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Australien geht gegen inaktive Crypto exchanges vor, um Finanzkriminalität zu bekämpfen.

Australien geht gegen inaktive Crypto exchanges vor, um Finanzkriminalität zu bekämpfen.
Rony Roy
30. Apr. 2025, 09:15 AM
  • AUSTRAC warnt inaktive Crypto exchanges, ihren Status zu aktualisieren oder die Deregistrierung zu riskieren.
  • Die Initiative folgt auf Bedenken hinsichtlich Betrugs, Geldwäsche durch Geldkuriere und Kryptowährungen.
  • Ein öffentliches Register der lizenzierten Börsen wird in Kürze zur Überprüfung durch die Verbraucher eingeführt.

Australien wird gegen inaktive Cryptocurrency exchanges vorgehen, da befürchtet wird, dass diese von Kriminellen für Betrug und Geldwäsche missbraucht werden könnten.

Laut dem Australian Transaction Reports and Analysis Centre (AUSTRAC) scheint eine wachsende Zahl registrierter digitaler Währungsbörsen (DCEs) inaktiv zu sein, bleibt aber im offiziellen Register eingetragen.

Die Behörde hat nun begonnen, diese Unternehmen zu kontaktieren und sie zu warnen, entweder ihren Betriebsstatus zu aktualisieren oder die Deregistrierung zu riskieren, hieß es in einer Mitteilung vom 29. April.

Warum geht Australien gegen inaktive Crypto exchanges vor?

In einer am 29. April veröffentlichten Erklärung teilte AUSTRAC mit, dass die Kampagne Teil einer umfassenderen Anstrengung sei, den Sektor zu bereinigen und sicherzustellen, dass sein offizielles Register legitime und aktive Anbieter korrekt widerspiegelt.

Die Behörde gab an, dass es in Australien derzeit 427 registrierte DCEs gibt, aber ein „erheblicher Teil“ möglicherweise keine Krypto-Dienstleistungen mehr anbietet.

Brendan Thomas, CEO von AUSTRAC, ist der Ansicht, dass inaktive Registrierungen ein ernsthaftes Risiko darstellen, da sie von Kriminellen gekauft und umfunktioniert werden können.

„Weil die AUSTRAC-Registrierung Legitimität verleiht“, sagte er, „sind Unternehmen, die nicht mehr tätig sind, anfällig dafür, von Kriminellen gekauft und vereinnahmt zu werden.“

Alle digitalen Währungsumtauschstellen in Australien, einschließlich Betreiber von Krypto-Geldautomaten, müssen sich bei AUSTRAC registrieren lassen, bevor sie Dienstleistungen anbieten, die Bargeld in Krypto oder umgekehrt umwandeln.

Diese Einrichtungen unterliegen der Aufsicht von AUSTRAC als Teil des nationalen Rahmens zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Laut Thomas sind registrierte Unternehmen verpflichtet, ihre Daten auf dem neuesten Stand zu halten, einschließlich Informationen über Dienstleistungen, die sie nicht mehr anbieten.

Andernfalls, warnte er, könnte ihre Registrierung annulliert werden.

„Wir wollen das Vertrauen der Verbraucher in die AUSTRAC-Registrierung schützen und das Potenzial für den unsachgemäßen Verkauf und die Nutzung von DCE-Unternehmen begrenzen“, sagte er.

Die Behörde erklärte, sie sei befugt, eine Registrierung zu widerrufen, wenn begründete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Unternehmen nicht mehr tätig ist.

Diese Stornierungen werden erfasst und auf der Website von AUSTRAC öffentlich aufgeführt.

Seit 2019 wurden zehn DCE-Registrierungen annulliert, darunter FTX Express, der australische Ableger der inzwischen insolventen FTX-Börse, der seine Registrierung im Juni 2024 verlor.

AUSTRAC plant außerdem die Einführung eines öffentlich zugänglichen Registers aktiver DCEs, das es Verbrauchern ermöglicht, zu überprüfen, ob ein Anbieter offiziell lizenziert ist und der Aufsicht unterliegt.

Das Ziel ist laut Thomas, zu verhindern, dass Nutzer über die Dienstleistungen, die ein Unternehmen anbieten darf, in die Irre geführt werden.

„Unsere Erkenntnisse zeigen, dass Kryptowährungen von Kriminellen für Geldwäsche, Betrug und Geldkurieraktivitäten missbraucht werden können“, bemerkte Thomas und fügte hinzu, dass zu viele Menschen Opfer von Betrug mit digitalen Währungen werden.

Die derzeitigen Bemühungen, sagte er, zielen darauf ab, die Genauigkeit des nationalen Registers zu verbessern und gleichzeitig „Kriminelle aus dieser Branche zu vertreiben“.

Australien will den Kryptosektor regulieren.

Wie Invezz bereits berichtete, arbeitet Australien auch an einem umfassenderen regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen.

Im März veröffentlichte das Finanzministerium einen Fahrplan mit Schwerpunkt auf Tokenisierung, realen Vermögenswerten und Großhandels-CBDCs.

Der Plan umfasst Pilotprogramme zum Testen tokenisierter Währungen, wie z. B. Stablecoins, für die Abwicklung von Großhandelstransaktionen.

Diese Versuche zielen darauf ab, die Effizienz zu steigern und die Abhängigkeit von Vermittlern zu verringern.

Die Gesetzgeber planen außerdem die Einführung eines Lizenzsystems für Crypto exchanges.

Im Rahmen des neuen Regelwerks müssen Plattformen die Standards für Finanzdienstleistungen erfüllen und für die Vermögenswerte der Nutzer Drittverwahrer einsetzen.

Um das De-Banking zu bekämpfen, zielt der Rahmen darauf ab, lizenzierten Krypto-Unternehmen einen besseren Zugang zum traditionellen Bankwesen zu ermöglichen.

Beamte glauben, dass klarere Regeln das Vertrauen zwischen Banken und Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte stärken werden.