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Britische Krypto-Unternehmen sollen im Rahmen eines vorgeschlagenen Regulierungsrahmens strengeren Regeln unterliegen.

Britische Krypto-Unternehmen sollen im Rahmen eines vorgeschlagenen Regulierungsrahmens strengeren Regeln unterliegen.
Rony Roy
29. Apr. 2025, 18:52 PM
  • Der Gesetzentwurf unterstellt Crypto exchanges, Verwahrer und Staking-Dienste einer formellen Regulierung.
  • Emittenten von Stablecoins werden mit neuen Anforderungen an die Vermögensdeckung und die Rücknahme konfrontiert sein.
  • Die FCA und die PRA werden voraussichtlich vor der endgültigen Gesetzgebung mit der Veröffentlichung von Leitlinien beginnen.

Die Gesetzgeber im Vereinigten Königreich haben einen Entwurf von Regeln veröffentlicht, der Crypto exchanges, -Händler und -Vermittler in den regulatorischen Rahmen einbeziehen würde.

Am 29. April stellte das britische Finanzministerium und die Schatzkanzlerin Rachel Reeves die Vorschläge im Rahmen eines großen Gipfels in London als Teil der UK Fintech Week vor.

Dieser Schritt bildet eine zentrale Säule der umfassenderen Regierungsinitiative „Plan für Veränderung“, die darauf abzielt, Innovationen zu fördern und gleichzeitig betrügerische Aktivitäten zu bekämpfen.

„Mit unserem Plan für den Wandel machen wir Großbritannien zum besten Ort der Welt für Innovationen – und zum sichersten Ort für Verbraucher“, sagte Reeves und fügte hinzu, dass der kommende Rahmen voraussichtlich „das Vertrauen der Anleger stärken, das Wachstum von Fintech unterstützen und die Menschen im gesamten Vereinigten Königreich schützen“ werde.

Welche Krypto-Regulierungen sind geplant?

Nach dem vorgeschlagenen Gesetz müssen Krypto-Unternehmen, die Dienstleistungen für britische Kunden anbieten, klare Standards in Bezug auf Transparenz, Verbraucherschutz und operative Widerstandsfähigkeit erfüllen, ähnlich wie die traditionelle Finanzbranche im Vereinigten Königreich reguliert wird.

Der neue Rahmen würde nicht nur Börsen und Broker, sondern auch Verwahrstellen und andere Dienstleister im Krypto-Bereich umfassen.

Die Entwurfsregeln beschreiben eine Reihe von Aktivitäten, die nun eine formelle Genehmigung erfordern.

Dies umfasst den Betrieb einer Kryptowährungs- Trading platform, den Handel mit Kryptowährungs-Assets als Eigenhändler oder als Vermittler, die Vermittlung von Kryptowährungs-Asset-Geschäften für Dritte und die Verwahrung von Kryptowährungs-Assets der Kunden.

Auch Emittenten von Stablecoins werden erstmals reguliert.

Unternehmen, die an Fiatwährungen gekoppelte Stablecoins anbieten, müssen strenge Anforderungen an die Verwahrung und Verwaltung der Deckungswerte erfüllen, um die Wertstabilität zu gewährleisten.

Verwahrstellen müssen die sichere Aufbewahrung gewährleisten, private Schlüssel schützen und die Regeln zur Trennung und Meldung von Kundenvermögen einhalten.

Jedes Unternehmen, das Krypto-Staking-Dienste anbietet, bei denen die Vermögenswerte der Kunden zur Validierung von Blockchain-Transaktionen verwendet werden, muss unter definierten Standards arbeiten, um Transparenz und ein effektives Risikomanagement zu gewährleisten.

Die Regierung hat einige Ausnahmen eingebaut, um eine Überregulierung zu vermeiden.

Aktivitäten wie die bloße Entwicklung von Kryptoassets, das Prägen von Stablecoins oder die Vermittlung privater Transfers ohne öffentliche Aufforderung lösen nicht automatisch eine Regulierung aus.

Unterdessen könnten auch ausländische Unternehmen, die britische Verbraucher bedienen, in den Anwendungsbereich der Vorschriften fallen, wenn kein regulierter Vermittler beteiligt ist.

Das bedeutet, dass ausländische Plattformen möglicherweise die Vorschriften einhalten müssen, wenn sie Nutzer im Vereinigten Königreich direkt ansprechen.

Laut dem Finanzministerium werden die FCA und die PRA in Kürze mit der Veröffentlichung von Leitlinien beginnen, wobei die endgültige Gesetzgebung im Laufe dieses Jahres erwartet wird.

Großbritannien geht gegen illegale Aktivitäten vor.

Die Entwürfe bauen auf jahrelanger regulatorischer Vorarbeit auf und erscheinen nur wenige Monate, nachdem die FCA bereits einen stufenweisen Plan zur vollständigen Regulierung bis 2026 skizziert hatte, der die Aufsicht über Stablecoins, Maßnahmen gegen Marktmissbrauch und Kreditvergabevorschriften umfasst.

Die britischen Regulierungsbehörden haben in der Zwischenzeit die Durchsetzung von Krypto-Regeln verstärkt.

Im April 2024 traten neue Befugnisse gemäß dem Gesetz über Wirtschaftskriminalität und Unternehmenstransparenz in Kraft, die den Behörden die Möglichkeit geben, verdächtige Crypto wallets für bis zu drei Jahre einzufrieren, noch bevor Anklage erhoben wird.

Seitdem wurden laut einer MailOnline-Recherche Kryptowährungen im Wert von rund 6 Millionen Pfund (7,7 Millionen Dollar) von Strafverfolgungsbehörden, HMRC und Polizei eingefroren.