„Bitcoin-artige Verschlüsselung“ für XChat? Musks Behauptung löst Debatte aus, während X in den Bereich Messaging und Zahlungen expandiert.

„Bitcoin-artige Verschlüsselung“ für XChat? Musks Behauptung löst Debatte aus, während X in den Bereich Messaging und Zahlungen expandiert.
Deepali Singh
02. Juni 2025, 11:05 AM
  • X führt 'XChat' ein, eine neue Messaging-Funktion mit Audio-/Videotelefonaten, verschwindenden Nachrichten und mehr.
  • Musk behauptet, XChat werde über eine "Bitcoin-artige Verschlüsselung" verfügen, eine Aussage, die bei Bitcoin-Experten auf Kritik stieß.
  • Musk bestätigte außerdem, dass X an einer Zahlungsfunktion namens "X Money" arbeitet.

Die Social-Media-Plattform X, die sich im Besitz von Elon Musk befindet, führt eine neue Messaging-Funktion namens „XChat“ ein, die laut Musk „Bitcoin-ähnliche Verschlüsselung“ beinhalten wird.

Diese Entwicklung signalisiert zusammen mit einem kommenden Zahlungsmerkmal namens X Money X's anhaltendes Bestreben, sich zu einer "All-in-one-App" zu entwickeln, obwohl Musks spezifische technische Behauptungen über Verschlüsselung schnelle Reaktionen und Klarstellungen von der Bitcoin-Community hervorgerufen haben.

XChat wird als eine deutlich funktionsreichere Version der bestehenden Direktnachrichtenfunktion der Plattform positioniert.

Laut einem X-Post von Musk vom 1. Juni wird der neue Dienst über Audio- und Videoanruffunktionen verfügen sowie "Verschlüsselung, verschwindende Nachrichten und die Möglichkeit, jede Art von Datei zu senden".

Musk erläuterte weiter, dass XChat auf der Programmiersprache Rust basiert, die seiner Aussage nach über eine "(Bitcoin-artige) Verschlüsselung und eine völlig neue Architektur" verfüge.

Diese Ankündigung folgt auf eine Erklärung von X vom 29. Mai, die eine vorübergehende Aussetzung der verschlüsselten Nachrichtenfunktion zur Implementierung von Verbesserungen ankündigte, ein Schritt, der möglicherweise mit der Entwicklung und dem bevorstehenden Release von XChat in Verbindung stand.

Reaktion der Kryptowelt: Debatte über „Bitcoin-artige Verschlüsselung“

Musks Behauptung bezüglich der "Bitcoin-ähnlichen Verschlüsselung" von XChat löste sofort eine Flut von Reaktionen von prominenten Persönlichkeiten innerhalb der Bitcoin-Community aus.

Viele wiesen schnell auf die technischen Nuancen des Sicherheitsmodells von Bitcoin hin.

JAN3-CEO Samson Mow erklärte beispielsweise, dass „Bitcoin nicht verschlüsselt ist“ im traditionellen Sinne der Datenverfremdung.

Der Krypto-Influencer „Pledditor“ fügte ein präzisierendes Detail hinzu und bemerkte, dass Bitcoin „die elliptische Kurvenverschlüsselung verwendet“.

Auch Luke Dashjr, Entwickler von Bitcoin Core, äußerte sich dazu und behauptete, dass "Bitcoin nicht einmal Verschlüsselung" für seine zentralen Transaktionsdaten verwendet, und äußerte weiter die Meinung, dass die Verwendung der Programmiersprache Rust "aus Sicherheitsgründen eine schlechte Idee" sei.

BitMEX Research bot eine mögliche Interpretation von Musks Kommentar an und schlug Folgendes vor:

„Vielleicht meint Musk etwas wie die P2P-Kommunikationsverschlüsselung von BIP-151“, in Anspielung auf einen bestimmten Bitcoin Improvement Proposal, der darauf abzielt, die Kommunikationsdaten zwischen Bitcoin-Knoten zu verschlüsseln, anstatt die Transaktionsdaten auf der Blockchain selbst.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Sicherheit von Bitcoin in erster Linie auf der elliptischen Kurvenverschlüsselung basiert, die wie ein ausgeklügeltes mathematisches Schlosssystem funktioniert.

Benutzer besitzen einen geheimen privaten Schlüssel und einen entsprechenden öffentlichen Schlüssel, der mathematisch aus diesem abgeleitet wird.

Dieses System ermöglicht es Inhabern, das Eigentum an ihren Bitcoins nachzuweisen und Transaktionen zu autorisieren, ohne jemals ihren privaten Schlüssel preiszugeben, wodurch Sicherheit ohne die Notwendigkeit einer zentralen Instanz gewährleistet wird.

Bitcoin verwendet außerdem SHA-256-Hashing zur Validierung von Transaktionen und zur Erstellung eindeutiger Block- und Transaktionsidentifikatoren.

X-Geldzahlungsfunktion in Sicht

Zusätzlich zur Einführung von XChat bestätigte Elon Musk am 25. Mai, dass X auch ein Zahlungsmerkmal namens „X Money“ entwickelt.

Dieser Dienst soll noch in diesem Jahr als Betaversion starten. Musk betonte einen vorsichtigen Ansatz bei der Einführung und erklärte, dass die Tests zunächst einen „sehr eingeschränkten Beta-Zugang“ umfassen werden.

Er fügte hinzu: „Wenn es um das Ersparte der Menschen geht, muss äußerste Sorgfalt walten“, und betonte damit die Sensibilität und Verantwortung, die mit Finanzdienstleistungen verbunden sind.

Diese neuen Angebote unterstreichen X's anhaltende Transformation seit Musks Übernahme der Plattform (damals noch Twitter) im Oktober 2022.

Musk hat seine Vision, X in eine "All-in-One-App" zu verwandeln, ähnlich Plattformen wie WeChat, durch die Integration einer breiten Palette von Funktionen und Diensten, die über die typischen Funktionen sozialer Medien hinausgehen, schon lange dargelegt.

Die Einführung von XChat und das bevorstehende X Money deuten darauf hin, dass X sich nun aktiv positioniert, um mit etablierten, verschlüsselten Messaging-Plattformen wie Telegram und Signal zu konkurrieren, während es gleichzeitig auf beliebte Fintech-Anwendungen wie Venmo und Cash App abzielt.