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Globale Anleiherenditen stürzen ab, da Anleger angesichts des Ausverkaufs an den Aktienmärkten in sichere Häfen flüchten.

Globale Anleiherenditen stürzen ab, da Anleger angesichts des Ausverkaufs an den Aktienmärkten in sichere Häfen flüchten.
Srinibas Rout
07. Apr. 2025, 17:32 PM
  • Auf der anderen Seite des Atlantiks spiegelten auch die US-Anleihemärkte die Besorgnis der Anleger wider.
  • Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe Deutschlands sank von 2,72 % am vergangenen Mittwoch auf 2,59 % am Montagnachmittag.
  • Die Rendite japanischer zehnjähriger Staatsanleihen fiel am Montag auf ein Dreimonatstief.

Die Anleihemärkte weltweit boomen, da Anleger in sicherere Anlagen flüchten, angetrieben von einem starken Ausverkauf an den globalen Aktienmärkten nach der jüngsten Zollerklärung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Befürchtungen einer möglichen globalen Konjunkturabschwächung und erhöhte Marktunsicherheit haben zu einem starken Rückgang der Renditen von Staatsanleihen in den wichtigsten Volkswirtschaften geführt.

In Europa sank die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe Deutschlands – die weithin als Benchmark für die Eurozone gilt – von 2,72 % am vergangenen Mittwoch auf 2,59 % am Montagnachmittag.

Erst vor wenigen Wochen hatten die Renditen die 2,9 %-Marke überschritten, da die Märkte einen Anstieg der fiskalischen Ausgabenpläne für die größte Volkswirtschaft Europas einpreisten.

Da sich die Renditen von Anleihen umgekehrt zu den Preisen entwickeln, signalisieren sinkende Renditen einen Anstieg der Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen.

Auf der anderen Seite des Atlantiks spiegelten auch die US-Anleihemärkte die Besorgnis der Anleger wider.

Die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen sank auf etwa 3,58 %, den niedrigsten Stand seit September 2022.

Unterdessen verharrte die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen knapp unter der kritischen 4%-Marke, die sie zuletzt im Oktober 2024 erreicht hatte, was auf anhaltende Vorsicht hindeutet.

Die asiatischen Märkte spiegelten diesen Trend wider.

Die Rendite japanischer zehnjähriger Staatsanleihen fiel am Montag auf ein Dreimonatstief und beendete damit den stärksten wöchentlichen Rückgang seit 1998, so die Ökonomen der Deutschen Bank.

Investoren ringen mit den potenziellen Folgen aggressiver Zollpolitik, unsicheren globalen Wachstumsaussichten und der Frage, wie Zentralbanken ihre geldpolitischen Strategien anpassen könnten.

Analysten der Rabobank merkten an, dass eine Rücknahme der Zölle Trumps die Marktturbulenzen zwar vorübergehend mildern könnte, das Anlegervertrauen aber möglicherweise nicht vollständig wiederherstellen würde.

„Die Bund-Rallye lockert die regionenweite Verschärfung der Finanzbedingungen“, sagten Rabobank-Analysten gegenüber CNBC.

Sie fügten hinzu, dass die Unberechenbarkeit der aktuellen Politik unabhängig von kurzfristigen politischen Veränderungen weiterhin ein erhebliches Hindernis für die Marktstimmung und die Risikobereitschaft darstellt.

Angesichts der wachsenden Sorgen vor einer Rezession unterstreicht der Ansturm auf Anleihen den fragilen Zustand der globalen Finanzmärkte, da Händler Schutz vor der zunehmenden Volatilität suchen.