Invezz

BlackRocks IB1T erhält die britische Zulassung, da die FCA den europäischen Bitcoin-ETP genehmigt.

BlackRocks IB1T erhält die britische Zulassung, da die FCA den europäischen Bitcoin-ETP genehmigt.
Diya Poddar
02. Apr. 2025, 09:58 AM
  • IB1T ist die 51. registrierte Kryptowährung in Großbritannien.
  • IB1T wird an der Euronext Paris und Amsterdam gehandelt.
  • Produkt, das durch physische Bitcoin gedeckt ist und von Coinbase verwahrt wird.

BlackRocks Expansion in den europäischen Kryptowährungsmarkt hat an Fahrt aufgenommen, nachdem die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) ihr Bitcoin-Exchange-Traded-Product (ETP), IB1T, genehmigt hat.

Diese Entwicklung markiert eine bemerkenswerte Veränderung in der Zugänglichkeit von Krypto-Anlageprodukten auf dem gesamten Kontinent und signalisiert die Strategie des Vermögensverwalters, das wachsende institutionelle und private Interesse an regulierten Bitcoin-Investitionen außerhalb der USA zu nutzen.

Laut DL News hat die FCA BlackRock in ihr Register für Krypto-Assets aufgenommen, wodurch das Unternehmen seinen Bitcoin-ETP auf dem britischen Markt anbieten kann.

BlackRock ist das 51. Unternehmen, das die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten hat und sich damit in die Reihe von Namen wie Coinbase, PayPal und Revolut einreiht.

Dieser Meilenstein positioniert den weltweit größten Vermögensverwalter, seine Krypto-Präsenz in Europa auszubauen, nachdem ähnliche Produkte in den USA erfolgreich eingeführt wurden.

FCA-Genehmigungsrate bei 14 %

Die britische Aufsichtsbehörde war besonders streng mit Krypto-Unternehmen, die eine Registrierung beantragten. Von allen eingegangenen Anträgen wurden laut FCA nur 14 % genehmigt.

Die meisten wurden aufgrund fehlender Informationen oder Dokumente, die die Qualitätsstandards nicht erfüllten, abgelehnt.

BlackRocks Eintragung in das Register spiegelt die Einhaltung der strengen Compliance-Anforderungen der FCA durch das Unternehmen wider und stärkt das Vertrauen der Anleger in IB1T als legitime Alternative zu direkten Bitcoin-Beständen.

Die Entscheidung der FCA, BlackRocks Produkt zuzulassen, unterstreicht auch einen breiteren institutionellen Wandel hin zu regulierten Kryptoangeboten in Europa, wo Marktteilnehmer zunehmend Transparenz und Schutzmaßnahmen fordern.

IB1T Gebühren und Struktur

Der iShares Bitcoin ETP, gelistet unter dem Ticker IB1T, wurde letzte Woche an der Euronext Paris und Amsterdam gehandelt.

Um Investoren anzuziehen, hat der Fonds eine temporäre Kostenquote von 0,15 % eingeführt, die bis Ende 2024 gültig ist.

Nach diesem Zeitraum erhöht sich die Gebühr auf 0,25 % und liegt damit im Einklang mit Wettbewerbern wie dem 1,3 Milliarden Dollar (1,03 Milliarden Pfund) schweren Physical Bitcoin ETP von CoinShares – dem größten in Europa.

Jede IB1T-Aktie ist durch physische Bitcoins gedeckt, wobei Coinbase als Verwahrstelle fungiert. Die Struktur ähnelt dem iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock in den USA, der laut Daten von VettaFi bereits über 48 Milliarden US-Dollar (37,6 Milliarden Pfund) an Vermögenswerten angesammelt hat.

Durch die Auflegung des europäischen Fonds über eine in der Schweiz ansässige Zweckgesellschaft hat BlackRock die Einhaltung der EU-Finanzvorschriften sichergestellt und gleichzeitig Anlegern ein direktes, reguliertes Engagement in Bitcoin ermöglicht.

Die Nachfrage nach Krypto-ETPs steigt.

BlackRocks Einstieg in den europäischen Markt mit IB1T erfolgt inmitten des wachsenden Interesses an Krypto-Anlageprodukten in der gesamten Region.

Die Entscheidung der FCA steht im Einklang mit dem breiteren Trend einer steigenden Nachfrage nach regulierten Bitcoin-Produkten außerhalb Nordamerikas.

Während europäische Anleger historisch gesehen weniger Optionen hatten als ihre US-amerikanischen Pendants, könnte die Einführung des ETP von BlackRock die Marktdynamik verändern.

Die etablierte Glaubwürdigkeit und Infrastruktur des Unternehmens dürften die Akzeptanz beschleunigen, insbesondere bei Institutionen und vorsichtigen Privatanlegern.

Larry Fink, der CEO von BlackRock, hat kürzlich auf makroökonomische Risiken im Zusammenhang mit den steigenden US-Schuldenständen hingewiesen.

In öffentlichen Äußerungen wies er darauf hin, dass diese fiskalischen Belastungen den Status des Dollars als dominierende globale Reservewährung in Frage stellen könnten – und damit das Argument für Bitcoin als langfristigen Wertspeicher stärken würden.

BlackRock baut seine Präsenz in Großbritannien aus.

Die Zulassung von IB1T durch die FCA reiht BlackRock in eine wachsende Liste globaler Unternehmen ein, die in Großbritannien Kryptodienstleistungen anbieten dürfen.

Die Liste umfasst nun große Finanzplattformen wie PayPal, Coinbase und Revolut.

Der Zeitpunkt ist bedeutsam, da die europäischen Regulierungsbehörden weiterhin den Rahmen für Märkte für Krypto-Assets (MiCA) umsetzen, der darauf abzielt, die Krypto-Regulierung in der gesamten EU zu harmonisieren.

Obwohl das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil des Blocks ist, bleibt die FCA-Registrierung für Unternehmen, die britische Anleger ansprechen, unerlässlich.

Die Einführung von IB1T erweitert BlackRocks Kryptoangebot auf eine breitere geografische Basis und positioniert den Vermögensverwalter so, dass er von der sich abzeichnenden regulatorischen Klarheit und der steigenden Anlegernachfrage in Europa profitieren kann.

Da das Produkt nun in Großbritannien erhältlich ist, wird BlackRock eine größere Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des regulierten Bitcoin-Engagements auf dem Kontinent spielen.