmigung der US-Regierung zur Verlängerung einer Lizenz für Shell und die National Gas Company (NGC) zur Fortsetzung des Erdgasprojekts Dragon vor der Küste Venezuelas.

Das Dragon-Feld, das sich in venezolanischen Gewässern nahe der Seegrenze zu Trinidad befindet, ist für beide Nationen von entscheidender Bedeutung.

Trinidad und Tobago strebt die Sicherung zusätzlicher Erdgaslieferungen zur Unterstützung seiner Flüssigerdgas- (LNG) und petrochemischen Industrie an, während Venezuela darauf abzielt, durch Gasexporte Cashflow zu generieren.

Hintergrundinformationen zum Gasprojekt

Anfang 2023 erteilten die USA venezolanischen ausländischen Betreibern eine erste Lizenz und befreiten sie damit von den strengen Beschränkungen des Landes.

Die Lizenz erlaubt Shell und NGC die Planung und Entwicklung des Dragon-Projekts, das bis 2027 Gas nach Trinidad bringen wird.

Die US-Regierung hatte ihre Lizenz aktualisiert, um Zahlungen an Venezuelas staatliches Ölunternehmen PDVSA sowohl in bar als auch in Form von Sachleistungen zu ermöglichen.

Die Lizenz läuft im Oktober dieses Jahres aus.

Die Verlängerung ist entscheidend für das Dragon-Projekt, bei dem die beteiligten Unternehmen regulatorische Klarheit suchen, um einen kontinuierlichen Investitionsprozess zu gewährleisten.

Die endgültigen Investitionsentscheidungen für das Projekt werden bis Ende dieses Jahres erwartet, die Produktion soll danach beginnen.

Das Dragon-Projekt wird voraussichtlich anfänglich etwa 200 Millionen Kubikfuß Erdgas pro Tag produzieren und damit erheblich zum Gasgleichgewicht Trinidads beitragen.

Shell und NGC arbeiteten zusammen und erzielten bedeutende Fortschritte bei Dragon.

Die Gasressourcen des Dragon-Feldes entsprechen den vorläufigen Schätzungen von PDVSA hinsichtlich der notwendigen Reserven, wie detaillierte seismische, geotechnische und Bohrlochdaten zeigen.

Shell hat eine Meeresbodenuntersuchung für das Dragon-Gasprojekt abgeschlossen, um potenzielle Gefahren zu identifizieren, und bewertet nun die Anzahl und die Lage der zu bohrenden Bohrlöcher.

Das Unternehmen arbeitet außerdem an der endgültigen Festlegung der Pipeline-Route zu seinen Anlagen in Trinidad und plant die Unterwasseranbindung.

Politische Unterstützung für Energieprojekte

Wie Reuters berichtete, erklärte der trinidadische Premierminister Keith Rowley kürzlich ebenfalls, dass dieses Projekt für Trinidad und die gesamte Region von entscheidender Bedeutung sei.

Er bekundete die Absicht, US-Beamte über die regionale Bedeutung der Genehmigungen für venezolanische Gasentwicklungsprojekte auf dem Laufenden zu halten.

Rowley erkannte die Notwendigkeit der Energiesicherheit für den wirtschaftlichen Erfolg der karibischen Nationen.

Die Zusammenarbeit zwischen Shell NGC und den venezolanischen Behörden hat eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Dragon-Projekts gespielt.

Die beiden Regierungen haben sich ebenfalls positiv zu diesem Projekt geäußert, wobei sowohl der trinidadische Energieminister Stuart Young als auch die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez direkt mit den Projektbeteiligten gesprochen haben.

Die getrennten Besuche auf dem Vermessungsschiff unterstreichen die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten durch Sanktionen.

Young betonte das erhebliche Potenzial des Dragon-Gasfelds und erklärte, dass seine Fördermenge die ursprünglichen Prognosen übertreffen könnte.

Verläuft die Produktion wie geplant, könnten Dragon und Shells Manatee-Projekt – auf der trinidadischen Seite der Grenze gelegen – zusammen 1 Milliarde Kubikfuß Gas pro Tag liefern.

Dies würde dem Energiesektor Trinidads, insbesondere seinem Flaggschiffprojekt Atlantic LNG, einen erheblichen Schub verleihen.