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Volkswagen investiert trotz Zollunsicherheit massiv in die USA

Volkswagen investiert trotz Zollunsicherheit massiv in die USA
Ananthu C U
30. Mai 2025, 20:21 PM
  • Volkswagen plant, die Investitionen in den USA auszuweiten, um die Auswirkungen der Zölle zu verringern.
  • CEO Oliver Blume bestätigt konstruktive Gespräche über Zölle mit der US-Regierung
  • Das Unternehmen strebt trotz Handelsdrucks und steigender Konkurrenz Wachstum bei seinen US-Aktivitäten an.

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen gab bekannt, dass das Unternehmen plant, die Investitionen in den USA zu erhöhen, um die Auswirkungen der Zölle zu verringern und seine Position auf dem Automarkt zu stärken.

Volkswagen-Chef Oliver Blume sagte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, dass das Unternehmen neben den Plänen für massive Investitionen in den USA auch Gespräche mit der US-Regierung über Zölle führe.

Tarifwolke und Investitionen

Blume sagte, er habe mit dem US-Handelsminister Howard Lutnick über Zölle gesprochen.

Der CEO des größten Automobilherstellers in Europa sagte:

„Bisher hatten wir absolut faire, konstruktive Gespräche. Ich war selbst in Washington und seitdem sind wir in regelmäßigen Dialog.“

Er fügte hinzu, dass er zugestimmt habe, die Einzelheiten der Gespräche geheim zu halten.

Volkswagen hat bereits eine bedeutende Summe von 5,8 Milliarden US-Dollar in den US-amerikanischen Elektrofahrzeughersteller Rivian investiert und plant, die Produktion seiner Marke Audi in den USA auszuweiten.

Die Marke Audi von Volkswagen plant, in den USA Automobile herzustellen, wo sie derzeit keine Produktionsstätten hat.

Das Unternehmen beschäftigt außerdem direkt über 20.000 Menschen und indirekt 55.000 Menschen in den USA, fügte Blume hinzu.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Produktion zu verlagern, um die Abhängigkeit von Einfuhrzöllen zu verringern und sich stärker an den US-Markt auszurichten.

Im Jahr 2022 investierte das Unternehmen auch in Electrify America, eine Tochtergesellschaft, die sich auf den Ausbau der Infrastruktur für das Laden von Elektrofahrzeugen in den USA und Kanada konzentriert.

In Partnerschaft mit Siemens investierte das Unternehmen 450 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Wachstumspläne von Electrify America, mit dem Ziel, die Ladeinfrastruktur bis 2026 auf 1.800 Standorte und 10.000 Schnellladegeräte zu verdoppeln.

Reuters hatte berichtet, dass mehrere deutsche Automobilhersteller, darunter Volkswagen, mit der US-Regierung über ein Abkommen zu Importzöllen verhandeln.

Der Bericht besagte außerdem, dass die Unternehmen US-Investitionen und -Exporte nutzten, um den Schock abzufedern.

Die USA kündigten im März einen Zoll von 25 % auf in den USA nicht hergestellte Automobile an.

Die Zölle werden sich stark auf Volkswagen's Porsche auswirken, da das Unternehmen alle Modelle in Deutschland herstellt.

Finanzielle Schwierigkeiten

Volkswagen verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang des Betriebsgewinns von 4,59 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,9 Milliarden Euro.

Der Umsatz stieg um 2,8 % auf 77,6 Milliarden Euro, was auf höhere Fahrzeugverkäufe in Märkten außerhalb Chinas zurückzuführen ist.

Das Unternehmen gab an, dass es aufgrund der politischen Unsicherheit, Handelsbeschränkungen und Emissionsvorschriften bei verschiedenen Finanzkennzahlen wie Netto-Cashflow, operativem Umsatzrentabilitätsgrad und Netto-Liquidität mit Ergebnissen am unteren Ende der Jahresprognosen rechnete.

Das Unternehmen sah sich außerdem mit Herausforderungen auf dem europäischen Markt konfrontiert, da die Verkäufe chinesischer Elektrofahrzeuge stiegen, während das Unternehmen kein Einstiegsmodell besitzt, um in dieser Kategorie zu konkurrieren.

Die Verkäufe chinesischer Elektrofahrzeuge sind in der EU von 2019 bis 2023 um mehr als das Dreifache gestiegen.

Die Zahlen gingen 2024 zurück, nachdem die EU einen Zoll von 10 % auf chinesische Autos eingeführt hatte.

Das Unternehmen plant, Kosten zu senken, indem es bis 2030 35.000 Mitarbeiter entlässt.