Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 legt über 1 % zu, da die Märkte das US-China-Abkommen begrüßen.

Europäische Märkte eröffnen: Stoxx 600 legt über 1 % zu, da die Märkte das US-China-Abkommen begrüßen.
Deepali Singh
12. Mai 2025, 09:43 AM
  • Die europäischen Aktienmärkte eröffneten am Montag deutlich höher (Stoxx 600 +1,1 %) aufgrund der Nachrichten über ein US-chinesisches Zollabkommen.
  • Das Weiße Haus gab bekannt, dass die USA und China sich auf eine Senkung der Zölle geeinigt haben und die meisten für 90 Tage aussetzen.
  • US-Finanzminister Bessent bezeichnete die Gespräche als „sehr produktiv“, was die Stimmung an den globalen Märkten verbesserte.

Die europäischen Aktienmärkte starteten am Montag mit einem kräftigen Aufschwung in die neue Handelswoche, da die Anleger die Nachricht, dass die Vereinigten Staaten und China eine Vereinbarung zur deutlichen Senkung der Handelszölle erzielt hatten, begeistert aufnahmen.

Dieser scheinbare Durchbruch im langwierigen Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hob die Stimmung an den globalen Märkten sofort.

Die positive Dynamik war von Handelsbeginn an an allen wichtigen europäischen Börsen deutlich zu spüren.

Der gesamteuropäische Stoxx Europe 600 Index legte im frühen Handel um 1,1 % zu.

Die führenden nationalen Indizes folgten dem Beispiel: Der deutsche DAX legte um 1,6 % zu, der französische CAC 40 stieg um 1,3 %, und der britische FTSE 100 eröffnete mit einem Plus von rund 0,6 %.

Frühere IG-Daten hatten vorbörsliche Erwartungen für den FTSE 100 von +35 Punkten, den DAX von +192 Punkten, den CAC von +70 Punkten und den italienischen FTSE MIB von +366 Punkten angezeigt.

Der Hauptkatalysator für diese starke Risikobereitschaft war die Ankündigung des Weißen Hauses am Wochenende eines „Handelsabkommens“ mit China, das eine Vereinbarung zur Aussetzung der meisten Zölle für einen Zeitraum von 90 Tagen beinhaltete.

US-Finanzminister Scott Bessent bekräftigte am Montag den Optimismus und erklärte, die Gespräche mit China seien „sehr produktiv“ verlaufen.

Dies signalisierte eine deutliche Entspannung der Handelsspannungen, die die globalen Wirtschaftsaussichten stark belastet hatten.

Die positiven Nachrichten verbreiteten sich in den globalen Märkten, noch bevor der europäische Handel begann.

Die US-Aktienfutures waren am Sonntagabend nach den Äußerungen des Weißen Hauses stark gestiegen. Die Nasdaq-Futures deuteten auf Gewinne von rund 3,6 % hin, die S&P-500-Futures legten um 2,8 % zu, und die Dow-Futures signalisierten einen Anstieg von fast 1000 Punkten (oder 2,3 %).

Auch die asiatisch-pazifischen Märkte erholten sich am Montag aufgrund der wahrgenommenen Fortschritte weitgehend.

Sichere Häfen ziehen sich zurück, da die Risikobereitschaft wieder zunimmt.

Die verbesserten Aussichten für den Welthandel führten zu einer spürbaren Abkehr von traditionellen sicheren Anlagen.

Der Goldpreis, der in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Instabilität oft steigt, stürzte am Montag ab, als Anleger Schutzpositionen auflösten. Um 9:20 Uhr Singapurer Zeit wurde das Edelmetall 1,85 % niedriger bei 3.262,29 $ pro Unze gehandelt.

Dies bedeutete eine deutliche Umkehrung gegenüber der Vorwoche, in der Gold einen Zuwachs von 2,6 % verzeichnet hatte, da Anleger Zuflucht vor den Unsicherheiten im Handel suchten.

Bitcoin, ein weiteres Vermögenswert, der manchmal als Absicherung angesehen wird, verzeichnete am Montag nach den jüngsten starken Kursgewinnen ebenfalls einen leichten Rückgang.

Die führende Kryptowährung verzeichnete bis 11:39 Uhr Singapurer Zeit einen Rückgang von 0,42 % auf 103.859,94 US-Dollar, hielt sich aber weiterhin deutlich über der wichtigen 100.000-Dollar-Marke.

Der jüngste Kursanstieg hatte zu Prognosen geführt, dass das Allzeithoch vom Ende Januar bald wieder erreicht werden würde.

Fokus auf die Gewinne an einem datenarmen Tag

Während die Handelsnachrichten die Schlagzeilen dominierten, richteten die Anleger ihre Aufmerksamkeit auch auf die Unternehmensergebnisse.

Der europäische Ergebnisbericht vom Montag war relativ dünn besetzt, obwohl der italienische Bankenriese UniCredit zu den Unternehmen gehörte, die ihre neuesten Quartalsergebnisse veröffentlichten.

Die breitere Berichtssaison geht weiter und liefert wichtige Einblicke in die Art und Weise, wie Unternehmen die sich verändernde Wirtschaftslage meistern.

Auch die Datenveröffentlichungen des Tages waren spärlich, sodass die Marktteilnehmer die Auswirkungen der Entwicklungen im US-chinesischen Handelskonflikt vollständig verarbeiten konnten.

Zu Beginn der Handelswoche hat der bedeutende Schritt zur Deeskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China das Anlegervertrauen deutlich gestärkt und eine positive Stimmung an den globalen Finanzmärkten geschaffen.