Cathie Wood sagt, Trumps Zölle könnten Wachstum in den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen freisetzen.

Cathie Wood sagt, Trumps Zölle könnten Wachstum in den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen freisetzen.
Diya Poddar
19. Mai 2025, 18:14 PM
  • Das US-UK-Handelsabkommen senkt die Zölle für Autoexporte von 27,5 % auf 10 %.
  • KI wird als Schlüssel zur Beschleunigung der Medikamentenentwicklung und des Wachstums angesehen.
  • Laut Wood könnte Innovation den USA helfen, ihr Haushaltsdefizit abzubauen.

Die von Präsident Donald Trump im April angekündigten Handelszölle haben auf den globalen Märkten scharfe Reaktionen ausgelöst.

Während viele diesen Schritt als protektionistisch interpretieren, glaubt Cathie Wood, Gründerin von ARK Investment Management, dass die politische Wende stattdessen den Weg für einen offeneren und freieren internationalen Handel ebnen könnte.

In einem Gespräch mit Bloomberg Television am 19. Mai 2025 deutete Wood an, dass die Zölle eine Wende für die US-Wirtschaft bedeuten könnten.

Anstatt Barrieren zu errichten, zielten die Maßnahmen der Regierung darauf ab, Beschränkungen abzubauen und die bilaterale Zusammenarbeit zu fördern – ein Schritt, der neue Investitionsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen schaffen könnte, argumentierte sie.

Handelsabkommen deuten auf einen Fokus auf den Abbau von Beschränkungen hin.

Ein Beispiel, das Wood anführte, war das kürzlich abgeschlossene US-amerikanisch-britische Handelsabkommen, das die Zölle auf britische Autoexporte von 27,5 % auf 10 % senkte.

Sie bezeichnete das Abkommen als einen Schritt, um den internationalen Handel zu einer „Straße in beide Richtungen“ zu machen, und deutete an, dass ähnliche Vereinbarungen folgen könnten, wenn das Weiße Haus diese Strategie weiterverfolgt.

Laut Wood könnte die derzeitige Ausrichtung der allgemeinen Handelspolitik faktisch einer Steuersenkung gleichkommen, wenn sie so beibehalten wird.

Dies hätte Auswirkungen auf die Verbraucherpreise, die Gewinnmargen der Unternehmen und die Effizienz der globalen Lieferkette – was sich alles auf das breitere Wirtschaftswachstum auswirken könnte.

Woods' Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund des wachsenden Interesses von Investoren an bilateralen Handelsabkommen und deren Auswirkungen auf strategische Sektoren.

Angesichts der Möglichkeit weiterer Tarifsenkungen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die Branchen, die voraussichtlich am meisten davon profitieren werden.

Es wird erwartet, dass der Technologie- und der Gesundheitssektor davon profitieren werden.

Wood hob Sektoren wie Technologie, Gesundheitswesen und Konsumgüter als wahrscheinliche Profiteure von weniger Handelsbarrieren hervor.

ARK Investment, das sich auf disruptive Technologien konzentriert, erachtet diese politische Wende als besonders wichtig für Branchen wie künstliche Intelligenz, Robotik und Genomik.

Im Gesundheitswesen, so Wood, trägt künstliche Intelligenz bereits dazu bei, die Wirkstoffforschung und -entwicklung zu beschleunigen. Sie ist der Ansicht, dass dieses Potenzial vom breiteren Markt noch nicht vollständig erkannt wurde.

Handelsreformen, die den grenzüberschreitenden Fluss von Vorprodukten und Forschungsinstrumenten erleichtern, könnten Unternehmen helfen, schneller zu wachsen und Entwicklungszeiten zu verkürzen.

Unternehmen, die in diesen Sektoren tätig sind, könnten ebenfalls eine verbesserte Investorenstimmung feststellen, insbesondere wenn bevorstehende Handelsverhandlungen den Zugang zu internationalen Märkten erweitern oder regulatorische Hürden für den Export innovationsgetriebener Produkte abbauen.

Zölle und Innovation im Zusammenhang mit der US-amerikanischen Fiskalstrategie

Auf die steigende Haushaltsdefizit der USA angesprochen, blieb Wood optimistisch.

Sie deutete an, dass das durch den technologischen Fortschritt angekurbelte Wirtschaftswachstum dazu beitragen könnte, Bedenken hinsichtlich des Defizits auszugleichen.

Ihrer Ansicht nach könnten eine durch KI und andere neue Technologien gesteigerte Produktivität und Effizienz die US-Wirtschaft so weit ausbauen, dass die relativen Auswirkungen der Haushaltslücke verringert würden. „Wir können das Defizit durch Wachstum überwinden“, sagte Wood.

Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren neu bewerten, wie Handels- und Industriepolitik das künftige Wachstum beeinflussen könnte, insbesondere in innovationsgestützten Sektoren.