Ford-Absatz im ersten Quartal rückläufig, Aktienkurs vor Einführung der Zölle verhalten

Ford-Absatz im ersten Quartal rückläufig, Aktienkurs vor Einführung der Zölle verhalten
Utkarsh Roshan
01. Apr. 2025, 17:34 PM
  • Ford Motor meldete einen Rückgang des US-Fahrzeugabsatzes im ersten Quartal um 1,3 %.
  • Der Rückgang war hauptsächlich auf die Einstellung des Ford Edge SUV zurückzuführen.
  • Berichten zufolge verstärken US-amerikanische Automobilhersteller ihre Bemühungen, Ausnahmen von Zöllen auf importierte Autoteile zu erhalten.

Ford Motor meldete für das erste Quartal einen Rückgang der US-Fahrzeugverkäufe um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, da die Branche sich auf die Auswirkungen der neuen Autozölle vorbereitet, die diese Woche in Kraft treten sollen.

Der Rückgang war hauptsächlich auf die Einstellung der Produktion des in Kanada hergestellten Ford Edge SUV zurückzuführen, wobei die Verkäufe des Modells um 94 % einbrachen, da die Händler die Restbestände abverkauften.

Umsatz Q1 2025 Q1 2024 % Veränderung
Gesamtzahl der elektrifizierten Fahrzeuge 73.623 58.644 25,5
Elektrofahrzeuge 22.550 20.223 11,5
Hybridfahrzeuge 51.073 38.421 32,9
Verbrennungsmotor 427.668 449.439 -4,8
Gesamtfahrzeuge 501.291 508.083 -1,3

Das Unternehmen erklärte in einer Stellungnahme:

Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen die Einzelhandelsumsätze von Ford – ohne Flottengeschäft – im Vergleich zum Vorjahr um 5 %, angetrieben von einem Anstieg von 19 % im März.

Aufgrund der starken Einzelhandelsumsätze im März stiegen die Gesamtumsätze des Monats um 10 %.

Der Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die Verbraucher vor den erwarteten, zollbedingten Preiserhöhungen in die Autohäuser strömten, um Fahrzeuge zu kaufen.

Die Industrie bereitet sich auf die Folgen der Trump-Zölle vor.

Die neuen Handelsmaßnahmen von Präsident Donald Trump, darunter 25 % Zölle auf importierte Fahrzeuge ab Donnerstag, haben für Unsicherheit auf dem Automobilmarkt gesorgt.

Branchenbeobachter warten auch auf mögliche „Gegenzölle“, die am Mittwoch angekündigt werden sollen und die Automobilhersteller weiter beeinträchtigen könnten.

JD Power prognostizierte kürzlich starke branchenweite Verkäufe für März, mit einem Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies wird auf Käufer zurückgeführt, die sich Preise sichern wollten, bevor mögliche zollbedingte Preiserhöhungen in Kraft treten.

Während der gesamte Automobilmarkt im ersten Quartal voraussichtlich ein leichtes Wachstum von etwa 1 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wird, warnen Analysten davor, dass steigende Preise und reduzierte Anreize von Automobilherstellern und Händlern die Nachfrage in den kommenden Monaten dämpfen könnten.

US-Autohersteller streben Ausnahmen an.

Laut einem Bloomberg-Bericht verstärken US-amerikanische Automobilhersteller ihre Bemühungen, Ausnahmen von den Zöllen auf importierte Autoteile zu erhalten, bevor diese Woche neue Handelsabgaben in Kraft treten.

Ford, General Motors und Stellantis haben sich Berichten zufolge mit dem Weißen Haus, dem Handelsministerium und dem Büro des US-Handelsbeauftragten in Verbindung gesetzt, um gegen Zölle auf kostengünstige Komponenten zu argumentieren.

Die Zölle, die ab dem 3. April eine 25%ige Steuer auf vollständig montierte Fahrzeuge umfassen, sollen die heimische Produktion unterstützen.

Die Autohersteller warnen jedoch davor, dass die Besteuerung einzelner Teile die Produktionskosten in die Höhe treiben und letztendlich die Autopreise erhöhen wird, die bereits durchschnittlich bei fast 50.000 Dollar liegen.

Um die Auswirkungen abzufedern, haben die Hersteller Fahrzeuge auf Lager genommen, während die Käufer sich beeilten, Käufe zu tätigen, bevor die Zölle in Kraft traten.

Unternehmen drängen besonders auf Ausnahmen für kostengünstige, arbeitsintensive Teile wie Kabelummantelungen, die oft in Niedriglohnländern wie Mexiko hergestellt werden.

Sie argumentieren, dass diese Zölle die inländische Produktion nicht wesentlich ankurbeln, sondern stattdessen die Verbraucher belasten und die Nachfrage schwächen werden.