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2 Gründe für den diesjährigen Einbruch des Nikkei 225 Index

2 Gründe für den diesjährigen Einbruch des Nikkei 225 Index
Crispus Nyaga
07. März 2025, 05:20 AM
  • Der Nikkei 225 Index ist seit seinem diesjährigen Höchststand um fast 9 % eingebrochen.
  • Die Renditen japanischer Anleihen sind auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen.
  • Der Index ist auch aufgrund der Zölle von Donald Trump eingebrochen.

Der Nikkei 225 Index stand in diesem Jahr weiterhin unter Druck und entwickelte sich schlechter als seine globalen Vergleichsindizes wie der deutsche DAX und der französische CAC 40. Am Freitag fiel er auf ein Tief von 36.897 Yen, den niedrigsten Stand seit dem 19. September. Er ist seit seinem diesjährigen Höchststand um fast 10 % gefallen. Hier sind die beiden Hauptgründe für den Einbruch des Nikkei 225 Index.

Die Bank of Japan erhöht die Zinsen und die Renditen japanischer Staatsanleihen steigen.

Der Hauptgrund für den Einbruch des Nikkei 225-Index ist, dass die Bank of Japan in diesem Jahr zur restriktivsten Zentralbank am Markt geworden ist. Sie hat die Zinssätze um 0,25 % angehoben, und die jüngsten Inflationszahlen deuten auf weitere Erhöhungen hin.

Die Maßnahmen der BoJ unterscheiden sich von denen anderer Zentralbanken. So senkte beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze zum fünften Mal in Folge und deutete weitere Erhöhungen an.

Die Federal Reserve hat die Zinsen dreimal gesenkt und angedeutet, dass sie in diesem Jahr noch zwei weitere Senkungen vornehmen werde. Analysten erwarten, dass die Bank die Zinsen dreimal senken wird, da sich die US-Wirtschaft aufgrund der Zölle von Donald Trump verlangsamt.  

Die restriktive Haltung der Bank of Japan hat zu einem starken Anstieg der Renditen japanischer Staatsanleihen geführt. Die Rendite 10-jähriger Anleihen ist von minus 0,186 % im Jahr 2020 auf 1,5 % gestiegen. Auch die Rendite 5-jähriger Anleihen stieg von minus 0,324 % im Jahr 2020 auf 1,1 %.

Diese Zahlen bedeuten, dass viele Menschen in Japan von Aktien auf den Anleihemarkt umgestiegen sind, wo die Rendite weiter gestiegen ist. Dieser Trend hat zu höheren Zuflüssen in Japans Geldmarktfonds geführt.

Donald Trumps Zölle

Der Nikkei 225 Index ist aufgrund des anhaltenden Handelskrieges zwischen den USA und einigen ihrer Verbündeten eingebrochen. Trump hat in diesem Jahr bereits Zölle auf chinesische, mexikanische und kanadische Waren erhoben.

Er hat auch angedeutet, dass er weitere Maßnahmen gegenüber anderen wichtigen Handelspartnern ergreifen wird. Ein Ansatz wird die Einführung von Gegenzöllen gegenüber anderen Ländern sein. Japan könnte betroffen sein, da es immer noch ein Handelsdefizit mit den USA aufweist.

Japan könnte jedoch von Trumps Gegenzöllen profitieren, da es niedrige Zölle auf US-Produkte erhebt. So erhebt Japan beispielsweise keine Zölle auf importierte Autos, während die USA einen Zoll von 2,5 % auf Pkw und 25 % auf leichte Nutzfahrzeuge erheben.

Dennoch wird der anhaltende Handelskrieg das Land treffen, da sich das Unternehmen auf den Export spezialisiert hat. Diese Zölle werden sich auf die Nachfrage nach seinen Produkten auswirken.

Die meisten Aktien des Nikkei 225 Index haben in diesem Jahr nachgegeben. Zu den größten Gewinnern gehören Unternehmen wie Mervari, Bandai Namco, M3, LY, Sumitomo Pharma, Kawasaki Heavy und Kobe Steel.

Analyse des Nikkei 225 Index

Nikkei 225 Indexchart von TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Nikkei 225 Index bei 40.000 Yen eine starke Widerstandszone gefunden hat, die er seit September letzten Jahres mehrmals nicht überwinden konnte. Er ist nun unter die wichtige Unterstützung bei 37.795 Yen gefallen.

Der Index ist unter die 50-Tage- und 100-Tage-gewichteten exponentiellen gleitenden Durchschnitte (WMA) gefallen. Auch der Relative Strength Index (RSI) und die MACD-Indikatoren zeigen nach unten.

Daher wird der Index wahrscheinlich weiter fallen, da die Verkäufer die psychologische Marke von 36.000 Yen anvisieren. Ein Rückgang unter diese Marke würde ein weiteres Abwärtspotenzial bis auf 35.216 Yen signalisieren, den niedrigsten Stand seit September letzten Jahres.