Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 steigt dank Optimismus nach chinesischen Handelsgesprächen und Shell-Ergebnissen

Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 steigt dank Optimismus nach chinesischen Handelsgesprächen und Shell-Ergebnissen
Deepali Singh
02. Mai 2025, 09:48 AM
  • Die europäischen Aktienmärkte eröffneten am Freitag deutlich höher (Stoxx 600 +0,88 %), angeführt von Bergbauunternehmen und Banken.
  • Die Stimmung verbesserte sich, nachdem China signalisiert hatte, mögliche Handelsgespräche mit den USA zu prüfen.
  • Die Shell-Aktien stiegen um 2,4 %, nachdem die Erwartungen an den Gewinn im ersten Quartal übertroffen und ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 3,5 Milliarden Dollar angekündigt worden waren.

Die europäischen Aktienmärkte legten am Freitag zum Handelsbeginn kräftig zu, angetrieben von neuem Optimismus, nachdem China seine Bereitschaft zu Handelsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten signalisiert hatte.

Diese positive Entwicklung, gepaart mit starken Gewinnen des Energieriesen Shell, half den Anlegern, über gemischte Unternehmensergebnisse und breitere wirtschaftliche Unsicherheiten hinwegzusehen, als der Handel nach dem Feiertag am 1. Mai wieder aufgenommen wurde.

Der gesamteuropäische Stoxx 600 Index legte im frühen Handel um 0,88 % zu (bis 8:26 Uhr Londoner Zeit auf 1 % gestiegen), was auf ein breit angelegtes Kaufinteresse hindeutet.

Die Rallye war besonders stark in zyklischen Sektoren, die empfindlich auf die Dynamik des Welthandels reagieren: Bergbauaktien führten den Aufschwung an und stiegen um 2,5 %, während Bankaktien um gesunde 1,7 % zulegten.

Der französische CAC 40 und der deutsche DAX legten beide um rund 1,4 % zu, während der britische FTSE 100, der aufgrund des Feiertags am Donnerstag allein gehandelt hatte, um 0,8 % stieg.

Der FTSE 100 konnte am Donnerstag einen kleinen Gewinn verbuchen und damit seine 14. positive Sitzung in Folge verzeichnen – die längste Gewinnserie seit 2017.

Der Hauptkatalysator für die positive Stimmung am Freitag waren Nachrichten aus Asien. China signalisierte, es „prüfe die Möglichkeit von Handelsgesprächen“ mit dem Weißen Haus – ein bedeutendes Signal, obwohl die Behörden Pekings Kernforderung nach Aufhebung aller einseitigen Zölle durch die USA bekräftigten, die die Zölle auf einige chinesische Waren in den dreistelligen Bereich getrieben haben.

Dieser Hinweis auf einen möglichen Dialog stand im Gegensatz zu den jüngsten Äußerungen des US-Finanzministers Scott Bessent, der Anfang der Woche angedeutet hatte, es liege „an China, die Situation zu deeskalieren“.

Die Unternehmensgewinne zeigen ein gemischtes Bild.

Während die Hoffnung auf Handelsabkommen den Gesamtmarkt beflügelte, zeichneten die Berichte über die Unternehmensergebnisse ein differenzierteres Bild:

Daten und globaler Kontext

Die Anleger warteten auch auf die vorläufigen Inflationsdaten für die Eurozone im April, die am Freitagvormittag veröffentlicht werden sollten.

Über Nacht wurde die Stimmung an der Wall Street durch besser als erwartete Ergebnisse von Meta und Microsoft gestützt, obwohl enttäuschende Ergebnisse von Apple und Amazon, die nach Börsenschluss veröffentlicht wurden, die Begeisterung im nachbörslichen Handel etwas dämpften.

Trotz der anhaltenden Sorgen um das globale Wachstum und den endgültigen Verlauf der Handelsverhandlungen bot das Signal aus China bezüglich möglicher Gespräche einen konkreten Grund zum Optimismus, sodass die europäischen Märkte den letzten Handelstag der Woche stark beginnen konnten.