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USA bestätigen 104 % Zölle auf chinesische Importe ab dem 9. April: „Zusätzliche Zölle werden ab morgen erhoben“

USA bestätigen 104 % Zölle auf chinesische Importe ab dem 9. April: „Zusätzliche Zölle werden ab morgen erhoben“
Srinibas Rout
08. Apr. 2025, 20:04 PM
  • „Der zusätzliche Zoll von 104 % wird ab morgen, dem 9. April, erhoben“, sagte Karine Jean-Pierre.
  • Die Ankündigung erfolgt kurz nachdem Präsident Trump signalisiert hatte, er warte auf eine Antwort Chinas.
  • Chinesische Beamte bezeichneten Washingtons jüngste Maßnahmen als „Erpressung“ und schworen, „bis zum Ende zu kämpfen“.

Die Handelsspannungen zwischen den USA und China nahmen am Montag eine dramatische Wendung, als das Weiße Haus einen umfassenden 104-prozentigen Zoll auf ausgewählte chinesische Importe bestätigte und damit den ohnehin schon angespannten Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt weiter eskalierte.

Laut Fox Business-Reporter Edward Lawrence gab die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, bekannt, dass die neuen Zölle am 9. April um 12 Uhr Eastern Time in Kraft treten würden, nachdem China sich geweigert hatte, seine Vergeltungszölle auf amerikanische Waren zurückzunehmen.

„Der zusätzliche Zoll von 104 % wird ab morgen, dem 9. April, erhoben“, erklärte Jean-Pierre und unterstrich damit die verschärfte Haltung Washingtons.

Diese dramatische Eskalation folgt auf die Warnung von Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche, dass Strafmaßnahmen eingeführt würden, wenn Peking seine Vergeltungszölle von 34 % nicht abschaffe.

Da China seine Position hielt, reagierten die USA mit einer drastischen Erhöhung der Zölle, was den Handelskonflikt weiter verschärfte und neue Schockwellen durch die ohnehin schon nervösen Finanzmärkte sandte.

Die Ankündigung erfolgt kurz nachdem Präsident Trump signalisiert hatte, er warte auf eine Antwort Chinas, bevor er drastische Maßnahmen ergreife.

Während Trump die Tür für Verhandlungen offen ließ, machten Regierungsbeamte deutlich, dass China bei künftigen Handelsgesprächen keine Priorität genießen würde, was eine strategische Neuausrichtung der US-Politik unterstreicht.

Nach Trumps erster Zollerhöhung am 2. April erholten sich die globalen Märkte leicht, nachdem in der Vorwoche ein starker Ausverkauf Billionen von Dollar an Wert vernichtet hatte.

Die US-Aktien konnten einige Gewinne zurückgewinnen, aber Analysten warnen, dass eskalierende Handelskonflikte erneute Volatilität auslösen, die Anlegerstimmung beeinträchtigen und das globale Wirtschaftswachstum verlangsamen könnten.

Die neue Zollerhöhung von 104 % verschärft die bestehenden Handelshemmnisse erheblich. Zuvor hatte Trump auf fast alle US-Importe einen Zoll von 10 % erhoben, und ab dem 9. April sollen weitere Zölle – möglicherweise bis zu 50 % – gegen mehrere Handelspartner eingeführt werden.

Dieser harte Kurs hat bei Wirtschaftsverbänden und Ökonomen Bedenken hinsichtlich steigender Kosten für amerikanische Verbraucher und Unternehmen, die auf chinesische Waren angewiesen sind, hervorgerufen.

Peking hat sich geweigert, nachzugeben.

Chinesische Beamte bezeichneten Washingtons jüngste Maßnahmen als „Erpressung“ und schworen, „bis zum Ende zu kämpfen“, um ihre Interessen zu schützen.

Die chinesische Regierung betonte ihre Bereitschaft, gegebenenfalls mit Gegenmaßnahmen zu reagieren, und schürte damit die Befürchtungen eines umfassenden Handelskrieges mit globalen Folgen.

Trotz der scharfen Rhetorik deutete Trump die Möglichkeit einer Einigung an.

„China will auch unbedingt einen Deal, aber sie wissen nicht, wie sie ihn in Gang bringen sollen. Wir warten auf sie“, sagte der Präsident und deutete an, dass die Diplomatie nach wie vor ein möglicher Weg nach vorn sei – wenn auch derzeit ein ferner.

Angesichts der zunehmenden Spannungen richten sich nun alle Augen auf Pekings nächsten Schritt.

Die Folgen dieser jüngsten Eskalation könnten nicht nur die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China, sondern auch die gesamte Weltwirtschaft nachhaltig beeinträchtigen.