Bank of England senkt Leitzins auf 4,25 % angesichts des schwachen Wachstums und der nachlassenden Inflation.

Bank of England senkt Leitzins auf 4,25 % angesichts des schwachen Wachstums und der nachlassenden Inflation.
Utkarsh Roshan
08. Mai 2025, 13:21 PM
  • Die Bank of England senkte am Donnerstag ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 %.
  • Die Inflationsrate sank in den zwölf Monaten bis März auf 2,6 %, gegenüber 2,8 % im Vormonat.
  • Die Abschwächung des Preisdrucks hat den politischen Entscheidungsträgern etwas Spielraum für eine Lockerung der Kreditkosten verschafft.

Die Bank of England senkte am Donnerstag ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 %, angesichts der verhaltenen Wirtschaftsdynamik und des nachlassenden Inflationsdrucks.

Der mit Spannung erwartete Schritt zielt darauf ab, das Wachstum zu unterstützen, da die britische Wirtschaft mit schwacher Produktion und externen Unsicherheiten, insbesondere im globalen Handel, zu kämpfen hat.

Die Inflationsrate sank in den zwölf Monaten bis März auf 2,6 %, gegenüber 2,8 % im Vormonat.

Die Abschwächung des Preisdrucks hat den politischen Entscheidungsträgern etwas Spielraum gegeben, die Kreditkosten zu senken, ohne ein Wiederaufflammen der Inflation zu riskieren.

Die Zinssenkung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die globale Wirtschaftstätigkeit weiterhin von geopolitischen Spannungen und handelsbezogenen Unsicherheiten, insbesondere aufgrund der Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, überschattet wird.

Im Inland zeigt die britische Wirtschaft Anzeichen von Stagnation, wobei die Verbraucherstimmung gedämpft und die Unternehmensinvestitionen schwach sind.

Die Senkung des Leitzinses dürfte Haushalten und Unternehmen, die mit angespannten finanziellen Bedingungen zu kämpfen haben, etwas Erleichterung bringen.

Niedrigere Zinssätze senken in der Regel die Kreditkosten für Hypotheken, Privatkredite und Unternehmenskredite, wodurch der Druck auf die Verbraucher verringert und die Investitionstätigkeit angekurbelt wird.

Die Maßnahme dürfte jedoch für Sparer weniger erfreulich sein, da sie mit geringeren Renditen auf Sparkonten und anderen zinstragenden Instrumenten rechnen müssen.

Die Entscheidung der Bank of England reiht sie in eine wachsende Zahl globaler Zentralbanken ein, die angesichts sich verschlechternder Wachstumsaussichten eine Lockerung der Geldpolitik beschließen.

Marktteilnehmer werden nun genau auf Signale achten, ob weitere Lockerungen folgen könnten, insbesondere wenn die Wirtschaftsdaten weiterhin hinter den Erwartungen zurückbleiben.