Asiatische Märkte öffnen: Märkte jubeln über bevorstehende Handelsverhandlungen zwischen den USA und China in der Schweiz

Asiatische Märkte öffnen: Märkte jubeln über bevorstehende Handelsverhandlungen zwischen den USA und China in der Schweiz
Deepali Singh
07. Mai 2025, 05:43 AM
  • Asiatische Aktien und der US-Dollar stiegen am Mittwoch nach der Bestätigung von US-chinesischen Handelsgesprächen in der Schweiz.
  • US-Finanzminister Bessent und Handelsbeauftragter Greer treffen sich mit chinesischen Beamten (erste Gespräche seit den neuen Zöllen).
  • Nach der jüngsten Volatilität, die durch die Angst vor einer Eskalation des Handelskrieges ausgelöst wurde, trugen Nachrichten zur Stabilisierung der Stimmung bei.

Die asiatischen Aktienmärkte und der US-Dollar legten am Mittwoch zum Handelsbeginn zu, da die Bestätigung bevorstehender hochrangiger Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und China den Märkten, die zuletzt von eskalierenden Zollspannungen erschüttert wurden, eine willkommene Dosis Optimismus verlieh.

Die Nachricht weckte Hoffnungen auf eine mögliche Deeskalation des Handelskonflikts zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Ein regionaler Index asiatischer Aktien gewann an Fahrt, und die Futures für den S&P 500 stiegen um 0,8 %, nachdem bekannt wurde, dass US-Finanzminister Scott Bessent und Handelsbeauftragter Jamieson Greer diese Woche in der Schweiz mit chinesischen Regierungsvertretern zusammentreffen sollen.

Dies ist der erste offiziell bestätigte hochrangige Handelsdialog seit Präsident Donald Trump im vergangenen Monat weitreichende Zölle verhängte, darunter besonders hohe Abgaben auf chinesische Waren.

Der australische Dollar legte aufgrund der Nachrichten ebenfalls leicht zu, während traditionelle sichere Anlagen wie Gold und US-Staatsanleihen unter Verkaufsdruck gerieten.

Die Finanzmärkte waren angespannt und schwankten aufgrund der Befürchtung, dass Präsident Trumps aggressiver globaler Handelskrieg, der durch seit einem Jahrhundert nicht mehr gesehene Zölle gekennzeichnet ist, in Verbindung mit Pekings Vergeltungsmaßnahmen die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte.

Die geplanten Gespräche bieten einen möglichen Weg zur Minderung dieser Risiken.

„Die Schlagzeilen aus den USA und China haben zur Stabilisierung der Stimmung beigetragen“, kommentierte Christopher Wong, Devisenstratege bei der Oversea-Chinese Banking Corp.

Er bemerkte, dass die Ankündigung „die Erholung prozyklischer Währungen unterstützt“ und gleichzeitig eine Auflösung von Safe-Haven-Positionen in Vermögenswerten wie dem japanischen Yen, dem Schweizer Franken und Gold auslöst.

Hohe Einsätze für den globalen Handel

Investoren und Unternehmen gleichermaßen erwarten mit Spannung die Aussicht auf einen konstruktiven Dialog und hoffen auf eine Senkung der hohen Zölle, die den bilateralen Handel zu lähmen drohen.

Die USA haben Zölle von bis zu 145 % auf viele chinesische Importe erhoben, während China mit Importzöllen von bis zu 125 % auf amerikanische Waren reagiert hat.

Diese Maßnahmen haben bereits Unternehmen dazu veranlasst, ihre Gewinnprognosen zurückzuziehen, und Bedenken hinsichtlich steigender Preise für eine breite Palette von Gütern geweckt, von Produktionsanlagen bis hin zu alltäglichen Konsumgütern.

Die Nachricht von den Gesprächen bildete einen Kontrast zur Stimmung des Vortages.

Am Dienstag schloss der S&P 500 mit einem Minus von 0,8 %, nachdem Präsident Trump angedeutet hatte, er werde die Zollsätze und Zugeständnisse für Handelspartner einseitig festlegen und damit die Aussicht auf verhandelte Lösungen zu schmälern schien.

Diese frühere Haltung hatte eine Flucht in sichere Anlagen ausgelöst und die Nachfrage nach US-Staatsanleihen angekurbelt, die auch von einem soliden Verkauf von 10-jährigen Anleihen im Wert von 42 Milliarden Dollar profitierten.

Regionaler Fokus: Chinas Marktpolitik, Geopolitik, Fed-Entscheidung

Neben den Schlagzeilen über die Gespräche zwischen den USA und China beeinflussen mehrere weitere Faktoren die regionalen Märkte.

In Asien werden die chinesische Zentralbank und die Finanzaufsichtsbehörden um 9 Uhr Pekinger Zeit eine Pressekonferenz abhalten, um Maßnahmen zur Stabilisierung der inländischen Märkte zu erörtern.

Dieses Briefing wird genau beobachtet werden, da China mit dem zunehmenden Druck durch US-Zölle und wachsenden Sorgen um seine wirtschaftlichen Aussichten zu kämpfen hat.

Auch die Händler in Japan kehren nach einem zweitägigen Feiertag an ihre Arbeitsplätze zurück.

Im Bereich der geopolitischen Entwicklungen bestätigte Indien, gezielte Militärschläge gegen Pakistan durchgeführt zu haben.

Dies war eine erwartete Reaktion auf ein Versprechen von Vergeltung für einen militanten Angriff im Kaschmir im vergangenen Monat, bei dem 26 Menschen ums Leben kamen.

Pakistan wiederum behauptete, fünf indische Flugzeuge abgeschossen und indische Soldaten gefangen genommen zu haben, was die regionalen Spannungen weiter verschärfte.

Weltweit richten die Anleger ihr Augenmerk auch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, die später am Mittwoch ansteht.

Während Händler weitgehend erwarten, dass die politischen Entscheidungsträger die Zinssätze unverändert lassen, werden die Kommentare der Fed-Beamten genau unter die Lupe genommen.

Trotz des anhaltenden Drucks von Präsident Trump auf die Zentralbank, die Zinssenkungen wieder aufzunehmen, haben die meisten Fed-Beamten einen datenabhängigen Ansatz betont und darauf gewartet, die wirtschaftlichen Auswirkungen der kürzlich umgesetzten Handelspolitik zu bewerten.

Thierry Wizman von Macquarie warnte davor, ein allzu taubenhaftes Signal der Fed zu erwarten.

„Wenn Händler glauben, die Fed werde morgen zur Rettung der Welt eilen und die jüngste Zunahme der politischen und geldpolitischen Unsicherheit mit einem Signal offener ‚Taubenhaftigkeit‘ besänftigen, sollten sie noch einmal darüber nachdenken“, riet er.