Die Verbreitung der indischen E-Währung steigt sprunghaft an, während die RBI die grenzüberschreitende Einführung anstrebt.

Die Verbreitung der indischen E-Währung steigt sprunghaft an, während die RBI die grenzüberschreitende Einführung anstrebt.
Diya Poddar
29. Mai 2025, 11:50 AM
  • Die Zahl der Transaktionen im Einzelhandel erreichte im Juni 1 Million.
  • Anreize und Gehaltszahlungen führten zu einer frühen Akzeptanz.
  • Indien strebt eine globale Rolle bei der Interoperabilität von CBDCs an.

Die Reserve Bank of India (RBI) unternimmt neue Schritte zur Erweiterung des Nutzens des digitalen Rupien, indem sie in der nächsten Phase der Entwicklung ihrer zentralen Bankenwährung (CBDC) grenzüberschreitende Anwendungsfälle einführt.

Die Zentralbank kündigte in ihrem Jahresbericht 2024–25 ihre Absicht an, internationale Funktionen für den digitalen Rupien-Geldkurs einzuführen.

Dies deutet auf eine Verlagerung von begrenzten inländischen Pilotprojekten hin zu potenziellen bilateralen und multilateralen Kooperationen mit globalen Partnern.

Mit dieser Initiative könnte Indien den Beispielen von Ländern wie China und Singapur folgen, die bereits CBDCs (zentrale Banken-Digitalwährungen) für grenzüberschreitende Zahlungen testen.

Überprüfung über Landesgrenzen hinweg in der nächsten Entwicklungsphase geplant

Laut dem Bericht der RBI wird sich die kommende Phase auf die Erprobung des digitalen Rupien für internationale Transaktionen und die Verbesserung seiner Funktionalität konzentrieren.

Obwohl der Bericht keine konkreten Länder namentlich nennt, die an diesen Pilotprojekten beteiligt sind, wird darin ausgeführt, dass die RBI sowohl bilaterale als auch multilaterale Vereinbarungen prüft.

Diese Entwicklung baut auf früheren Experimenten auf, die im November 2022 mit einem Pilotprojekt für ein CBDC im Großhandel begannen und im Dezember 2022 auf den Einzelhandel ausgeweitet wurden.

Dieser Schritt steht im Einklang mit dem breiteren globalen Interesse an der grenzüberschreitenden Interoperabilität von CBDCs, einschließlich Projekten wie mBridge, das von der Bank für Internationalen Zahlungsverkehr (BIS) geleitet wird.

Wenn die indische digitale Rupie erfolgreich ist, könnte sie zu einem Instrument für die Abwicklung des internationalen Handels werden, insbesondere in rupienbasierten Handelskorridoren, und die Abhängigkeit vom Dollar für grenzüberschreitende Zahlungen verringern.

Der Umsatzwert steigt im Geschäftsjahr 2025 auf über 1.000 Crore ₹.

Trotz der unterschiedlichen Akzeptanz durch die Nutzer hat sich der Wert der im Umlauf befindlichen digitalen Rupie erheblich erhöht.

Die RBI berichtete, dass die Gesamtzirkulation der CBDC am Ende des Geschäftsjahres 2025 bei 1.016,46 Crore ₹ (122,1 Millionen US-Dollar) lag, verglichen mit 234,04 Crore ₹ (28,1 Millionen US-Dollar) im Vorjahr.

Dies entspricht einem Anstieg von 334 % im Vergleich zum Vorjahr und deutet auf eine zunehmende Beteiligung institutioneller Anleger hin, insbesondere im Großhandelssegment.

Die Einführung scheint jedoch hauptsächlich von oben gesteuerten Maßnahmen angetrieben worden zu sein. Banken des öffentlichen Sektors vergaben E-Rupee-Anreize und nutzten diese, um einen Teil der Gehälter der Angestellten auszuzahlen.

Diese Bemühungen trugen dazu bei, die Anzahl der Einzelhandelsgeschäfte bis Ende Juni 2025 auf über 1 Million zu steigern. Dennoch liegt diese Zahl deutlich unter dem früheren Ziel der RBI von 1 Million Transaktionen pro Tag bis Ende 2023.

Trotz Anreize stagniert die Nachfrage im Einzelhandel.

Der RBI-Vorstoß zur Ausweitung der Einzelhandelsakzeptanz durch Anreize und Gehaltsauszahlungen verdeutlicht die Herausforderungen bei der Veränderung des Verbraucherverhaltens.

Das langsame Anwachsen der Nutzerzahlen deutet darauf hin, dass die Nutzung trotz der Infrastruktur- und Regulierungsbereitschaft bei den Endnutzern nicht organisch geworden ist.

Berichten zufolge hat sich der frühere Druck auf die Banken, die Zahl der Einzelhandelsgeschäfte zu erhöhen, gelegt, was ein vorsichtigeres Vorgehen der RBI (Reserve Bank of India) in Bezug auf ein aggressives Wachstum darstellt, bevor eine Übereinstimmung zwischen Produkt und Markt erzielt wurde.

Diese Pause könnte der RBI die Möglichkeit bieten, ihre Strategie neu zu kalibrieren, indem sie sich auf grenzüberschreitende Effizienz konzentriert, anstatt auf die landesweite Massenadoption.

Der begrenzte Erfolg des digitalen Rupien in der Einzelhandelspayment steht im Gegensatz zur langjährigen Führungsrolle der RBI bei der Innovation im Bereich Echtzeit-Zahlungen durch Plattformen wie UPI.

Indien strebt eine strategische Positionierung im globalen CBDC-Wettbewerb an.

Indem die RBI Interesse an internationalen Pilotprojekten signalisiert, bringt sie ihre Roadmap für ein CBDC (zentralbankeninternes digitales Zahlungsmittel) mit den neuen globalen Prioritäten in Einklang.

Über Landesgrenzen hinweg einsetzbare CBDCs könnten dazu beitragen, die Abrechnungskosten zu senken, die Effizienz des Handels zu steigern und Alternativen zu Transaktionen in US-Dollar in regionalen Märkten anzubieten.

Indiens Bemühungen könnten auch mit seinen umfassenderen Handelszielen übereinstimmen, darunter die Förderung des Handels in Rupien mit Ländern wie Russland, Sri Lanka und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Eine digitale Rupie, die in solche Rahmenwerke integriert ist, könnte als Instrument für reibungslose grenzüberschreitende Transaktionen dienen und gleichzeitig die volle Aufsicht der Aufsichtsbehörden gewährleisten.

Obwohl technische und geopolitische Hürden bestehen bleiben, könnte die Verlagerung des Fokus von der nationalen Ebene auf internationale Experimente ein pragmatischerer und strategischerer Weg für Indiens CBDC-Entwicklung sein.